<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Ausgrenzung &#8211; meinTestgelaende.de</title>
	<atom:link href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/ausgrenzung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.meintestgelaende.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Thu, 05 Oct 2023 13:43:14 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.4</generator>

<image>
	<url>https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/06/cropped-unnamed-32x32.jpg</url>
	<title>Ausgrenzung &#8211; meinTestgelaende.de</title>
	<link>https://www.meintestgelaende.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Toleranz und Akzeptanz</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/10/toleranz-und-akzeptanz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DigitalAngels]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Oct 2023 13:43:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=15741</guid>

					<description><![CDATA[Ein*e Autor*in der Digital Angels wünscht sich eine Welt, in der Rassismus keinen Platz hat. Ich bin 15 Jahre alt und türkischer Abstammung. Mein Opa kam als Gastarbeiter nach Deutschland, von dem Tag an bis zu seiner Rente gearbeitet. Mein Vater kam mit 30 Jahren nach, hat sich intergiert – die Sprache erlernt und steht]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein*e Autor*in der Digital Angels wünscht sich eine Welt, in der Rassismus keinen Platz hat.</strong><span id="more-15741"></span></p>
<p>Ich bin 15 Jahre alt und türkischer Abstammung. Mein Opa kam als Gastarbeiter nach Deutschland, von dem Tag an bis zu seiner Rente gearbeitet. Mein Vater kam mit 30 Jahren nach, hat sich intergiert – die Sprache erlernt und steht voll im Berufsleben. Obwohl Ausländer seit Jahrzehnten auch ein Teil von Deutschland sind, gibt es immer noch Menschen, die einen wegen der Hautfarbe und Herkunft diskriminieren. Ob in der Schule oder am Arbeitsplatz oder in der Öffentlichkeit.<br />
Ich würde mir wünschen, dass man wegen seiner Herkunft, Hautfarbe oder Religion nicht ausgegrenzt wird. Hören wir auf Vorurteile zu haben, weil jemand anders aussieht oder spricht. Rassismus sollte keinen Platz in dieser Welt haben, und wir müssen gemeinsam dagegen kämpfen, auch wenn man selbst nicht betroffen ist.<br />
Menschen sollen sich frei und sicher fühlen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir aktiv gegen Rassismus sein. Nicht mit Gewalt. Man sollte miteinander reden und Konflikte sollten verbal ausgetragen werden.</p>
<p>AUTOR*IN: anonym</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ordinäres oder modernes Grundgesetz?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/09/grundgesetz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ann Katrin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Sep 2021 07:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[#Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=13343</guid>

					<description><![CDATA[Es ist die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland und mittlerweile 72 Jahre alt: Das Grundgesetz. In wenigen Tagen findet die Bundestagswahl statt, unsere Autorin Ann Katrin hat das zum Anlass genommen, sich nochmal intensiv mit dem GG zu beschäftigen. Welche Aspekte zu Gender im Grundgesetz zu finden sind und ob das GG überhaupt inklusiv ist, erfahrt]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland und mittlerweile 72 Jahre alt: Das Grundgesetz. In wenigen Tagen findet die Bundestagswahl statt, unsere Autorin Ann Katrin hat das zum Anlass genommen, sich nochmal intensiv mit dem GG zu beschäftigen. Welche Aspekte zu Gender im Grundgesetz zu finden sind und ob das GG überhaupt inklusiv ist, erfahrt ihr in ihrer Analyse. Viel Spaß beim Lesen!</strong><strong><br />
</strong></p>
<p><span id="more-13343"></span></p>
<p>2021 ist ein Jahr voller Landtagswahlen und der Bundestagswahl im September. Diese Zeit bietet für die Wähler eine gute Chance, die politischen Kenntnisse aufzufrischen. Ich habe mir das Grundgesetz nochmal genauer angesehen und besonders auf die Inklusion, hinsichtlich der vielen Orientierungsgruppen, geachtet. Sie kommen nicht vor! Das deutsche Grundgesetzt (GG) gilt für alle in Deutschland geborenen Menschen, Gruppen mit Flüchtlings-und Asylhintergrund sowie Personen mit deutschem Pass. Außerdem regelt das GG deutlich mehr als nur das soziale Zusammenleben, sondern auch wie Deutschland aufgebaut ist, inklusive der Eigentümer der Bundesrepublik und den Ablauf eventueller Veränderungen der staatlichen Struktur. Aber das Gesetz stellt neben der rechtlichen und politischen Aufstellung auch eine Richtlinie für das gesellschaftliche Zusammenleben dar. Es sind unterschwellige Leitlinien, wie Menschen miteinander umgehen und sich gegenseitig positionieren sollten. Dies ist besonders durch Artikel 1 gewährleistet, welcher die Würde des Menschen über allem anderen schützt. Gleichzeitig ist der Artikel auch durch die Ewigkeitsklausel geschützt und kann so nicht verändert werden. Betrachten wir das GG allerdings als maßgebendes Dokument, wie die Personen der deutschen Gesellschaft betrachtet werden, stoßen wir auf einige Hürden bezüglich der Einbindung der Gruppen mit diversen Orientierungen und Identifizierungen. Im Jahr 2021 kategorisieren wir Personen nicht nur als Mann oder Frau, sondern berücksichtigen auch die persönliche Wahrnehmung bezüglich des eigenen Körpers und der sexuellen Orientierung. Viele Bereiche des öffentlichen Lebens sind schon dabei sich anzupassen und für Gleichberechtigung sowie für Inklusion zu sorgen. Ein nächster großer Schritt sollte eine drastische Überarbeitung des GG sein, welche eine deutliche Inklusion der diversen Gruppen nach sich ziehen kann. Das seit 1949 bestehen GG umfasst aktuell 202 Artikel und wurde seit seinem Bestehen schon 60 Mal geändert, einige Artikel wurden neu formuliert oder ganz entfernt. Aber die Formulierungen der angesprochenen Personen haben sich nicht verändert. Hauptsächlich wird im GG vom “Deutschen Volk” und explizit von Männern und Frauen gesprochen. Die am meisten verwendete Formulierung ist immer noch “Personen” und “jedermann”. Diese Formulierungen sind grob gesehen sehr allgemein und inklusiv und natürlich kann nicht jeder Artikel in korrekter Gendersprache überarbeitet werden, besonders, da mehr als die Hälfte des GG das politische und rechtliche System, sowie die Zuständigkeiten und das Eigentum der Bundesrepublik erläutern. Aber einige Artikel sind in ihrer aktuellen Formulierung sehr explizit ausgrenzend und leider nicht durch Gleichberechtigung geprägt. So besagt Artikel 3 die explizite Gleichberechtigung von Männern und Frauen. Aber gerade in diesem Artikel sollten dann auch alle Gruppen eingeschlossen werden, wie die LGBTQ, Transgender oder Personen mit Nicht-binärer Orientierung (divers). Bisher werden Personen, die sich als divers oder Trans identifizieren, ausgeschlossen, falls sie weder explizit Mann noch Frau sind oder sich so sehen. Dies stellt auch die Frage, ob das GG sich nur auf eine rein biologische Kategorisierung der Geschlechter bezieht und wie die Definition Mann und Frau hergeleitet wird. Gleichzeitig besagt Artikel 3, dass keine Person benachteiligt werden darf. Wie also werden hier Menschen mit einer anderen Orientierung als die im GG festgelegte beachtet und geschützt? Ein weiterer Streitpunkt kommt mit Artikel 12. Dieser Artikel bezieht sich auf die Verpflichtung zum Zivildienst. Ersterer Absatz besagt deutlich, dass Männer verpflichtet werden dürfen, sollte die Not bestehen. Ein weiterer Absatz besagt, dass Frauen ebenso verpflichtet werden können, wenn die freiwillige Besetzung durch Männer nicht ausreicht und auch, dass Frauen vom Dienst mit der Waffe ausgeschlossen werden: “Sie dürfen auf keinen Fall zum Dienst mit der Waffe verpflichtet werden.” So viel zu voller Gleichberechtigung. Abgesehen vom expliziten Ausschluss weiblicher Personen vom Waffendienst, werden hier auch wieder nur Männer und Frauen angesprochen. Wenn sich eine Person also &#8222;anders&#8220; identifiziert, anstatt klar als Frau oder Mann, entfällt diese Person im Artikel 12 dann komplett? Darüber hinaus könnte eine freiwillige Bereitstellung zum Zivildienst zu der Frage führen, für welche Aufgaben die Person gemeldet werden würde. Gilt diese Person dann für die weibliche Gruppe oder die männliche? Wird sie aufgrund der physischen Attribute eingeordnet oder nach der sexuellen Orientierung oder der persönlichen Identifikation? In den restlichen Artikeln des GG kommt es nicht zu solch starken Auffälligkeiten aber zusammengefasst ist das GG leider sehr einseitig formuliert. Es klingt sehr einfach, die Anpassung des GG zu fordern und Vorschläge zu machen. Allerdings muss auch abgewogen werden, wie diese Veränderungen durchgeführt werden würden und welche Schwierigkeiten aber auch Vorteile entstehen könnten. Die positiven Aspekte lassen sich einfach zusammenfassen: transparente Inklusion und Gleichberechtigung aller gesellschaftlichen Gruppen mit diversen Orientierungen und Identifizierungen. Eine Aufnahme im GG würde zu mehr Akzeptanz führen und zu mehr Beachtung durch die Politik. Außerdem setzt die Veränderung ein klares Zeichen für eine wirklich transparente und moderne Politik in Deutschland. Bisher blieb es nur bei Veranstaltungen, sozialen Bewegungen und gelegentlichen Statements durch einzelne Politiker. Die Hürden auf der anderen Seite sind etwas komplizierter. Zum einen wäre es ein sehr aufwendiger Prozess zwischen Politikern und Sozialwissenschaftlern, sich darauf zu einigen, welche Formulierungen untergebracht werden sollten, um die verschiedenen Personengruppen korrekt zu integrieren. Ein weiterer Punkt wäre der fortlaufende Prozess. Wenn diese erste Unterbringung erst einmal beginnt, dann kann argumentiert werden, dass mit jeder neuen Identifikationsgruppe auch eine erneute Anpassung des GG notwendig wird. Es wäre also ein sich wiederholender Prozess, den sicherlich nicht viele Politiker begrüßen würden. Zuletzt stellt sich die Frage, wann eine eindeutige Aufnahme in das GG notwendig wird oder ob vielleicht eine klare Definition der Personengruppen eine schnelle Lösung wäre. Dies könnte nur eine Aufnahme bzw. Ergänzung benötigen mit klarer Formulierung, dass die neue Bezeichnung für die restlichen Artikel gelten wird.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><strong>Noch unentschlossen wo du am 26.09 dein Kreuz setzt? Mach einfach den <a href="https://www.wahl-o-mat.de/" target="_blank" rel="noopener">Wahl-O-Mat</a><br />
</strong></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hanau.</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/02/hanau/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Memo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Feb 2021 07:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12141</guid>

					<description><![CDATA[Heute vor genau einem Jahr ermordete ein Nazi zehn Menschen in Hanau, davon neun aus rassistischen Motiven: Ferhat Ünvar, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Kalojan Welkow, Fatih Saraçoğlu, Said Nessar El Hashemi und Vili Viorel Păun. Das Leid ihrer Familien und Freund*innen ist nach wie vor unvorstellbar groß. Eine lückenlose Aufklärung der Tat hat es noch immer nicht gegeben. Im Verlag stolze augen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute vor genau einem Jahr ermordete ein Nazi zehn Menschen in Hanau, davon neun aus rassistischen Motiven: Ferhat Ünvar, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Kalojan Welkow, Fatih Saraçoğlu, Said Nessar El Hashemi und Vili Viorel Păun. Das Leid ihrer Familien und Freund*innen ist nach wie vor unvorstellbar groß. Eine lückenlose Aufklärung der Tat hat es noch immer nicht gegeben.</strong></p>
<p><strong>Im Verlag <em>stolze augen books</em> erscheint heute das Buch <a href="https://stolzeaugen-books.de/buecher/texte-nach-hanau/" target="_blank" rel="noopener"><em>Texte nach Hanau</em></a> erschienen, das wir euch sehr ans Herz legen. </strong></p>
<p><strong>Auch unser Autor Memo hat zur Verarbeitung dieser furchtbaren Tat ein Gedicht geschrieben:</strong></p>
<p><span id="more-12141"></span></p>
<p>Hanau ist geprägt…<br />
Die Menschen in Hanau sind geprägt…<br />
Die Familien in Hanau sind geprägt…<br />
Etwas grausames ist geschehen und schon wieder versuchen manche, es nicht zu sehen.<br />
Versuchen es zu verleugnen, diese schandhafte Tat,<br />
Tun so als ob es diese Menschen niemals gab!<br />
Wir dürfen dieses Ereignis nicht verstecken!<br />
Wir dürfen uns nicht verstecken!<br />
Ich weiss, es schmerzt darüber zu sprechen,<br />
Aber nur so können wir die Kette der Gewalt durchbrechen…</p>
<p>Der Stille Atem des Todes legte sich an jenem Tag um 10 Menschen,<br />
Dass müssen wir lernen zu verstehen..</p>
<p>Es waren 10 zu viel,<br />
Einer der Ihnen das Leben stiehl,<br />
Rassismus war des Mörders Schatten,<br />
10 Existenzen die keine Chance mehr für ihr eigenes Leben hatten,<br />
Zu Unrecht angeklagt, verurteilt und vollstreckt,<br />
Keiner der die Familien der Opfer, aus diesem Alptraum weckt,<br />
Sind wir wirklich schon so weit?<br />
Der Hass ist wieder zum Morden bereit?<br />
Unschuldige, die um Hilfe schrien,<br />
Gejagt von Ihm,<br />
Einem Mann, der seine Menschlichkeit aufgab,<br />
Als die schwarze Ideologie in ihm austrat,<br />
Überzeugt von seiner weißen Männlichkeit,<br />
demonstriert er in seinem Inneren Auge die geschlechtliche Überlegenheit,<br />
Getrieben von dem Bild einer weißen, reinen Frau und Ihrem selbstverherrlichenden Mann,<br />
ereignete sich die abscheuliche Tat dann,<br />
Falsche Treue in Form eines Briefes, war sein Schild, Verachtung sein Schwert,<br />
Ein Rechter Mann, der sich am Ende hat selbst entfernt,</p>
<p>Es wird nicht mehr so sein, wie es vorher einmal war,<br />
Angst und Schmerz werden unsere ständigen Begleiter,<br />
Als ich diesen Anschlag sah,<br />
Stellte ich mir die Frage: geschieht es jetzt weiter?<br />
Entwickeln wir uns zurück, zu dieser Zeit?<br />
Wer wird der nächste sein?<br />
Ich, du, er oder sie?<br />
Was tun wir jetzt und vor allem wie?</p>
<p>Gesellschaftlicher Zusammenhalt, ja, für den Anfang ist das richtig,<br />
Es betrifft uns aber alle, uns alle, diese Erkenntnis ist wichtig!</p>
<p>Vorurteile und Hass zerfressen unsere Realität,<br />
Wenn wir nicht aufpassen, ist es gerade dass, was zukünftige Generationen prägt,<br />
Die Arbeit beginnt bei jedem eigen,<br />
Unser Bewusstsein muss zur moralischen Gleichheit neigen,<br />
Denn unser gesellschaftliches Leben wird immer von unseren Gedanken und Herzen Speisen,<br />
Es war wirklich schrecklich was passierte und was ich sah,<br />
Für uns und für die Familien ist es wichtig, dass wir nicht vergessen was in Hanau geschah….</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Wenn ihr mehr über Memo erfahren wollt, <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/memo/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>klickt hier</strong></a>!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was ist Nacktheit &#8211; für und in (unserer) Gesellschaft)?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/12/was-ist-nacktheit/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2020/12/was-ist-nacktheit/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tom]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Dec 2020 07:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12644</guid>

					<description><![CDATA[Wir freuen uns über einen neuen Text von Tom! Er macht darin ein ganz schön spannendes Feld auf— nämlich Nacktheit. Was hat es damit auf sich und wie verändern sich Nacktheit sowie die Gefühle und Gedanken dazu mit dem Erwachsen- und Älterwerden? &#8222;Wie wir uns anziehen, sagt etwas über uns aus. Auch wie wir uns ausziehen?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns über einen neuen Text von Tom! Er macht darin ein ganz schön spannendes Feld auf— nämlich Nacktheit. Was hat es damit auf sich und wie verändern sich Nacktheit sowie die Gefühle und Gedanken dazu mit dem Erwachsen- und Älterwerden? &#8222;Wie wir uns anziehen, sagt etwas über uns aus. Auch wie wir uns ausziehen? Wie wir uns (in der Gesellschaft) nackt zeigen?&#8220;, sagt Tom. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen! </strong></p>
<p><span id="more-12644"></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Wie wir uns anziehen, sagt etwas über uns aus. Auch wie wir uns ausziehen? Wie wir uns (in der Gesellschaft) nackt zeigen? &#8211; eine Selbstreflexion</span></p>
<p>Der Umgang mit unserem nackten Körper beschäftigte dieses Jahr nicht nur mich als jungen Mann sondern auch Frank und sein Team von dem FUNK Format „PULS die Frage“. Im Sommer sind sie der Frage: „Wie nackt dürfen wir uns zeigen?“ auf den Grund gegangen und beleuchteten das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln. Für manche Menschen bedeutet Nacktheit Selbsterfahrung, in unserer Gesellschaft steht nackt sein gerne für Freizügigkeit. Doch wirklich nackt können wir uns nur selten zeigen.<span style="color: #8fca40;"><span style="font-size: xx-small;"> </span></span><span style="color: #000000;">Ungewollte Sexualisierungen und Missbrauch von Nacktbildern online oder offline können die Konsequenz sein. Auch die ständige Bewertung unseres Körpers und die Idealbilder in der Werbung und bei Instagram hemmen uns.</span></p>
<p><span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Hast Du dich schon mal vor dem Spiegel gestellt und dich lange Zeit angesehen? Was fühlst Du persönlich dabei?</span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Roboto;">Vor ein paar Jahren habe ich zusammen mit einem Team für den Münchner Ausbildungskanal </span></span><a href="http://afk.tv/"><span style="font-family: Roboto;">afk.tv</span></a><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Roboto;"> ein Experiment gemacht: Rund 20 unterschiedliche Teilnehmer:innen haben wir dafür in das TV Studio eingeladen und ihnen dort die Aufgabe gestellt, sich selbst, wohlgemerkt angezogen, in einem Spiegel zu betrachten. Eine Minute lang. Jede dieser Sekunden war mithilfe einer Countdownuhr oben mittig sichtbar. Der Plan, jede Person von vorne durch den Spiegel in dieser Zeit zu filmen. Wo sehen sie hin? Wie verändern sich ihre Blicke? Wie ihre Mimik? Halten sie es überhaupt aus? Im anschließenden Interview berichtet ein Großteil der Teilnehmer:innen, dass es bedeutend anstrengender war, als anfangs vermutet. Einige erzählen von aufkommenden negativen Gedanken, von Kritik an ihnen und ihrem eigenen Körper. Sitzt alles? Bin ich richtig? Bin ich schön? Gefalle ich mir? &#8211; Die meisten von ihnen schauen während der 60 Sekunden oft weg oder kaschieren ihre Unsicherheit mit Grimassen oder Gelächter. Dabei sieht ihnen während der Zeit niemand zu. Lediglich eine Kamera, von der sie erst im anschließenden Interview erfahren haben und dann entscheiden konnten, ob wir als Filmteam die Aufnahmen für unser Projekt verwenden dürfen.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Wenn wir selbst mit von uns ausgewählten Kleidern und Looks nicht lange allein im Spiegel betrachten können, ohne uns zu begutachten, wie ist das dann erst splitterfasernackt und in Gesellschaft? &#8211; Mein Erfahrungsbericht zwischen Kind sein und Leben eines jungen Erwachsenen, zwischen Bayern und Mecklenburg-Vorpommern, zwischen, Normalität und Absurdität.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Damals in der Eishockeymannschaft in Bayern duschten wir alle zusammen. Moment. Nicht alle. Die beiden Mädchen in unserem Team sollten zu unserem damaligen Unverständnis mit gerade mal sechs Jahren von uns getrennt duschen. Am Eis und angezogen in voller Montur, sind wir ein Team, nackt sind wir getrennt. Aus gutem Grund? Oder um mögliche unangenehme Fragen von uns an unsere Eltern zu verhindern? Die sind natürlich nicht ausgeblieben. Aber auch innerhalb des Teams haben wir damals angefangen, nackt unsere Körper stärker und zu vergleichen, als angezogen. Spielen auf dem Eis Faktoren wie Kondition, Teamfähigkeit und Schusskraft die Hauptrolle, so sind es beim Duschen Bauchumfang, Brustbehaarung und die Körperstatur. Nicht zu vergessen, Größe, Form, Behaarung, Farbe und Kraft des Penis. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Im Team sind wir schon früh gewohnt, uns nackt zu zeigen und dem Vergleich unserer geschlechtsspezifischen Merkmale bewusst oder unbewusst ausgesetzt. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Später beim Baden am See sollen wir uns aber auf keinen Fall nackt zeigen, außer an ausgewiesenen FKK-Badestellen. Und auch das Nacktbaden, war in unseren Kreisen eine ähnliche Mutprobe wie rückwärts vom 10 Meter Turm zu springen. Und wenn dann doch jemand sich im Waldbad nackt zeigte, ist die Person, vor allem Mädchen und Frauen, von allen Seiten beäugt und unter den Jungs lautstark für alle umliegenden Badegäste bewertet worden. Statt bei uns selbst zu sein, haben wir lieber auf andere gesehen.</span></span></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-12670" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2020/12/in-den-Text-einbinden-nackt-Daniel-Anhut-und-Sascha-Lang-337x600.jpg" alt="" width="337" height="600" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2020/12/in-den-Text-einbinden-nackt-Daniel-Anhut-und-Sascha-Lang-337x600.jpg 337w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2020/12/in-den-Text-einbinden-nackt-Daniel-Anhut-und-Sascha-Lang-169x300.jpg 169w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2020/12/in-den-Text-einbinden-nackt-Daniel-Anhut-und-Sascha-Lang.jpg 750w" sizes="(max-width: 337px) 100vw, 337px" /></p>
<p><span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Für viele meiner Mitschüler:innen ist damals das Zeigen von nackten Körpern in der Öffentlichkeit ein Tabu. Vor allem, wenn man die Person persönlich kennt. Einmal ist das Gerücht an unserer Schule herumgegangen, dass eine Mitschülerin nackt auf einer Pornoseite zu sehen sei. Schlagartig wurde sie zur Zielscheibe für Anfeindungen und Mobbing. Auch Nacktbilder aus gescheiterten Beziehungen wurden zum Druckmittel. Dementsprechend angezogen zeigen wir uns auch innerhalb unseren Cliquen und sind vorsichtig, wem wir uns nackt zeigen. Die ersten Versuche, Sex zu haben, sind natürlich auch unter dem Credo: LICHT AUS. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Mitte Zwanzig, im Osten Deutschlands, zur wohl nacktesten und ungezügeltesten Zeit des Jahres, passierte mir dann folgendes: Bei einem Festival mit schwimmender Sauna im See bin ich zu meiner Verwunderung auf dem Weg aus dem Wasser in die Sauna von einer Gruppe junger, vermutlich, dem Proseccoglas in ihrer Hand zufolge erkennbar alkoholisierter Frauen, mit dem Schrei „Penis“ und anschließendem Gelächter darauf hingewiesen worden, dass ich höchstwahrscheinlich „dieses Ding da“ sichtbar für alle zwischen meinen Beinen hängen habe. Erkenntnis: Selbst dort, wo vermeintlich bezüglich Nacktheit keine Tabus herrschen, erlebe ich Situationen, wo Nacktsein der Aufhänger zu Belustigung ist. Und das prägt mich. Wann ich mich nackt zeige, entscheide ich nicht nach Gefühl, sondern nach Abwägung der Pros und Cons in der jeweiligen Situation, im jeweiligen gesellschaftlichen Umfeld.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Wie nackt dürfen wir uns zeigen? Wie frei(zügig) dürfen wir sein?</span></span></p>
<p><span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Dustin, 21, Protagonist vom fünften Teil der Serie von „Die Frage“ meint:</span></span></p>
<p><span style="color: #000000;">„<span style="font-family: Roboto;">So, wie sich jeder wohlfühlt.“ &#8211; Das Gefühl von Nacktheit bedeutet für ihn Freiheit. </span></span></p>
<p><a name="_GoBack"></a> <span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Frei wollte ich mich in diesem Coronasommer, ohne Festivals, aber mit vielen Deadlines, auch spüren. Loslassen von all den Erfahrungen mit Nacktheit in meinem Leben und den Gedanken der Konsequenzen in meinem Kopf. Ich wollte bei mir selbst sein. Ohne Bewertung meines Körpers von mir selbst und der Gesellschaft. Nackt. Frei. Und letztendlich für alle, die diesen Text gelesen haben, sichtbar. Ich pose für mein erstes Nacktshooting. Entstanden sind Momente, die nicht nur meinen Kopf frei von Gedanken über Nacktheit gemacht haben, sondern auch Bilder, die mir sagen: „Du bist jederzeit nackt so schön, wie Du dich in dem Moment (wohl)fühlst.“</span></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr Texte von Tom <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/tom/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.meintestgelaende.de/2020/12/was-ist-nacktheit/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Pia Brauneis: Worte schaffen Werte </title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/10/pia-brauneis-worte-schaffen-werte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[LizzyNet]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2020 07:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12514</guid>

					<description><![CDATA[Heute dürfen wir euch noch einmal einen Beitrag aus dem LizzyNet-Schreibwettbewerb „Das ist mir was wert!“ zum Thema Werte, Grundrechte und Demokratie veröffentlichen 🙌 Der Wettbewerb wird gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. Der heutige Text kommt von der jungen Autorin Pia Brauneis und es geht darin um die Macht der]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute dürfen wir euch noch einmal einen Beitrag aus dem LizzyNet-Schreibwettbewerb „<a href="https://www.lizzynet.de/wws/dasistmirwaswert-wettbewerb.php?sid=41092982455971637358762546255030" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das ist mir was wert</a>!“ zum Thema Werte, Grundrechte und Demokratie veröffentlichen </strong>🙌 <strong>Der Wettbewerb wird gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. Der heutige Text kommt von der jungen Autorin Pia Brauneis und es geht darin um die Macht der Worte. Viel Spaß beim Lesen!</strong></p>
<p><span id="more-12514"></span></p>
<p>„Es war einmal eine kleine süße Dirne, die hatte jedermann lieb, der sie nur ansah, am allerliebsten aber ihre Großmutter […].“</p>
<p>Frau, Weib, Dame, Mädchen, Fräulein und Dirne –<br />
bei einer Zeitreise durch die Jahrhunderte wäre jeder dieser Begriffe unterschiedlich konnotiert und würde somit auch jeweils verschiedene Reaktionen hervorrufen.<br />
Anders als in der Originalfassung von Rotkäppchen heißt es heute nicht mehr Dirne, sondern „junges Mädchen“. Rotkäppchen war und ist also keine Prostituierte – es zeigt sich ein Worte-Werte-Wandel.</p>
<p>Das beliebte Argument gegen gendergerechte Sprache: „Das heißt doch schon immer so!“, ist also falsch. Schon immer ist nicht für immer: Sprache wandelt sich mit den Menschen, die sie sprechen.<br />
Dieser Wandel ist wichtig und völlig normal. Die Umstände, in denen wir leben, und die Worte, die wir verwenden, verändern sich stetig – bewusst und unbewusst.</p>
<p>Liebe Leser … – und natürlich auch liebe weibliche Leser,<br />
wenn Mädchen in der Schule immer und immer wieder mitgemeint sind, wenn sie morgens mit „Liebe Schüler!“ begrüßt werden, dann wirkt sich das auf ihr (Selbst-)Bewusst-Sein aus; sie werden nicht direkt angesprochen und begrüßt, aber sollen sich zugehörig fühlen. Sie sind weniger bewusst als ihre männlichen Mitschüler, genau genommen sprachlich unsichtbar.</p>
<p>Doch wird das generische Maskulinum eigentlich immer verwendet? Wann wird es plötzlich wichtig, eine sprachliche Unterscheidung zwischen Männern und Frauen zu machen? Immer dann, wenn es um soziale Abwertung oder schlecht bezahlte Berufe geht. Man spricht von Ärzten, Politikern und Wissenschaftlern, ebenso im gleichen Atemzug von Putzfrauen, Arzthelferinnen und Erzieherinnen. DIE Wissenschaftlerin geht dabei sprachlich genauso unter wie DER Arzthelfer.</p>
<p>2005 war zunächst nicht klar, ob es Frau Bundeskanzler oder Frau Bundeskanzlerin heißen soll. Zwar hat sich die weibliche Anrede, nach vier Amtszeiten, eindeutig durchgesetzt, doch heißt es im Grundgesetz immer noch „das Amt des Bundeskanzlers“.<br />
Da staunt man schon gar nicht mehr, dass das Wort „Kanzlerin“ im Duden als „weibliche Form zu Kanzler“ definiert ist.<br />
Andersherum heißt es beim „Kanzler“ „Bundeskanzler“, „Reichskanzler“ oder auch „leitender Beamter in der Verwaltung einer Hochschule“.</p>
<p>Doch wie steht es eigentlich um die freie Meinungsäußerung? Man sollte doch wohl reden und schreiben dürfen, wie und was man möchte!<br />
Doch wenn Äußerungen wie „Wurde diese „Dame“ vielleicht als Kind ein wenig viel gef&#8230; und hat dabei etwas von ihre[m] Verstand eingebüßt“ oder „Pädophilen-Trulla“ als eine „auf Künasts Aussage abzielende Kritik“ abgestempelt werden, die im Zuge der freien Meinungsäußerung erlaubt bleiben, dann stellt sich die Frage, wie Frauen weiterhin bezeichnet werden dürfen, gedeckt durch Meinungsfreiheit, ohne dass diese Aussagen vor Gericht landen. Gerichtsurteile setzen Zeichen den Umgang von Menschen miteinander betreffend. Ebenso setzt Sprache Zeichen.<br />
Diese Beispiele zeigen ganz deutlich: Aktuelle Diskussionen zu geschlechtsneutraler Sprache sind notwendig.</p>
<p>Viele verschiedene Emotionen leiten diese Debatte.<br />
Sobald es um gendergerechte Sprache geht, spielen auch Machtverhältnisse eine große Rolle. Wer behält seine (oder ihre?!) Macht, wer macht Kompromisse, wer wird laut und kämpft für die eigenen Ansichten, wer will die Oberhand behalten?<br />
Sprache steuert uns; oftmals ohne dass wir diese Lenkung bemerken. Wir nehmen Worte auf, verarbeiten diese unbewusst weiter und bemerken womöglich erst hinterher, dass bestimmte Worte bestimmte Taten ausgelöst haben.<br />
Genau aus diesem Grund ist Sprache Macht bzw. Mittel zur Macht.<br />
Viele Ausdrücke und Worte, die heute immer noch benutzt werden, stammen aus einer Zeit, in der die Machtverhältnisse anders aussahen. Eine Zeitreise 100 Jahre zurück. Männer konnten über Frauen und deren Leben bestimmen und dominierten somit auch die Sprache und sprachliche Regeln. Diese Machtverhältnisse haben sich mittlerweile in vielen Ländern bereits stark geändert. Viele Frauen bestimmen mit und sind autonom. Doch dieser Wandel ist noch lange nicht abgeschlossen und absolute Gleichberechtigung ist, auch in Deutschland, noch nicht erreicht. Durch das Beibehalten der sprachlichen Muster, die damals bereits verwendet wurden, wird dieser Wandel blockiert. Das, was das Denken steuert, darf nicht gegen die Gleichstellung arbeiten, sondern muss diese voranbringen. Sprache muss, als Basis für alles Weitere, gerecht werden und aufhören, Frauen, ebenso auch alle anderen Geschlechter, zu diskriminieren.</p>
<p>Schlampe, Tussi, Diva, Hure, Hexe und Emanze –<br />
hinsichtlich Beleidigungen sind Frauen sehr wohl sichtbar und werden nicht bei einer männlichen Bezeichnung mitgemeint. Dies sind nur einige Beispiele dafür, dass man ohne Probleme in jeder möglichen Situation unterschiedlichste Beleidigungen für Frauen finden kann.<br />
So meint auch Fräulein-chen eindeutig keine Verniedlichung, wie es die Endung „-chen“ normalerweise andeutet, sondern ist abwertend und tadelnd gemeint.<br />
Wenn ein Junge einen anderen „Du Mädchen!“ nennt, dann will er diesen damit beleidigen – ein Mädchen ist für ihn minderwertig.<br />
Diese Aufzählung ließe sich noch lange fortsetzen.</p>
<p>Wenn wir noch eine Zeitreise nur fünf bis zehn Jahre in die Zukunft machen könnten, bin ich mir sicher, dass sich unsere Sprache weiterentwickelt hat. Jetzt ist die Zeit, um diesen Wandel zu beeinflussen. Wir müssen darauf achten, wie wir sprechen, wen wir damit, bewusst oder unbewusst, diskriminieren und die Sprache so vielfältig machen, wie es die Gesellschaft ist. Denn Sprache bestimmt unser Denken, Fühlen und Handeln. Sie ist Kommunikationsmittel und spiegelt das eigene Bewusstsein wider.</p>
<p>Schön, dass du den Text gelesen hast, du Mädchen!<br />
Schön, dass du den Text gelesen hast, du Junge! – oder fühltest du dich gerade schon mitgemeint?</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Wir durften schon einige Texte des Wettbewerbs hier veröffentlichen. Falls ihr sie verpasst habt, kein Problem: <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/lizzynet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Hier entlang.</strong></a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ronja: Mädchen und Technik?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/06/ronja-maedchen-und-technik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[LizzyNet]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2020 07:00:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Stereotyp]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12254</guid>

					<description><![CDATA[Letzten Monat haben wir hier ja schon einmal einen der Gewinner*innentexte des LizzyNet-Schreibwettbewerb „Das ist mir was wert!“ zum Thema Werte, Grundrechte und Demokratie veröffentlicht, jetzt freuen wir uns, euch eine weitere Geschichte präsentieren zu können. In &#8222;Mädchen und Technik?&#8220; setzt sich die junge Autorin Ronja mit Geschlechterstereotypen und -vorurteilen auseinander. Viel Spaß beim Lesen!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Letzten Monat haben wir hier ja schon einmal einen der Gewinner*innentexte des LizzyNet-Schreibwettbewerb „<a href="https://www.lizzynet.de/wws/dasistmirwaswert-wettbewerb.php?sid=41092982455971637358762546255030" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das ist mir was wert</a>!“ zum Thema Werte, Grundrechte und Demokratie veröffentlicht, jetzt freuen wir uns, euch eine weitere Geschichte präsentieren zu können. In &#8222;Mädchen und Technik?&#8220; setzt sich die junge Autorin Ronja mit Geschlechterstereotypen und -vorurteilen auseinander. Viel Spaß beim Lesen!</strong></p>
<p><span id="more-12254"></span></p>
<p>Mein Herz schlug mir bis zum Hals, Monate lang habe ich auf diesen Moment hingearbeitet. Ich muss es schaffen, ich will mich beweisen! Sollte die ganze Arbeit etwa umsonst gewesen sein? Tausende Gedanken und Gefühle schossen mir durch den Kopf. Ich saß auf dem Beifahrersitz des kleinen, mausgrauen VW-Golf meiner Mutter, der mich zu dem Robot-Technik Wettbewerb bringen sollte. Meine Mutter lächelte mir von der Fahrerseite aus entgegen. Meine Aufregung und Angst mussten sich in meinem Gesicht gespiegelt haben. „Du schaffst es Malina.“, sagte meine Mutter und nahm meine Hand, die sich auf dem Oberschenkel verkrampft hatte.<br />
Kurze Zeit später lenkte sie den Wagen auf einen großen Parkplatz, auf dem schon viele protzige, aber auch ältere Modelle von Autos standen. Von plötzlicher Erregung und Vorfreude erfasst, sprang ich aus dem Auto und atmete eine frische Priese kühle Luft ein. Meine Mutter öffnete den Kofferraum und nahm einen kleinen Legoroboter heraus, meinen Roboter. Der, mit dem ich in wenigen Stunden gegen meine Konkurrenten antreten würde, die höchst wahrscheinlich ausschließlich Jungen sein würden. Ich war es gewohnt wegen meiner technischen Fähigkeiten unterschätzt und manchmal sogar verspottet zu werden, doch jetzt war der Moment gekommen, an dem ich mich beweisen würde.</p>
<p>In der Halle angelangt, musste ich mich in eine aushängende Liste der Teilnehmer eintragen und wurde anschließend in einen großen Raum mit vielen Tischen, Stühlen und Kabeln geführt, wo ich meinen Roboter an die Lichtverhältnisse und andere Schwierigkeiten anpassen sollte. Gehorsam setzte ich mich auf meinen Stuhl, zog meinen Laptop aus der Tasche und machte mich ans Werk. Hinter mir hörte ich leise Stimmen: „Michael schau mal, der letzte Platz ist grad gekommen, ein Mädchen!“, doch es scherte mich nicht.<br />
Nach etwa 30 Minuten Vorbereitungszeit war es endlich soweit. Wir mussten unsere Roboter auf ein Feld stellen, wo die kleinen Legofahrzeuge bis zum Start warten mussten, damit keiner der Teilnehmer schummeln konnte. Die Aufgabe bestand darin, einer vorgezeichneten M-förmigen Linie nach zu fahren, am Start einen grünen Legostein aufzusammeln und ihn in einen ebenfalls grünen, auf den Boden gezeichneten Kasten zu transportieren. Man hatte zwei Versuche direkt hintereinander. Dann wurde ausgewertet und am Schluss der Sieger des Wettbewerbs verkündet. Die ersten drei Plätze würden eine 2-wöchige Reise nach „Rio de Janeiro“ gewinnen und dort kostenlos viele Sehenswürdigkeiten anschauen. In der alphabetischen Reihenfolge wurden die Namen der Teilnehmer aufgerufen, die auf die Bühne kommen sollten, um ihren vorbereiteten Roboter auf der am Boden gezeichneten Bahn fahren zu lassen. Von den beiden Fahrten wurde allerdings nur die Bessere gewertet.<br />
Plötzlich ertönte mein Name durch das Mikrofon des Moderators, der diesen Wettbewerb leitete: „Malina Beck!“ Vorsichtig stand ich auf, nahm meinen Roboter von seinem Platz und stellte ihn auf das Startfeld. Die Zeit wurde von einem jungen Helfer, vielleicht Mitte 20, heruntergezählt: „3,2,1 und LOS!“ Schnell drückte ich auf den Start-Knopf meines Roboters, der sich in Bewegung setzte und die Linie entlangfuhr. Aber Moment, wo ist der Stein?! Er hat ihn nicht eingesammelt. „Nein!“ entfuhr es mir leise, doch ich erntete dafür nur einen spöttischen Blick des Moderators. Hinter mir hörte ich leise Stimmen flüstern: „Das war doch sowas von klar, dass sie es nicht schafft. Die ist doch schließlich ein Mädchen.“ Tränen schossen mir in die Augen, doch ich kämpfte gegen sie an. Ich würde keine Schwäche zeigen! Im Stillen wiederholte ich immer wieder mein Mantra: „Du musst es schaffen, du musst dich beweisen!“ Langsam öffnete ich wieder die Augen und zwang mich mit aller Willenskraft, die ich aufbringen konnte, den restlichen Weg meines Roboters mit den Augen zu verfolgen. Er fuhr die Strecke sauber ab, aber der Stein…! „Und aus!“ Der Helfer drückte auf seine Stoppuhr, um die Laufzeit zu beenden und rief dann erneut: „Zweiter Versuch!“ Schnell nahm ich das kleine Legogefährt in die Hand und stellte ihn erneut auf den Start. „3,2,1 und Los!“ Mein Roboter setzte sich in Bewegung, da! Er hatte den Stein eingesammelt! Mein Mund verzog sich zu einem Grinsen, jetzt musste er nur noch den Rest der Strecke schaffen…</p>
<p>Jetzt war es endlich so weit, die Sieger wurden verkündet. Seit 1,5 Stunden hatte ich auf diesen Moment hin gefiebert, während die anderen Teilnehmer an der Reihe waren. Hatte meine Leistung gereicht? Nur eines konnte ich mit Sicherheit sagen, beim zweiten Durchgang hatte alles hervorragend funktioniert, keine Fehler, gar nichts…<br />
Trommelwirbel, die durch die Lautsprecher zu hören waren, rissen mich ruckartig aus meinen Gedanken. Vielleicht etwas zu ruckartig, denn ich hatte mich so erschreckt, dass ich meinem Sitznachbarn, einen Jungen in meinem Alter, und bestimmt 2,5 Köpfe größer als ich, meinen Ellenbogen in die Seite gerammt hatte und der mich jetzt böse und spöttisch anstarrte. Starr heftete ich meinen Blick wieder auf die Bühne, wo ein Mann gerade die ersten drei Plätze von einer sehr langen Teilnehmerliste verlas. „Und den dritten Platz belegt Johannes Schröder, herzlichen Glückwunsch!“ Der Junge kam vor und stellte sich neben ihn. „Der zweiter Platz ist Simon Nissel!“ Meine Hoffnung auf einen der obersten Ränge schwand und ich ließ den Kopf hängen. Denn Erste war ich bestimmt nicht. „Und der glückliche erste Platz ist…!“, der Moderator runzelte die Stirn, guckte verblüfft auf seine Liste und meinte dann schließlich: „Moment, das muss ein Fehler sein.“ Der junge Mann mit der Stoppuhr trat neben ihn und die beiden Jungen mit der hohen Wertung, warf einen Blick auf die Liste und meinte dann: „Nein, da ist alles in Ordnung, das ist der erste Platz!“, und deutete mit seinem Finger auf einen Namen, der auf der Liste stand. „Nun gut, die Siegerin dieses Wettbewerbs ist Malina Beck!“ Blitzschnell blickte ich auf. Mein Name…, das ist mein Name! Mein Herz schlug mir bis zum Hals und ich spürte, wie sich mir ein Lächeln ins Gesicht stahl, während ich mich auf den Weg zur Bühne machte.</p>
<p>Ich habe es allen gezeigt, die geglaubt haben, Mädchen können so etwas nicht, die behauptet haben Technik ist nur was für Männer, denn das ist es nicht! Ich habe bewiesen, dass Mädchen das genauso gut können wie Jungs!</p>
<p><em>Der Schreibwettbewerb wurde gefördert durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.</em></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier findet ihr den ersten Beitrag aus dem Wettbewerb, &#8222;<a href="https://www.meintestgelaende.de/2020/05/ein-ganz-normaler-abend/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Ein ganz normaler Abend</strong></a>&#8220; von Anna.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mehrwert</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/03/mehrwert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hollies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2020 07:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Stereotyp]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12097</guid>

					<description><![CDATA[Wow! Leah Leaf aus der Redaktionsgruppe Hollies hat ein ziemlich krasses Gedicht geschrieben. Wir freuen uns, dass wir es veröffentlichen dürfen! Es geht um Wert, um Mehrwert und mehr wert, darum, dass man sich fragt, ob man gut genug, ob man genug ist und wer das überhaupt festlegen darf. Viel Spaß beim Lesen! Ich richte]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wow! Leah Leaf aus der Redaktionsgruppe Hollies hat ein ziemlich krasses Gedicht geschrieben. Wir freuen uns, dass wir es veröffentlichen dürfen! Es geht um Wert, um Mehrwert und mehr wert, darum, dass man sich fragt, ob man gut genug, ob man genug ist und wer das überhaupt festlegen darf. Viel Spaß beim Lesen!</strong></p>
<p><span id="more-12097"></span></p>
<p>Ich richte dieses Gedicht an dich<br />
Ich seh dich nicht, und doch bist du da<br />
Irgendwie immer,<br />
Ich spür dich doch, Jeden Tag Gesellschaft<br />
Ich hab dir was zu sagen, doch ich weiß du hörst mich nicht<br />
Deshalb bleib am Ende doch nur ich<br />
Ich steh vorm Spiegel<br />
Und richte dieses Gedicht dann eben halt<br />
An &#8230;</p>
<p>Wie findest du mich?<br />
Nett? Schlau? Gut?<br />
Dumm? Nervig? Schlecht?<br />
Oder einfach nur netter als, schlauer als, besser als?<br />
Dümmer als, Nerviger als, Schlechter als?<br />
Welchen Wert hab ich?<br />
Bin ich Mehr Wert?<br />
Irgendwo höher auf ner eindimensionalen Skala<br />
Bin ich für dich einfach normaler?<br />
Nicht mal besser als normal, nein,<br />
Hauptsache nicht abweichend<br />
Du findest mich nicht gut sondern ausreichend<br />
Jeder näheren Frage elegant ausweichend<br />
Ausweitende Diskriminierung nicht direkt sondern schleichend</p>
<p>Ich spüre deinen Hass, dafür hass ich dich!<br />
Schrei ich in den Spiegel, und sehe doch nur<br />
Mich</p>
<p>Wie ich so da stehe und mir selber so ähnlich sehe<br />
Du, ich, wir sind doch&#8230;gleich<br />
Gleich wert<br />
Ja wir sind Teil der Gesellschaft, doch wir sind nicht allein,<br />
Die es Leid sind, mehr oder weniger Wert zu sein,<br />
Die nichts Anderes wollen als sich von dem Druck zu befreien.<br />
Wie viele von uns wohl grad ihr Spiegelbild anschrei’n<br />
Und fragen</p>
<p>Bin ich nicht gut?<br />
Bin ich nicht gut genug?<br />
Bin ich weniger wert?</p>
<p>Wie oft haben wir uns auf die Waage gestellt<br />
Wie selten haben wir das infrage gestellt<br />
Wie selten wurden schiefe Normvorstellungen gerade gestellt</p>
<p>Nur damit sich hier diese Frage gleich klärt<br />
Und wieder etwas Klarheit einkehrt<br />
Ich sag es ganz klar, es ist kein Scherz</p>
<p>Es gibt nur einen Wert<br />
Wir sind gleich wert</p>
<p>Wir wollen und werden nie ein Wert für den Markt sein<br />
Dennoch sollten wir gewarnt sein<br />
Dass uns manche doch so sehn<br />
Lasst uns widerstehn!<br />
Lasst uns rausgehen und denen erzähln:</p>
<p>Wir sind alle gleich!<br />
Ob arm oder reich<br />
Ob schwarz oder weiß<br />
Ob unsere Erscheinung für irgendeinen Maßstab reicht<br />
Egal in welchem Lebensbereich</p>
<p>Keine von uns ist mehr wert<br />
Alle zusammen sind wir Mehrwert<br />
Nicht trotz<br />
Sondern gerade wegen der Unterschiede<br />
Gemeinsam sind wir mehr wert, und unser Mehrwert liegt in diesen Unterschieden<br />
Unser Mehrwert liegt im Gleichwert</p>
<p>Mehr Wert? Gleich Wert!</p>
<p>Ich richte dieses Gedicht an dich<br />
Du, die du dich angesprochen fühlst<br />
Das bist du nämlich!<br />
Und ich weiß, dass du mich hörst<br />
Stolz und selbstbewusst schau ich meinem Spiegelbild nun gerade in die Augen<br />
Auf einer Augenhöhe, gleichwertig<br />
So sehe ich auch<br />
Dich</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr von den Hollies findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/hollies/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>unter diesem Link</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Empathie: Mitgefühl vs. Druck, mitzufühlen </title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/03/empathie-mitgefuehl-vs-druck-mitzufuehlen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tom]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2020 07:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12085</guid>

					<description><![CDATA[&#8222;Mit dem Wort Empathie verbinden wir 2020 große Hoffnung. Hoffnung auf ein Ende der Diskriminierung gegen Teile unserer Gesellschaft und eine Stärkung der Demokratie. Ich habe mich in diesem Text mit den Schattenseiten eines Wortes befasst, das wir in der heutigen Zeit sehr inflationär in unserem Sprachgebrauch verwenden.&#8220;, schreibt Tom über seinen heutigen Text. Wir]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Mit dem Wort Empathie verbinden wir 2020 große Hoffnung. Hoffnung auf ein Ende der Diskriminierung gegen Teile unserer Gesellschaft und eine Stärkung der Demokratie. Ich habe mich in diesem Text mit den Schattenseiten eines Wortes befasst, das wir in der heutigen Zeit sehr inflationär in unserem Sprachgebrauch verwenden.&#8220;, schreibt Tom über seinen heutigen Text. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen dieses spannenden Beitrags!</strong></p>
<p><span id="more-12085"></span></p>
<p>„Der öffentliche Raum in unserer Gesellschaft wird zunehmend rationalisiert, wohingegen der private emotionaler wird“, sagte mein Freund Anfang Januar bei einem Sparziergang durch Berlin Neukölln. Er wiederholt dabei Thesen seiner Vorlesung.</p>
<p>Ich denke an Emotionalität, Kuscheln und an Empathie. Letzterem Wort begegne ich zurzeit fast täglich im Alltag. Für mich ist Empathie der Oberbegriff für Mitgefühl, Teilhabe und Verständnis. Laut Google Definition bezeichnet es die Bereitschaft und Fähigkeit, sich in die Einstellungen anderer Menschen einzufühlen. Gleichzeitig komme ich damit so oft in Berührung, dass ich mich mittlerweile frage, ob dieser Begriff wirklich derart oft notwendig ist. Sei es im Job, in der Werbung oder auf Instagram.</p>
<p>Es wirkt für mich, als ob Empathie auch ein Verkaufsargument ist. Konsum ist mitnichten ein reines Erwerben von Dingen. Konsum ist ein Erlebnis, erwähnte mein Dozent damals während meiner Ausbildung im Handel. Attention, Interest, Desire, Action. Ein Prinzip aus der Wirtschaft, anwendbar auf viele Bereiche des Lebens. Und wie kreiere ich dieses Erlebnis, diese Wohlfühlatmosphäre? &#8211; Mit Verständnis, Teilhabe und Mitgefühl. Oder warum haben dieses Jahr Großkonzerne wie Nike und CocaCola ihre Produkte und Werbeplakate mit einem Regenbogenlook versehen? Zwar auch um Kunden, also KäuferInnen zu zeigen, dass Sie LGBTIQ-friendly sind, dennoch haben sich diese Konzerne nicht auf die Fahne geschrieben, als Organisationen eine Minderheit in der Gesellschaft zu vertreten. Sie sind da um Gewinne zu machen. Gewinne mit einer Generation, die verstanden werden will. Kids, wie auch mich, die nicht mehr einkaufen, weil Sie etwas brauchen, sondern mit ihren Klamotten, Lebensmitteln und Transportmitteln eine politische Botschaft senden wollen. Vielleicht wollen wir irgendwann auch unserem Konsum zeigen, dass wir empathisch sind und Mitgefühl zeigen. Oder tun wir das nicht schon längst?</p>
<p>Ist also Empathie das, was eine Gesellschaft jetzt braucht? „Mit Empathie verbinden die meisten Menschen große Hoffnung. Wenn wir nur mehr Empathie hätten, dann würde es der Menschheit besser gehen“, sagt Fritz Breithaupt von der Indiana Universität in Bloomington, USA in dem DLF- Artikel „Die dunkle Seite der Empathie“ und zitiert dabei Barack Obama. Gleichzeitig spricht der Professor für Germanistik, Komparatistik und Kognitionswissenschaften über Empathie als Brandbeschleuniger für Konflikte. Allein die Fähigkeit mitzufühlen und moralisch zu handeln macht uns nicht zu besseren Menschen, wenn wir eine abweichende Vorstellung von Moral und Idealen haben. Plump gesagt: Auch Nazis zeigen Mitgefühl für andere Nazis. Von Emotionen gesteuertes Handeln ist also per se nicht das Stärken der Gemeinschaft, sondern kann in heterogenen Gemeinschaften auch zu einer Verhärtung der einzelnen Parteien beisteuern. Im Zeitalter des Individualismus, so Breithaupts Vorschlag, fehlt der Empathie ja vielleicht ein „Wir“, das weit über das Individuum und auch die eigene Gruppenzugehörigkeit hinausgeht. Dennoch sind Handlungen aus dem Herzen heraus für mich eine lebenswichtige Komponente. Glaube aber auch, dass es Fehlentwicklungen dieser Handlungen gibt und gegeben hat. Gerade wenn Eigeninteresse vor globalem Interesse steht. Als Individuum mit diesem Dilemma umzugehen, fordert. Es fordert aber auch, sich die Auswirkungen des Handelns anderer vor Augen zu halten, sie empathisch aufzunehmen und zu hinterfragen.</p>
<p>„Zu viel Empathie kann Stress auslösen und zum Burn-out führen“, sagt Grit Hein, Professorin der Translationalen und Sozialen Neurowissenschaften in einem Interview von Deutschlandfunk. Gerade dann, wenn man nicht in der Lage ist zu helfen, spüren empathische Menschen den Druck der Machtlosigkeit.</p>
<p>Ich persönlich musste lange lernen mit diesem Druck umzugehen, meistere ihn aber scheitere dennoch damit bis heute. Empathie ist für mich wichtig und steht in meinem Leben weit über monetären und materiellen Dingen. Dennoch raubt sie mir in einigen Situationen weitaus mehr Energie, als ich aufbringen kann. Erst recht, wenn ich Verständnis zeigen soll für die Bedürfnisse anderer, die sich vehement weigern demokratische Werte zu leben und Teile unserer Gesellschaft ausgrenzen. (Mein) Mitgefühl hat Grenzen.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Auch schon <a href="https://www.meintestgelaende.de/2019/12/sozialisierte-maennlichkeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>dieser Text von Tom</strong></a> hat sich unter anderem mit Empathie befasst &#8211; schaut doch nochmal rein!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Where it all began (Part 1)</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/02/where-it-all-began-part-1/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2020/02/where-it-all-began-part-1/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sven Schwarz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Feb 2020 09:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12040</guid>

					<description><![CDATA[Wir freuen uns, in diesem Monat noch einen weiteren neuen Autor auf meinTestgelände begrüßen zu können &#8211; ab jetzt schreibt hier für euch auch Sven Schwarz 🎉 In seinem Text geht es um Identität, um Unsicherheiten, um die Frage danach, wann und vor wem man was von sich preisgibt. Oder preisgeben muss? Wann kennt man jemanden tatsächlich?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns, in diesem Monat noch einen weiteren neuen Autor auf meinTestgelände begrüßen zu können &#8211; ab jetzt schreibt hier für euch auch Sven Schwarz 🎉 In seinem Text geht es um Identität, um Unsicherheiten, um die Frage danach, wann und vor wem man was von sich preisgibt. Oder preisgeben muss? Wann kennt man jemanden tatsächlich? Kennt man sich überhaupt selbst?</strong></p>
<p><span id="more-12040"></span><br />
Zu denken, dass einen niemanden kennt, fühlt sich so an, als würde man die ganze Welt belügen. Niemand weiß, wer ich wirklich bin. Keiner kann es wissen.<br />
Wäre man nun nicht mehr da, hätte mich niemand gekannt.</p>
<p>Ein falsches Phantombild, welches jeder von einem hat. Wie hält es stand? Wie lange kann ich der sein, der ich vorgebe zu sein?<br />
Es fühlt sich an, als würden die ganzen Freunde die man pflegt, die eigene Familie einen nicht kennen.<br />
Wer bin ich nun wirklich? Muss ich jedem erzählen, wer ich wirklich bin? Muss ich mich dafür entschuldigen?</p>
<p>Niemand kennt die Wahrheit, die selbst ich zuerst nicht kannte.<br />
Kann man damit leben, ohne es nie einem zu erzählen?<br />
Man lebt mit einem Menschen in sich, der raus will, der sich nicht verstecken muss.</p>
<p>Aber vor was verstecken?</p>
<p>Man kennt Leute, die wissen wer sie sind, und alle anderen wissen es auch. Geht es denen besser als mir?<br />
Warum konnten Die diesen einen Schritt wagen, und ich nicht?<br />
Bin ich, wenn ich es offenbart habe, noch der Gleiche, oder jemand völlig anderes? Geht es mir danach besser?</p>
<p>In mir ist etwas, was nicht länger versteckt bleiben will. Wie ein unschuldiger Mensch, der sein halbes Leben im Keller eingesperrt ist. Warum eingesperrt? Wer sperrt ihn ein?<br />
Ich selbst!<br />
Wissen es schon alle, oder besser ahnt es Jeder, und ich muss es gar nicht erzählen?<br />
Bin ich der Einzige, der es noch nicht weiß?</p>
<p>Solche Gedanken, die man täglich<br />
pflegt, verschwinden die, wenn es alle wissen?</p>
<p>Ich schließe die Augen, mit dem Vorhaben, schon bald alles zu ändern!<br />
Mit einem guten Gefühl? Ich weiß es nicht.<br />
Das Gefühl lässt sich nur schwer beschreiben und ist kaum einzuordnen. Ein Gemisch aus Angst, Nervosität, Erleichterung und ab und zu, wenn auch noch zu wenig, Freude.<br />
Zeigt mir der kleine Anteil an Freude, dass ich das Richtige tue?<br />
Was ist richtig und was ist falsch?<br />
Falsch ist definitiv, dass mich niemand kennt und jeder meint, mich zu kennen.</p>
<p>Seit wann dieser andere, neue und &#8222;richtige&#8220; Mensch da ist, kann ich nicht sagen. Seit wann ich mich selbst damit abgefunden habe, kann ich auch nicht sagen. Er ist da. Ich muss ihn akzeptieren. Das mache ich.</p>
<p>Warum schreibe ich diese Zeilen?<br />
Um meine Gedanken selbst verstehen zu können?<br />
Um mich selbst kennen und respektieren zu lernen?<br />
Um zu wissen, was ich wirklich denke?<br />
Um mir selbst zu helfen?<br />
Es ist wahrscheinlich alles. Alles vermischt in einem großen Topf.</p>
<p>Niemand kann einem dabei helfen. Niemand wird einem die Last abnehmen, die auf einem sitzt.<br />
Man ist selbst dafür verantwortlich, was man aus seinem Leben macht.<br />
Bin ich irgendwann der, der anderen hilft oder bleibe ich immer der, den niemand kennt.<br />
Das liegt einzig und allein an mir.</p>
<p>Ich möchte mich nicht mehr verstellen und vorgeben, jemand anderes zu sein.<br />
Eine Art von Schauspiel, wenn ich mit anderen rede. Vorgefertigte Antworten und auswendig gelernte Floskeln schmücken jede Kommunikation.</p>
<p>Es passiert schon fast automatisch. Natürlich finde ich Frauen heiß. Natürlich habe ich unzählige Ex-Freundinnen.<br />
Auf die Frage, warum ich schon länger in keiner Beziehung verweile, ist meine Antwort immer gleich und so glaubwürdig, dass ich sie schon selbst fast glauben möchte.<br />
Es ist schon fast absurd, dass ich ohne mit der Wimper zu zucken, vermeintliche Freunde anlüge, wobei ich lügen eigentlich hasse.<br />
Ich liebe die Ehrlichkeit. Wie paradox!<br />
Ein Leben, was von Paradoxien geprägt ist.<br />
Man begräbt die alte, unwahre Persönlichkeit und begrüßt das eigentliche, wahre Ich.<br />
Wenn es mir dabei gut, warum mache ich mir dann Gedanken, was andere denken?<br />
Sollte mich das interessieren?<br />
Vielleicht weil man auf einen Schlag merkt, wer durch das Sieb rasselt oder wer auf der Oberfläche bleibt und &#8222;mich&#8220; nun nicht mehr kennt.<br />
Angst davor, Menschen auf einmal kennen zu lernen, die dich dann aber nicht mehr kennen möchten.</p>
<p>Alles das sind Gedanken, die an einem normalen Tag durch mich kreisen.<br />
Ich werde schon nervös, mit einem Kleinteil von Unwohlsein, wenn ich nur diese Gedanken zu Wort bringe.<br />
Ich muss mich dem stellen und hinter mir lassen, was ich nicht bin.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mit <a href="https://www.meintestgelaende.de/2019/11/alex/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Identität und Begehren</strong></a> hat sich kürzlich auch unsere Autorin Lina auseinandergesetzt.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.meintestgelaende.de/2020/02/where-it-all-began-part-1/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Marlon: Lea</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/10/marlon-lea/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Oct 2019 07:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Liebe_n Sticky]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[gelände2019]]></category>
		<category><![CDATA[Mobbing]]></category>
		<category><![CDATA[Rap]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=11838</guid>

					<description><![CDATA[*Triggerwarnung: Rassismus, Mobbing, Suizid.* &#8222;Das alles hört erst dann auf, wenn ich nicht mehr bin&#8220; &#8211; Heute präsentieren wir euch einen Song von Marlon, der während des #gelände2019 entstanden ist. Lea, das ist nicht bloß ein Titel. Das ist der Name einer Freundin von Marlon und einigen anderen Teilnehmer*innen beim #gelände, die sich kurz zuvor]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>*Triggerwarnung: Rassismus, Mobbing, Suizid.*</strong></p>
<p><strong>&#8222;Das alles hört erst dann auf, wenn ich nicht mehr bin&#8220; &#8211; Heute präsentieren wir euch einen Song von Marlon, der während des #gelände2019 entstanden ist. Lea, das ist nicht bloß ein Titel. Das ist der Name einer Freundin von Marlon und einigen anderen Teilnehmer*innen beim #gelände, die sich kurz zuvor aufgrund von rassistischem Mobbing in der Schule das Leben genommen hat. In diesem Song verarbeitet Marlon seinen Schmerz und erinnert an Lea.</strong></p>
<p><span id="more-11838"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Wenn du nicht mehr weiter weißt und/oder Hilfe suchst, kannst du dich unter der <a href="https://www.nummergegenkummer.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Nummer gegen Kummer</strong></a>, 116 111, kostenlos und anonym beraten lassen. Du bist nicht allein! &lt;3</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Geschlechterrollen: Scheißthema</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/06/geschlechterrollen-scheissthema-2/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2019/06/geschlechterrollen-scheissthema-2/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jun 2019 07:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=11512</guid>

					<description><![CDATA[Dennis von den Story-Tellern hat sich mit dem großen Thema Geschlechterrollen befasst &#8211; und herausgekommen ist folgender Text. Wir wollen gar nicht zu viel vorwegnehmen. Lest einfach selbst: Geschlechterrollen: Scheißthema, weil es mir nah geht. Mach ich das, was ich fühle, so werd ich ausgegrenzt, wenn es nicht konform ist. Wer entscheidet, was das Richtige]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dennis von den Story-Tellern hat sich mit dem großen Thema Geschlechterrollen befasst &#8211; und herausgekommen ist folgender Text. Wir wollen gar nicht zu viel vorwegnehmen. Lest einfach selbst:</strong></p>
<p><span id="more-11512"></span></p>
<p><em>Geschlechterrollen:</em> Scheißthema, weil es mir nah geht.<br />
Mach ich das, was ich fühle, so werd ich ausgegrenzt, wenn es nicht konform ist.<br />
Wer entscheidet, was das Richtige ist?<br />
Kann ich nicht so sein, wie ich bin, geht es mir scheiße.<br />
Ausgrenzung ist Scheiße, Mitmachen ist scheiße.<br />
Männlich ist gewalttätig, aktiv, Führer, intelligent, planerisch, strukturiert, böse. / Weiblich ist lieb, nett, zärtlich, zerbrechlich, dumm, passiv. / Stärke und Selbstbewußtsein als Schutz gegen Gelächter und Diskriminierung.<br />
Geschlechterrollen werden aufgezwungen von Eltern, Verwandten, Schule, Lehrer, Gesellschaft, Freunden und Feinden.<br />
Was ist der Sinn von Geschlechterrollen? Wie weit bin ich darin gefangen? Wer bin ich? Geschlechterrollen ist irgendwas zwischen dürfen im Gegensatz zu wollen.<br />
Wo ist mein Platz? Wo gehör ich hin?<br />
Geschlechterrollen: Ich will dagegen kämpfen. Ist das sinnvoll?<br />
Wünsche zu Geschlechterrollen: ausprobieren, ausleben, nicht festlegen.<br />
Geschlechterrollen: ich schütze mich, indem ich nach Außen anders bin als Innen.<br />
Tradition vs. Wir-sind-die-neue-Generation<br />
Geschlechterrollen: bisher wenig Erfolge, noch viele Wünsche.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr von den Story-Tellern findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/story-teller/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.meintestgelaende.de/2019/06/geschlechterrollen-scheissthema-2/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Brauchen wir den CSD eigentlich noch?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/09/csd/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophia]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Sep 2018 07:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=10891</guid>

					<description><![CDATA[Über den Sommer hat in vielen Städten weltweit der Christopher Street Day stattgefunden. Überall wurde friedlich gefeiert, viele Menschen waren für Gleichberechtigung und Stärkung der Rechte von queeren Menschen auf der Straße. Unsere Autorin hat sich auf dem CSD in Berlin umgehört, wozu es den CSD in der heutigen Zeit, wo zum Beispiel die Ehe]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Über den Sommer hat in vielen Städten weltweit der Christopher Street Day stattgefunden. Überall wurde friedlich gefeiert, viele Menschen waren für Gleichberechtigung und Stärkung der Rechte von queeren Menschen auf der Straße. Unsere Autorin hat sich auf dem CSD in Berlin umgehört, wozu es den CSD in der heutigen Zeit, wo zum Beispiel die <em>Ehe für alle</em> endlich beschlossen wurde, noch braucht.  </strong><span id="more-10891"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier gibt es einen weiteren Text von Sophia zum Thema „<a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/04/vorurteile-gegenueber-bisexualitaet/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Vorurteile gegenüber Bisexualität</strong></a>“.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und hier einen von Mare, in dem sie beschreibt, <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/07/remembering-orlando-was-mir-die-regenbogenflagge-bedeutet/" target="_blank" rel="noopener"><strong>was ihr die Regenbogenflagge bedeutet</strong></a>.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ehrlich sein: Mein Suizidversuch und die Zeit in der Psychiatrie</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/06/ehrlich-sein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophia]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2018 07:00:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=10711</guid>

					<description><![CDATA[Öffentlich über die schweren Zeiten des Lebens zu sprechen ist mehr als mutig. Auf sehr ehrliche und intensive Weise erzählt Sophia in diesem Video von ihrem Suizidversuch und ihrer Zeit in der Psychiatrie. Mehr dazu: Auf ihrem YouTube-Kanal findet ihr weitere Videos von Sophia. Und hier findet ihr einen Text von Mare zum Thema Depressionen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Öffentlich über die schweren Zeiten des Lebens zu sprechen ist mehr als mutig. Auf sehr ehrliche und intensive Weise erzählt Sophia in diesem Video von ihrem Suizidversuch und ihrer Zeit in der Psychiatrie.</strong></p>
<p><span id="more-10711"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Auf ihrem <a href="https://www.youtube.com/channel/UCIrsqXbtU5nJq0PnJlda-DA" target="_blank" rel="noopener"><strong>YouTube-Kanal</strong></a> findet ihr weitere Videos von Sophia.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und hier findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/11/depressionen/" target="_blank" rel="noopener"><strong>einen Text von Mare</strong></a> zum Thema Depressionen.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Vorurteilsfalle</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/04/die-vorurteilsfalle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[LizzyNet]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Apr 2018 07:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Klischees]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=10527</guid>

					<description><![CDATA[Warum darf ein dicker Mensch eigentlich nicht sportlich und ein dünner Mensch kein Couch-Potato sein? Warum denken viele Menschen bei dicken Menschen eigentlich so schnell an Fast Food und bei Dünnen an Sport und Salat? Vermutlich weil sie Vorurteile haben. Mit diesen möchte Lea von LizzyNet in ihrem Text aufräumen. Woran denkt ihr, wenn ihr]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Warum darf ein dicker Mensch eigentlich nicht sportlich und ein dünner Mensch kein Couch-Potato sein? Warum denken viele Menschen bei dicken Menschen eigentlich so schnell an Fast Food und bei Dünnen an Sport und Salat? Vermutlich weil sie Vorurteile haben. Mit diesen möchte Lea von LizzyNet in ihrem Text aufräumen.</strong></p>
<p><span id="more-10527"></span></p>
<p>Woran denkt ihr, wenn ihr einen dicken Menschen seht? An Pommes bei McDonald’s und einen doppelten Frappuccino bei Starbucks? Woran denkt ihr, wenn ihr einen sehr schlanken Menschen seht? An akkurat abgewogene Mahlzeiten und Zwangsernährung wegen Magersucht? Woher wisst ihr, dass ihr damit auch richtig liegt?<em><br />
</em>Unsere Klischees und Vorurteile begleiten unseren gesamten Alltag, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr. Natürlich arbeiten die meisten von uns an unseren Klischees und viele unserer Vorurteile lassen sich auch ausräumen, egal ob durch Fakten oder Erfahrungen.</p>
<p>Wie ist es jedoch mit Vorurteilen, die wir weniger bewusst wahrnehmen, die wir beinahe als objektiven Fakt akzeptieren, als ein „Das kann doch gar nicht anders sein“? Wie sollen wir versuchen, solche Vorurteile auszumerzen, wenn wir uns ihrer gar nicht wirklich bewusst sind? Da sich so gut wie niemand mit diesen Themen befasst, habe ich beschlossen, einen kurzen Artikel zu schreiben, der auf das Problem aufmerksam machen soll.</p>
<p>Fast jeder denkt doch bei übergewichtigen Menschen an zügelloses Essen oder bei sehr, sehr schlanken Menschen an bekannte Essstörungen wie Magersucht oder Bulimie. Dass Betroffene unter solchen Klischees leiden, bekommt man als bloßer Betrachter, als vorbeieilender Passant kaum mit. Ganz unabhängig davon, ob das Gewicht zu hoch oder zu niedrig ist, bemerken Betroffene die Blicke und meistens kennen sie schon alle möglichen Kommentare von Menschen, die keine Ahnung über den Hintergrund der Betroffenen haben.</p>
<p>Wenn wir einen Menschen im Rollstuhl anstarren oder jemanden, der etwa an einer Hautkrankheit leidet, dann ist uns das viel eher bewusst als wenn wir Menschen wegen ihres Gewichtes anstarren. Dass aber manche, wohlgemerkt nicht alle, für ihr Gewicht nicht so viel können, geht uns nicht durch den Kopf. Ich bin selbst nicht ganz schlank und kenne diesbezüglich schon alle Bemerkungen. Dass ich dumm bin, nur, weil ich keine Modelmaße habe, dass ich extrem unsportlich sein muss und faul noch obendrein, alles habe ich schonmal gehört. Stammgast bei Fast-Food-Ketten bin ich natürlich auch, wenn es nach der Meinung anderer geht. Die Meinung der anderen, derjenigen, die mich nicht kennen und sich unmöglich eine Meinung bilden konnten, die auf etwas anderem als Vorurteilen und Klischees beruht.</p>
<p>Natürlich gibt es viele Menschen, die keinen Sport treiben, nur Ungesundes essen und weniger Selbstkontrolle haben, umgekehrt solche, die so viel Sport treiben und so wenig essen, dass ihr Leben ernsthaft in Gefahr gerät. Das muss aber nicht zwingend so sein. Vor allem im Sport fällt auf, dass das Gewicht einer Person nicht zwingend auf den bekannten Klischees beruhen muss. Eine Boxerin oder eine Kugelstoßerin müssen etwa mehr wiegen, sind aber trotzdem sehr sportlich, trainiert und diszipliniert. Genau umgekehrt ist es etwa bei Turnerinnen, die sehr schlank sein müssen aber dennoch nicht gleich magersüchtig sind.</p>
<p>Ich selbst mache regelmäßig Sport, trainiere gerade für den 10 Kilometer-Lauf, ernähre mich ausgewogen, esse Salat zu den Mahlzeiten und statt normalem Brot Vollkornprodukte. Ich fahre auch gerne mal mit dem Fahrrad, statt mit dem Bus und schaffe es, den ganzen Abend neben meinem Bruder zu sitzen, der Chips ohne Ende futtert, und mir keinen zu nehmen. Etwas übergewichtig bin ich trotzdem.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>In diesem Text hat sich Sophia mit <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/04/vorurteile-gegenueber-bisexualitaet/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Vorurteilen gegenüber Bisexualität</strong></a> beschäftigt.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Auch in diesem Text muss sich der Autor mit <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/10/11-september/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Vorurteilen gegenüber seiner Person</strong></a> auseinandersetzen.</span></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>100% Mensch</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/04/100-mensch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sunrise Writers]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Apr 2018 07:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=10510</guid>

					<description><![CDATA[Eigentlich könnte ja alles so einfach sein. Wir sind alle Menschen und damit alle gleich. Doch immer wieder werden wir bewertet, über beliebige Merkmale definiert und in Schubladen sortiert. Warum?, fragt sich Lee-Blaike von den Sunrise Writers. Es ist doch egal wo man herkommt, wie man aussieht, was für ein Geschlecht man hat oder wen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eigentlich könnte ja alles so einfach sein. Wir sind alle Menschen und damit alle gleich. Doch immer wieder werden wir bewertet, über beliebige Merkmale definiert und in Schubladen sortiert. Warum?, fragt sich Lee-Blaike von den Sunrise Writers.</strong><span id="more-10510"></span></p>
<p>Es ist doch egal wo man herkommt, wie man aussieht, was für ein Geschlecht man hat oder wen man liebt.<br />
Das alles sollte doch nicht entscheiden wie wir behandelt werden. Jeder Mensch ist gleich. Jeder atmet. Jeder sollte leben können wie er* oder sie* es will. Niemand sollte deswegen benachteiligt werden.<br />
Warum verstehen das so viele Leute nicht?<br />
Warum können wir, du und ich, nicht wir selbst sein?<br />
Was verändert uns so, wenn wir jetzt nicht blond sind, blaue Augen und Modelmaße haben?<br />
Wann kommt endlich der Tag, an dem jeder so akzeptiert wird, wie er* oder sie* ist? Warum ist Akzeptanz so schwer? Warum sehen so viele Menschen nicht klar?<br />
Tut das etwa weh?<br />
Wieso müssen wir so lange auf einen Wandel in dieser Gesellschaft warten? Warum kann diese Abneigung und Kategorisierung – dieses verdammte Schubladendenken nicht endlich enden?<br />
Warum?<br />
Warum kann man nicht einfach lieben und akzeptieren?<br />
Es könnte doch so einfach sein.<br />
Manche reden von Normalität.<br />
Normal sein; pah, was ist schon normal?<br />
Warum kann man nicht so sein wie man will; wie man sich akzeptiert?<br />
Warum?<br />
Diese ganzen Fragen belasten.<br />
Der Umgang zwischen manchen Menschen untereinander ist unmenschlich!<br />
Diese Ablehnung tut weh. Sie schneidet ein. Worte schneiden ein. Sie hinterlassen Narben. Sie machen traurig, verbittert und kalt. Sie verletzen.<br />
Warum lässt die Gesellschaft die Menschen nicht so sein, wie sie sind und wie sie sein wollen?<br />
Wo ist die Liebe und Akzeptanz?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/10/eigentlich-muesste-ich/" target="_blank" rel="noopener"><strong>In diesem Clip vom #gelände17</strong></a> dreht sich ebenfalls alles darum, welchen Erwartungen wir gerecht werden sollen.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und hier kommt ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/sunrise-writers/" target="_blank" rel="noopener"><strong>zum Profil von den Sunrise Writers</strong></a>, da findet ihr weitere tolle Texte.</span></li>
<li style="list-style-type: none;"></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Szenenwechsel/Letzte Nachricht</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/03/szenenwechsel-letzte-nachricht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Veronika Rieger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Mar 2018 07:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=10466</guid>

					<description><![CDATA[Zum Ende der Woche haben wir noch einen wunderbaren Poetry Slam-Text für euch. Veronika Rieger spricht darin über Menschen, die an sich zweifeln und die ihr Leben so nicht weiter führen wollen&#8230; Mehr dazu: Hier gibt es nochmal den Poetry Slam-Text von Sven Hensel. Und hier gibt es einen Text von Mare &#8211; darüber, wie sie]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zum Ende der Woche haben wir noch einen wunderbaren Poetry Slam-Text für euch. Veronika Rieger spricht darin über Menschen, die an sich zweifeln und die ihr Leben so nicht weiter führen wollen&#8230;</strong></p>
<p><span id="more-10466"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier gibt es nochmal <a href="https://www.youtube.com/watch?v=E2W64-c3qpY&amp;t=100s" target="_blank" rel="noopener"><strong>den Poetry Slam-Text</strong></a> von Sven Hensel.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/11/ich-geschlecht/" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier gibt es einen Text von Mare</strong></a> &#8211; darüber, wie sie sich von Klischees und Stereotypen befreit hat.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fertig</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/11/fertig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anonymus]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Nov 2017 07:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geflüchtete]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=10134</guid>

					<description><![CDATA[Unser Autor ist vor einigen Jahren nach Deutschland geflüchtet und hat viele erniedrigende Situationen erlebt. Er ist modebegeistert und geht gerne shoppen, wenn das Budget es zulässt – ein Ereignis im Klamottenladen lässt ihn reflektieren, wer eigentlich vom System Gutschein statt Bargeld profitiert und was das mit der Menschenwürde macht. “Fertig !?!?” Wie Geld von]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unser Autor ist vor einigen Jahren nach Deutschland geflüchtet und hat viele erniedrigende Situationen erlebt. Er ist modebegeistert und geht gerne shoppen, wenn das Budget es zulässt – ein Ereignis im Klamottenladen lässt ihn reflektieren, wer eigentlich vom System Gutschein statt Bargeld profitiert und was das mit der Menschenwürde macht.</strong></p>
<p><span id="more-10134"></span></p>
<p class="p1">“Fertig !?!?”</p>
<p class="p1">Wie Geld von der Stadt direkt zum Maklergeldbeutel geht!</p>
<p class="p3">Heute beim Einkaufen im H&amp;M: vor mir stand ein junger Mann aus Afrika und die Frau hinter der Kasse fragte “fertig !?!?”, er nahm seine neu gekaufte Kleidung und ging raus.</p>
<p class="p3">Ich lachte, weil er Papiere untergeschrieben hat und bezahlt und seinen Ausweis gezeigt und … und … das war ein langer Kaufprozess! Und dann ich habe<span class="Apple-converted-space">  </span>zu der Kauffrau gesagt: muss man für´s Einkaufen hier seinen Ausweis zeigen? Das war als Witz gemeint. Sie lachte und sagte nein warum?</p>
<p class="p3">Weißt du? Viele Leute, die Migrationhintergrund haben, kennen diese Gutscheine für Essen und Kleidung. Sie haben keine Arbeitserlaubnis oder Erlaubnis<span class="Apple-converted-space">  </span>für Schule und … und sie kriegen von der Stadt kein Geld sondern Gutscheine. Wenn sie für Reisen oder andere Sachen Geld brauchen, müssen sie ihre Essens- und Kleidungsgutscheine, die sie von der Stadt bekommen haben, schwarz zum Makler verkaufen und der Makler kriegt 20% von dem Gutschein und gibt Geld!</p>
<p class="p3">Wenn Flüchtling zu sein ein Tabu in Deutschland ist, dann warum müssen Flüchtlinge statt Geld Gutschein bekommen? Sie wissen doch, beim Einkaufen alle schämen sich etwas mit diese scheiß Gutschein kaufen, Ausweis zeigen und ein langer Prozess und und und … Sie verkaufen diese Gutscheine zu Maklern und Makler benutzen das für “schöne” Arbeit in Deutschland beispielsweise Drogen verkaufen! Es gibt eine wichtige Regel in unserer Welt, die alle verrückt macht, Zinsen auf Zinsen bekommen. Wenn ein Makler, der schwarz arbeitet und Geld verdient, danach versucht, Zinsen zu bekommen, wie bekommt er Zinsen? Die kriegt er von dem Geld, das er von Gutscheinen bekommt! Er verkauft Drogen, weil das der beste Weg für Schwarzgeld verdienen ist und der beste Weg zum Zinsen auf Schwarzzinsen bekommen ist!</p>
<p class="p3">Weißt du? In jeder Ecke in der Welt, wo Politiker sind, die da versuchen, Menschen wie Flüchtlinge nicht zu respektieren, beginnt eine Korruption in der Gesellschaft und manche Politiker machen ihre Leben für sie sehr schwer !</p>
<p class="p3">Dann bitte liebe Stadt oder Gemeinde in jeder Stadt oder Flüchtlingsheim: bitte</p>
<p class="p3">geben Sie ihnen Geld und keinen Gutschein! Mit Gutscheinen wird Tasche der Makler voll und nicht die der Flüchtlinge!</p>
<p class="p4"><span class="Apple-converted-space">  </span></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Um Anerkennung und Menschenwürde geht es auch im Text „<a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/03/fuer-die-welt/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Für die Welt</strong></a>“ von Birgit Hohnen von den Story-Tellern.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und auch Aimen von den Heroes <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/02/migrationsvordergrund-interview-mit-aimen/" target="_blank" rel="noopener"><strong>weiß darüber zu berichten</strong></a>, wie es sich anfühlt, wenn du ausgegrenzt wirst und nichts dagegen tun kannst.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ich trau mich</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/08/ich-trau-mich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FaulenzA]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Aug 2017 07:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Rap]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=9345</guid>

					<description><![CDATA[Rap vermag es, die Dinge sehr präzise zu beschreiben. Und FaulenzA vermag es mit Rap, gute Musik mit guter Message zu machen. In dem Song „Ich trau mich“ rappt sie über die Kälte und Gewalt, die sie erlebt hat, doch mit dem letztem bisschen Kraft nimmt sie ihr Leben in die Hände. Mehr dazu: Mehr]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rap vermag es, die Dinge sehr präzise zu beschreiben. Und FaulenzA vermag es mit Rap, gute Musik mit guter Message zu machen. In dem Song „Ich trau mich“ rappt sie über die Kälte und Gewalt, die sie erlebt hat, doch mit dem letztem bisschen Kraft nimmt sie ihr Leben in die Hände.</strong></p>
<p><span id="more-9345"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Mehr Infos zu FaulenzA findet ihr<a href="http://faulenza.blogsport.de/" target="_blank" rel="noopener"><strong> hier</strong></a>.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/03/schoenheitsideale/" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier</strong></a> gibt&#8217;s einen weiteren Track von ihr.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Aufstehen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/07/aufstehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Was geht Almanya]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jul 2017 07:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Mobbing]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=9250</guid>

					<description><![CDATA[Aufzustehen, die Stimme zu erheben, sich zu wehren &#8211; das ist in Fällen von Mobbing und Diskriminierung überhaupt nicht einfach. Marlon von Was geht Almanya?! schreibt, wie er das geschafft hat. Dabei ist der erste Schritt oftmals, sich selbst anzuerkennen und zu akzeptieren. Es war irgendwann im August, und die Schule fing wieder an. Normalerweise]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong> Aufzustehen, die Stimme zu erheben, sich zu wehren &#8211; das ist in Fällen von Mobbing und Diskriminierung überhaupt nicht einfach.</strong><span id="more-9250"></span></p>
<p><strong>Marlon von <em>Was geht Almanya?!</em> schreibt, wie er das geschafft hat. Dabei ist der erste Schritt oftmals, sich selbst anzuerkennen und zu akzeptieren.</strong></p>
<p>Es war irgendwann im August, und die Schule fing wieder an. Normalerweise wäre ich an einem solchen Tag eher traurig gewesen, aber dieses Mal hatte ich einen Grund, mich über den Schulbeginn zu freuen. Denn der heutige Tag war der erste Tag in der neuen Schule und für mich gleichzeitig ein lang ersehnter Neubeginn. Ein Neustart, bei dem alles besser laufen sollte. Ich ging also in das Schulgebäude, stieg eine Treppe hoch und dann weiter Richtung Sekretariat, um dort nachzufragen, in welchen Raum ich müsste. Die Sekretärin gab mir eine Auskunft, und ich setzte meinen Weg Richtung Ausgangstür fort. Aber kaum hatte ich das Sekretariat verlassen, bekam ich einen riesigen Schock, und mein Herz blieb für eine Augenblick stehen. Auf dem Flur waren zwei „Kraft-Proleten“. Zwei riesige Klötze, bei denen man gleich merkte, dass sie sich eher durch ihre Muskel- als durch ihre Hirnmasse definieren. Und es waren nicht nur irgendwelche Kraftprotze, sondern genau die, die mir meine gesamte Zeit in meiner alten Schule zur Hölle gemacht hatten. Warum mussten gerade diese Gorillas (Fettes Sorry an jeden Gorilla dieser Welt) unbedingt hierhin wechseln? Kaum hatten sie mich gesehen, ging es schon wieder von vorne los. Die gleichen Beleidigungen und die gleichen Schikanen, die ich in all den Jahren ertragen musste. Am Ende schubsten sie mich zu Boden und sagten mir mit einem hämischen Grinsen, sie freuten sich schon auf mehr. Als sie weg waren, stand ich auf und schüttelte mir den Staub von den Klamotten. Ich hatte mir so gewünscht, ich hätte ihnen die Meinung gegeigt, aber ich hatte zu viel Angst davor und war einfach wie gelähmt. Meine Gefühlsebene schwankte zwischen Scham, Wut und Hass auf mich selbst. Als ich meinen Weg fortsetzen wollte, kam in dem Augenblick ein Junge zu mir, der alles mitbekommen hatte. Er erzählte mir, dass ich mich nicht wegen so etwas runterkriegen lassen solle und dass er auch Ähnliches durchgemacht habe. Seit seinem Coming Out hatte er viel durchgemacht. Er musste Vieles ertragen und hatte viel einstecken müssen. Doch irgendwann hat er sich gedacht: &#8222;Ich mache das nicht mehr mit. Ich bin nun mal so wie ich bin, und wenn es ihnen nicht passt, dann haben sie halt Pech gehabt&#8220;. Seitdem er so dachte und zu sich selbst stehen konnte, war es ihm egal, was andere von ihm dachten oder über ihn sagten, verlief sein Leben in eine positive Bahn. Immer mehr Leute haben angefangen, ihn zu akzeptieren, und wenn sie es nicht taten, war es ihm einfach egal. Seine Offenheit und Ehrlichkeit haben mich sehr beeindruckt. Das hat mich sehr nachdenklich gestimmt und mir den Mut gegeben, endlich den Mund aufzumachen und mir nichts mehr gefallen zu lassen. Vielleicht bin ich anders als viele andere. Aber anders sein ist cool. Und ich bin einmalig. Die beiden Jungs lassen mich mittlerweile endlich zufrieden und sagen keinen Ton mehr über mich. Ich habe gelernt, an mich zu glauben und mehr Selbstvertrauen zu haben und mich nicht mehr von Typen wie denen runterziehen zu lassen. Ich bin so wie ich bin. Und das ist auch gut so.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/author/almanya/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Hier</strong></a> findet ihr weitere Beiträge der Redaktionsgruppe &#8222;Was geht Almanya?!&#8220;.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/05/ein-anruf-der-ihr-leben-veraenderte/" target="_blank" rel="noopener"><strong>an dieser Stelle</strong></a> könnt ihr einen Text zu Mobbing im Internet lesen.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Anruf, der ihr Leben veränderte</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/05/ein-anruf-der-ihr-leben-veraenderte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilith]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 May 2017 07:00:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Cybermobbing]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Mobbing]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=8964</guid>

					<description><![CDATA[Mila postet selten auf Facebook, private Bilder sind überhaupt nicht auf ihrem Profil zu finden. Doch dann wird ihr Account gehackt und verbreitet bearbeitete Fotos von ihr. Als ihre Mutter ihr davon am Telefon berichtet, ist ihr klar, dass sich ihr Leben verändert&#8230; Das Telefon klingelte, während Mila gerade dabei war, die aktuelle Version ihres]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mila postet selten auf Facebook, private Bilder sind überhaupt nicht auf ihrem Profil zu finden. Doch dann wird ihr Account gehackt und verbreitet bearbeitete Fotos von ihr. Als ihre Mutter ihr davon am Telefon berichtet, ist ihr klar, dass sich ihr Leben verändert&#8230;</strong></p>
<p><span id="more-8964"></span></p>
<p>Das Telefon klingelte, während Mila gerade dabei war, die aktuelle Version ihres Praktikumberichts zum gefühlt zwanzigsten Mal zu überarbeiten – es war wirklich nicht sonderlich nett gewesen, diese Ausarbeitung über die Ferien aufzugeben – aber gut. Jetzt quälte sie sich eben zum hoffentlich letzten Mal durch die allerfeinsten Korrekturen in Sprache und Format ihres zwanzigseitigen Textes.</p>
<p>Das Klingeln ertönte erneut. Wer rief denn jetzt an!? An einem Dienstagvormittag!? Wenn keine Ferien waren, war zu dieser Zeit doch nie jemand zu Hause – das sollten selbst die Werbefuzzies wissen, die sie und insbesondere ihre Mutter ununterbrochen belästigten – und die Mila immer wieder abwimmeln musste. Sie hasste es, diesen Angestellten, die in ihrem pseudofreundlichen Ton und mit ihrer überaus korrekten Wortwahl pausenlos auf sie einredeten, tausend Mal erklären zu müssen, dass momentan niemand anderes als sie zu Hause sei und sie auch ganz sicher sowohl keinen neuen Handstaubsauger oder Türabtreter als auch keine „ultramoderne“ gestreifte Porzellankatze kaufen wolle, bevor sich diese endlich geschlagen gaben und ein erzwungenes „Tschüss! Dann bis zum nächsten Mal!“ herausbrachten.</p>
<p>Gerade jetzt war sie jedoch besonders sauer auf das Klingeln, da das nervige Geräusch sie nun vollkommen aus dem Konzept brachte. Trotzdem machte sie sich schließlich auf die Suche nach dem Telefon &#8211; man konnte schließlich nie wissen, ob vielleicht doch auch einmal jemand anderes als nur Firmenvertreter anriefen.</p>
<p>Also rannte sie die zwei Stockwerke nach oben, von woher sie die Tonfolge vernommen hatte, und nachdem sie es schließlich geschafft hatte, auf die grüne Taste zu drücken, kurz bevor der Anrufbeantworter ansprang, rief sie atemlos „Wibekind, Mila; Hallo!?“ in den Hörer.</p>
<p>Mila erkannte sofort, dass es ihre Mutter war, die am anderen Ende der Leitung sprach. Sie kannte keine andere Person, die so laut in ihren Handylautsprecher sprach, wie diese Frau, sodass man bei Telefonaten mit ihr das eigene Telefon mindestens zwei Meter von seinem Ohr entfernt halten musste, um keine irreversiblen Schäden davon zu tragen. Ihre Rechtfertigung: man muss ja schließlich so laut rufen, dass die Worte beim Gesprächspartner ankämen. Naja – wenn man es eben immer noch nicht realisieren kann, wie fortgeschritten die Technik inzwischen ist, muss man sich damit abfinden. Auch dieses Mal dröhnte Mila wieder ein „Hallo!“ entgegen, noch bevor sie fertiggesprochen hatte. Daher war an diesem Telefonat zumindest zu Beginn nichts anders als an jedem anderen – und Mila hatte nicht die geringste Chance zu ahnen, was dieser kurze Anruf für sie noch alles bedeuten würde.</p>
<p>„Hi Schatz! Schau mal bitte auf deiner Facebook-Seite!! Da passiert gerade etwas vollkommen Seltsames. Es geht irgendso eine Nachricht herum mit einem total seltsamen Text. Warte! Ich lese ihn dir kurz einmal vor:</p>
<p><img /></p>
<p>Und dann ist da noch ein Link. Irgendwie postet das dein Facebook-Account gerade auf die Seiten von all deinen Freunden!“</p>
<p>Mila war ein beliebtes Mädchen. Sportlich, schlau, hilfsbereit, selbstbewusst und ganz besonders dickköpfig. Sie war fast überall beteiligt, plante zahlreiche Aktionen, die auf Missstände in der Welt aufmerksam machen sollten – und hatte viele Freunde. Ihre facebook-Liste zählte über 500 – dabei ist anzumerken, dass sie nie jemanden annahm, den sie nicht persönlich kannte, auch niemanden, den sie zwar kannte, bei dem sie aber nicht wusste, was sie jemals mit ihm über facebook kommunizieren sollte. Sie nutzte diese Plattform meistens nur dazu, um auf dem Laufenden zu bleiben, oder andere auf dem Laufenden zu halten. Verwendete sie, um auf Aktionen hinzuweisen, Anhänger und Unterstützer zu gewinnen und Termine und Treffpunkte bekannt zu geben.</p>
<p>Nach einem eigenen Bild von ihr selbst konnte man auf ihrer Seite vergeblich suchen. Stattdessen hatte sie eine Petunie – ihre Lieblingsblüte &#8211; als Profilbild, ihr Hintergrund war eine Fotografie aus dem letzten Urlaub, auf dem man nichts sah als Palmen und Meer bis zum Horizont.</p>
<p>Sie hatte nie viel über sich in ihrem virtuellen Profil bekannt gegeben, hatte weder bestätigt, welche Schule sie besuchte, noch ihr wirkliches Geburtsdatum eingetragen. Den „Like“- Button verwendete sie ausschließlich für Aktionen, die von ihrem Gymnasium oder ihren Freunden ins Leben gerufen worden waren und den Beziehungsstatus hatte sie einfach durchgehend auf „Single“ gestellt – was zwar auch stimmte, aber auch wenn sie einmal einen Freund haben würde, sah sie keinen Sinn darin, dies sofort der gesamten Facebook-Welt bekannt zu geben.</p>
<p>Es gab viele Jungs, die auf sie gestanden hatten. Mila war groß für ihr Alter, schlank und sportlich &#8211; und ihre dunklen Augen strahlten etwas Geheimnisvolles aus – sie glänzten. Ihre langen schwarzen Haare trug sie meist offen, sodass sie in großzügigen Wellen über ihre Schultern flossen. Nur im Sommer band sie diese zu einem Pferdeschwanz zusammen, wenn es ihr zu heiß wurde und ihre Haare drohten, an ihrem T-Shirt festzukleben.</p>
<p>Sie hatte nie auf Anfragen der Jungs reagiert, rückte ihre Handynummer nur sehr sparsam heraus – sie wollte keinen Freund. Hatte einfach keine Zeit dazu und war sich jetzt schon sicher, dass er sich spätestens einen Monat nach dem ersten Kuss darüber beklagen würde, dass sie bisher immer noch kein einziges Mal mit ihm ins Kino, Schwimmbad, oder ähnliches gegangen war und sie bisher vielleicht gerade einmal zwanzig Sätze persönlich und drei Nachrichten per Handy ausgetauscht hatten – nein! Ein Junge passte in ihren Zeitplan wirklich überhaupt nicht rein – aber diese Einstellung machte sie für viele Jungen nur noch interessanter.</p>
<p>&#8212;-                              &#8212;-</p>
<p>Am 21.06.2017 traf ein dunkelhaariges Mädchen bei der Polizei ein. Es war hübsch, ihre langen schwarzen Haare fielen in großzügigen Wellen über ihre Schultern, ihre Augen zogen mit ihrem tiefen Braunton den Blick von Tim an, der ihren Fall übernehmen sollte. Doch irgendetwas trog an dem Schein dieses hübschen, jungen Mädchens. Erst auf den zweiten Blick bemerkte er, wie stark ihre Fingernägel abgekaut waren, wie abgemagert ihr gesamter Körper wirkte und wie traurig und verzweifelt ihn die eigentlich so schönen Augen anstarrten. Unterlegt von einem tiefen Schatten der Augenringe, die von schlaflosen Nächten zeugten und umrahmt von einem roten eiförmigen Abdruck, der ahnen ließ, wie oft sie in ihrem Leben schon geweint haben musste. Ihre gesamte Körperhaltung wirkte ängstlich, seltsam in sich geschlossen &#8211; einsam.</p>
<p>Als er sie bat, ihm doch bitte zu erzählen, worin ihr Anliegen bestünde, wollte sie sich gar nicht erst setzen. Als sie es letztendlich doch tat, schaute sie sich unruhig um. Ihr Blick schnellte von seiner Ausgangsposition in der Mitte immer wieder ruckartig nach rechts oder links, wenn sie meinte, etwas gehört oder einen fremden Blick im Nacken gespürt zu haben. Ihre Augen immer wachsam und ängstlich. Wurde sie verfolgt!?</p>
<p>Als sie zu erzählen begann, war ihre Stimme so leise, dass sich Tim ein wenig nach vorne über den Tisch beugen musste, um sie zu verstehen. Ihre Stimme war nicht nur leise, sondern auch zittrig, immer wieder stockte sie mitten im Wort und das Mädchen schien andauernd den Faden ihres Berichtes zu verlieren. Tim schaffte es nur einzelne Wortfetzen zu verstehen: Hacker, facebook, Nacktfotos, die nicht ihre waren, PhotoShop, Anti-Gruppe, schon wieder facebook, Neid, Angst, Drohbriefe, Freunde, Feinde, Kommentare, Bilder… . Mehr konnte er nicht entschlüsseln, bevor das Mädchen in Tränen ausbrach.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier lest ihr, wie schnell aus <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/11/die-vierte-stunde/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Cybermobbing Übergriffe</strong></a> in der Schule werden.</li>
<li>Tipps wie ihr euch gegen Cyberübergriffe wehren könnt findet ihr <a href="https://www.lizzynet.de/wws/behaupte-dich-gegen-mobbing-tag.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>bei LizzyNet</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warum muss ich alleine kämpfen?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/05/warum-muss-ich-alleine-kaempfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Martian Mars]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 May 2017 06:30:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Geflüchtete]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=7988</guid>

					<description><![CDATA[Martian Mars ist im Krieg aufgewachsen. Im Krieg mit seiner Familie, mit Lehrer*innen, mit der Gesellschaft. Aber er will weiter kämpfen, kämpfen für das Gute, für die Rechte von allen Lebewesen.  Für mich als Ausländer ist es sehr schwierig in Deutschland ein Ziel zu erreichen, obwohl ich viele tolle große Projekte in der Welt machen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Martian Mars ist im Krieg aufgewachsen. Im Krieg mit seiner Familie, mit Lehrer*innen, mit der Gesellschaft. Aber er will weiter kämpfen, kämpfen für das Gute, für die Rechte von allen Lebewesen. </strong><span id="more-8607"></span></p>
<p>Für mich als Ausländer ist es sehr schwierig in Deutschland ein Ziel zu erreichen, obwohl ich viele tolle große Projekte in der Welt machen will!</p>
<p>Ich will immer für Menschen- und Frauenrechte kämpfen, deswegen bin ich ein Idiot! Ja schade, ich bin ein Ausländer , viele sind in meiner Lebengeschichte gegen mich: das Politiksystem, Menschen, die reich aufgewachsen sind, die Gesellschaft und … und nur eine ist bei meiner Seite !</p>
<p>Als ich Kind war, dachte ich immer, ich heirate mal ein Mädchen mit goldenen Haaren, (ich liebe Rapunzel!) aber wer konnte wissen, dass goldene Mädchen so kaltherzig gegen mich sind! Wenn ich zu einem deutschen Mädchen gucke, brauche ich eine dicke Haut mit meinen braunen Haaren!</p>
<p>ich werde nie ein deutsches Mädchen oder ein Mädchen aus England heiraten, weil mein deutsch und englisch nicht gut sind und deutsche und englische Mädchen und sind sehr egoistisch! Warum? Wenn ich beim Gespräch einen kleinen Fehler in ihrer Muttersprache mache, dann sie nennen mich ein sehr fremder Mensch, ja ich bin doch ein Idiot, wie ich schon sagte! Richtig sprechen gehört zu Leuten, die immer zur Schule gegangen sind und nicht zu mir, der ich im Krieg aufgewachsen bin!</p>
<p>Ja, ich bin in einem großen Krieg aufgewachsen, in einem sehr, sehr riesig großen Krieg:</p>
<p>Krieg mit meinen Eltern, weil ich zu ihnen sagen wollte: ich bin erwachsen und verstehe!</p>
<p>Krieg mit Leuten, die zu mir “kleiner Ausländer” gesagt haben! Aber ich war und bin groß!</p>
<p>Krieg mit meine_m Lehrer/in, die zu mir im Unterricht “behinderter Ausländer” gesagt haben!</p>
<p>Krieg mit der Gesellschaft, die zu mir “unbenutzbares Lebewesen” gesagt haben!</p>
<p>Krieg mit der ganzen Welt!</p>
<p>Ja das ist Krieg gegen die ganze Welt!</p>
<p>Aber während ich für meine Seite kämpfe, kämpfe ich auch besonders für Frauenrechte, Kinderrechte, Tierrechte und alle Lebewesen auch.</p>
<p>Weil ich (Martian) Marsianer bin und denke ich auch manchmal ein Idiot bin, aber das ist nicht richtig!</p>
<p>Jedes Lebewesen, das für Leben, egal welches Leben, kämpft, ist wahnsinnig schön und unglaublich genießbar!</p>
<p>Das ist gut!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier ein Interview mit einer jungen Frau zu den <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/02/flucht-zum-neuanfang/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Gründen ihrer Flucht</strong></a>.</li>
<li> Ein Video von Tomasz <strong><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/06/fluchtursachen-ueber-die-maennlichen-fluechtlinge/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">über Fluchtursachen und „die“ männlichen Geflüchteten</a></strong>.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Freiheit &#038; Freundschaft</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/04/freiheit-freundschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anonymus]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Apr 2017 07:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Geflüchtete]]></category>
		<category><![CDATA[Heimat]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=7913</guid>

					<description><![CDATA[Die Gruppe aus (deutsch-türkischen) Schüler*innen der Gesamtschule Emschertal und jungen Geflüchteten* die im &#8218;Melting Pot&#8216; (ZoF e.V.) leben, hat sich mit den Themen Freiheit und Freundschaft (und Flucht) beschäftigt und daraus ist dieser Film entstanden. Mehr dazu: Hier berichten Geflüchtete über die Gründe ihre Heimat zu verlassen. Und was bedeutet eigentlich Freundschaft?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><span class="s1">Die Gruppe aus (deutsch-türkischen) Schüler*innen der Gesamtschule Emschertal und jungen Geflüchteten* die im &#8218;Melting Pot&#8216; (ZoF e.V.) leben, hat sich mit den Themen Freiheit und Freundschaft (und Flucht) beschäftigt und daraus ist dieser Film entstanden.</span></p>
<p><span id="more-7913"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/02/flucht-zum-neuanfang/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Hier</strong></a> berichten Geflüchtete über die Gründe ihre Heimat zu verlassen.</li>
<li>Und was bedeutet eigentlich <strong><a href="https://www.meintestgelaende.de/2014/07/freundschaft-ist/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Freundschaft</a></strong>?</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Für die Welt</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/03/fuer-die-welt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Mar 2017 07:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[beHindernisse]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=7885</guid>

					<description><![CDATA[„Du bist eine Behinderte“, das kriegt Birgit Hohnen (Story teller) immer wieder zu hören. Sie wird bespuckt und beschimpft &#8211; und sie ist wütend! Jeder Mensch ist einzigartig und hat das Recht auf Anerkennung, so wie er*sie ist. Lasst uns zusammen mutig sein und uns für eine Welt einsetzen, in der das möglich ist! Diskriminierung:]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Du bist eine Behinderte“, das kriegt Birgit Hohnen (Story teller) immer wieder zu hören. Sie wird bespuckt und beschimpft &#8211; und sie ist wütend! Jeder Mensch ist einzigartig und hat das Recht auf Anerkennung, so wie er*sie ist. Lasst uns zusammen mutig sein und uns für eine Welt einsetzen, in der das möglich ist!</strong></p>
<p><span id="more-7885"></span></p>
<p>Diskriminierung: Was bedeutet das? Das hat doch was mit krimininell zu tun. Das mag ich nicht. Da mache ich nicht mit. Diskriminierung ist Belästigung. Wenn jemand schlecht über dich redet, wenn jemand z.B. sagt: Du bist doof. Dann fühle ich mich diskriminiert. Ich möchte da auch gar nicht mehr Beispiele bringen; ich möchte das nicht wiederholen; ich finde das widerlich. Na, auch wenn jemand mich anspuckt. Wenn mich jetzt eine Person auf der Straße anspuckt oder anspricht: Du bist eine Behinderte. Du bist behindert, du kannst nicht laufen. Und ich sage: &#8222;Ich kann laufen; aber nicht so gut.&#8220; Wieso können die Leute sich nicht mal entschuldigen für ihre Ausraster! Ich bin nicht umsonst im Wohnheim. Ich habe mir das nicht ausgesucht. Diese ganze Diskriminierung will ich nicht. Ich bin wirklich wütend auf die diskriminierenden Menschen. Ich kann nicht zu einem Menschen sagen: Du bist ein behinderter Blödmann. Das ist einfach ein Schimpfwort. Guck dir mal die Menschen an. Jeder ist anders. Das ist normal.</p>
<p>Zum Beispiel die Obdachlosen; die haben keine Wohnung; die müssen darunter leiden. Die müssen sich Essen ausm Mülleimer holen; die haben auch keinen Kühlschrank. Überall gibt es Menschen, die sich nicht selber helfen können. Es gibt in den Nachrichten immer etwas, das man nicht versteht. Menschen muss geholfen werden. Menschen brauchen Unterstützung. Wenn es keine Unterstützung gibt, gibt es kein Leben. Es gibt nur Leben, wenn es Unterstützung gibt. Bei aller Liebe. Wir haben da auch die ganzen Flüchtlingsleute, denen geht es schlecht. Denen muss geholfen werden. Ich würde den Menschen helfen, denen es schlechter geht. Alles was ich an Kraft und Mut habe, möchte ich denen geben.</p>
<p>Wir meistern das zusammen. Wir arbeiten im Team. Wir sagen: Hey, wir müssen stark sein. Wir müssen kämpfen für Menschen, die das brauchen. Da braucht man Mut zu. Und man muss Mut weitergeben. Man muss sich gegenseitig ansprechen. Es geht um eure Meinungen. Wir leben mit der Welt und arbeiten für die Welt. Wir setzen uns für die Welt ein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Mehr dazu: </b></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/04/kurzfilm-different/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>&#8222;Different&#8220; &#8211; ein zweiminütiger Kurzfilm</strong></a>, der zeigt, wie hart Ausgrenzung sein kann&#8230;</li>
<li>&#8222;<a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/03/go-back-to-your-country/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Go back to your country</strong></a>&#8220; &#8211; ein Text unseres Autor*innenkollektivs Anonymus.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wem gehört deine Schönheit?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/02/wem-gehoert-deine-schoenheit/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2017/02/wem-gehoert-deine-schoenheit/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anonymus]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Feb 2017 08:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Geflüchtete]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Stereotyp]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=7734</guid>

					<description><![CDATA[Dieser Text unserer Redaktionsgruppe Anonymus beschreibt das Spannungsfeld zwischen pauschalen Zuschreibungen an &#8218;arabisch aussehende&#8216; junge Männer und der Lebensrealität eines jungen Mannes, der keinerlei körperliche Erfahrungen mit Mädchen hat &#8211; weshalb ihn die nonverbalen Zeichen und die Ablehnung besonders schwer treffen. Ich war mit dem Zug unterwegs zu einem Projekt. Ein Mädchen saß schon vor mir]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dieser Text unserer Redaktionsgruppe Anonymus beschreibt das Spannungsfeld zwischen pauschalen Zuschreibungen an &#8218;arabisch aussehende&#8216; junge Männer und der Lebensrealität eines jungen Mannes, der keinerlei körperliche Erfahrungen mit Mädchen hat &#8211; weshalb ihn die nonverbalen Zeichen und die Ablehnung besonders schwer treffen.</strong></p>
<p><span id="more-8593"></span></p>
<p>Ich war mit dem Zug unterwegs zu einem Projekt. Ein Mädchen saß schon vor mir im Zug und daneben mein Kollege. Sie haben über unsere Arbeit diskutiert. Dann, in einem Augenblick, habe ich gesehen, dass sie ihren Rock auf ihrem Bein heruntergezogen hat, so dass ich nicht so viel von ihrem Bein zu sehen bekam. Ich habe zu meinem Kollegen gesagt: ich gehe zu einem anderen Platz und setze mich dorthin!</p>
<p>Mein Kollege hat über unsere Arbeit mit ihr ein bisschen gesprochen und diskutiert!</p>
<p>Endlich erreichen wir Bremen, alle sind ausgestiegen und mein Kollege ging mit dem Mädchen. Ich habe gefragt: ist sie mit uns in dem Projekt? Er hat ja gesagt.</p>
<p>Einen Bus und dann eine Straßenbahn später waren wir in einer schönen Straße, auf beiden Seiten Kunst und Galerien und farbige Gemälde und alles war schön. Wir erreichten eine Galerie, es gab ein Interview in einem Café und dann zeigte ein Künstler seine Kunstwerke.</p>
<p>Das Mädchen war ohne Mantel und hatte kein Problem damit und war zufrieden mit ihrem kurzen Rock in der Galerie. Ich habe mir gedacht, dieses Mädchen hat sich mit ihrem kurzen Rock geschämt, als ich vor ihr im Zug gesessen habe und jetzt ist sie ganz fröhlich in einer warmen Atmosphäre mit dem Künstler!</p>
<p>Schade! Ihre Schönheit gehört nur dem Künstler und nur ihr Schämen gehört zu mir, ich habe mit selber gesagt. Ich wollte nichts von ihr, aber was habe ich jetzt bekommen? Ein schlimmes Signal ohne dass ich ein Signal schicke!</p>
<p>Glaub mir, bis heute ich weiß nicht was das ganz genau ist! Ich meine Sex! Keine Erfahrung!</p>
<p>Ich habe noch kein Mädchen geküsst, keine Mädchen berührt.</p>
<p>In meiner Kultur Leute treffen nicht einfach zueinander!</p>
<p>Ich will nicht so zu Mädchen gucken und sie damit schädigen. Mein Leben und ich leben mit einem sehr großen Selbstbewusstsein und Verantwortlichkeit und ich will nicht mit irgendjemand sprechen, die das nicht will.</p>
<p>Ich weiß nicht, ich gebe dir im nächsten Text einen Vorschlag, vielleicht unsere Schönheit hilft uns! Oder wem gehört deine Schönheit! Ich gebe allen später einen Vorschlag – einen guten Vorschlag!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Beim Redaktionstreffen der HeRoes und queerblick wurde über Antirassismus und Anti-Homofeindlichkeit gesprochen. <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/10/heroes-meet-queerblick-part-1/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Hier</strong></a> gibt&#8217;s einen Einblick.</li>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/06/schwarzkopf/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>&#8222;Schwarzkopf&#8220;</strong></a>, ein Text über die Erfahrungen als männlicher Geflüchteter.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.meintestgelaende.de/2017/02/wem-gehoert-deine-schoenheit/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die vierte Stunde</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/11/die-vierte-stunde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[LizzyNet]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Nov 2016 08:00:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Benachteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Cybermobbing]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=7581</guid>

					<description><![CDATA[Wie schnell aus Cybermobbing Übergriffigkeiten und verbale Attacken in der Schule werden können, zeigt Anna bei #netzheldin mit dieser guten Story. Veronicas Lippen waren ganz besonders glänzend und erst die Farbe. Wo hatte sie nur diesen Lipgloss her. Ich versuchte mich wieder auf den ausgeklügelten Mist, der aus diesem perfekt gestylten Lippen tropfte, zu konzentrieren.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie schnell aus Cybermobbing Übergriffigkeiten und verbale Attacken in der Schule werden können, zeigt Anna bei #netzheldin mit dieser guten Story. </strong><span id="more-7581"></span></p>
<p>Veronicas Lippen waren ganz besonders glänzend und erst die Farbe. Wo hatte sie nur diesen Lipgloss her. Ich versuchte mich wieder auf den ausgeklügelten Mist, der aus diesem perfekt gestylten Lippen tropfte, zu konzentrieren. Wen hatte diese Terrorschlampe nun für ihren feigen Machenschaften auserkoren?<br />
&#8222;Ich wüsste zu gern wer diese supergirl43 ist? Ich würde ihr zu gern den Hals umdrehen. Sie hat den letzten Shitstorm auf die Streber-Lisa total ruiniert. Betti wir hätten dich echt gebraucht.&#8220;, sagte sie, als ob sie über Germanys Next Topmodel reden würde.<br />
Ich verzog mein Gesicht zu einer bedauernden Maske und erwiderte: &#8222;Ja, ich hätte dich so gerne unterstützt, aber meine nervige Mutter erlaubt mir nicht ohne Aufsicht im Netz zu surfen. Sie ist ja so eine paranoide Kuh.&#8220;<br />
Meine Mutter ist eigentlich ganz in Ordnung. Sie hat mir erst einen neuen Rechner besorgt. Ich liebte dieses Stück, aber ich war zu feige um Veronica ins Gesicht zu sagen, dass ich bei ihrem Cybermobbing nicht mitmachen werde.<br />
&#8222;Egal&#8220;, setzte Veronica fort. Mein Einwurf hatte sie nicht interessiert. Sie wusste nun, dass ich ihr noch zuhörte. Das reichte.<br />
&#8222;Lisa hat einen neuen grottenhässlichen Pullover. Wir sollten ihr heute Abend wirklich die Hölle heiß machen. Habt ihr gesehen wie sie sich bei Herrn Schubert eingeschleimt hat? Diese dreiste Streberin hat es so verdient.&#8220;<br />
Jenny und Daniela pflichteten ihr bei. Ich nickte, zu ängstlich meine echte Meinung zu sagen.<br />
Veronica, du bist eine Schlange, eine schlechte Freundin und mit dem Rock siehst du aus wie eine Nutte.<br />
Ein Glück konnte ich mich während des Unterrichts abkapseln. Ich wusste, was Veronica vorhatte. Mehr wollte ich eigentlich nicht von ihr.<br />
Mit Karikaturen meines Lehrers Herr Nase konnte ich mich vom gehässigen Getuschel hinter Lisas Rücken drücken. Jenny, neben mir, kicherte über die übertrieben groß gezeichneten Nasenhaare. Auch wenn mir die Galle hochstand, hatte ich zu viel Angst vor ihrem Zorn in der Schule.<br />
Ich freute mich schon auf das letzte Läuten, nach dem ich mich in mein Netz zuhause verziehen konnte.</p>
<p>Ich schleuderte meinen Rucksack in eine Ecke und fuhr meinen Schatz hoch. Das Summen der Lüftung beruhigte mich und ich konnte schnell das Gefühl bevorstehender Rache genießen. Bald schon lag ich in sämtlichen sozialen Netzwerken auf der Lauer wie eine Spinne und wartete bis die Gruppe Wespen, die ich meine Freunde nannte, auf die Jagd gingen.<br />
Nun war ich supergirl43, eine Verteidigerin der Schwachen im Netz. Ein spezielles Programm teilte mir immer mit, wenn die Klicke schrieb. Einfache Antworten schrieb die Anwendung für mich. Ich war sehr stolz auf das, was ich programmiert hatte. Im Netz fühlte ich mich stark und mutig. Ich bekämpfte die Tyrannei Veronicas. Ich war eine moderne Heldin.</p>
<p>Am nächsten Tag war Veronica nicht wiederzuerkennen. Ich hatte sie wohl etwas überreizt. Sie tobte so stark, dass es ihr glatt die Sprache verschlug. Ich genoss die Stille und fühlte mich gut. Das Gefühl, sie besiegt zu haben erfüllte mich. Ich dachte, ich hätte sie gebrochen. Veronica lästerte nicht einmal mehr über Lisa oder supergirl43.<br />
Dann kam die vierte Stunde und Herr Nase war spät dran. Veronica kochte über. Sie nahm eine Schere, ging zielstrebig auf Lisa zu und packte ihre Haare. Über das erschrockene und schmerzerfüllte Wimmern Lisas, brüllte Veronica:<br />
&#8222;Hier kann dich dein Supergirl nicht beschützen. Soll ich dir nicht eine schöne neue Frisur verpassen? Dann kann dich deine Heldin ja loben und trösten. Ein Zwei-Zentimeter-Schnitt würde dir stehen.&#8220;<br />
Eingefroren starrte die ganze Klasse auf die Szene. Bis auf das herzzerreißende Heulen Lisas, war es sehr still geworden. Ich musste etwas dagegen tun. Das erhabene Gefühl war verpufft. Die virtuelle Veronica so zu reizen, dass sie in der Realität noch mehr Schaden anrichtet, war ein großer Fehler gewesen. Übrig blieben nur die Schuld und die Angst. Ich musste endlich etwas sagen, doch meine Stimmbänder waren gelähmt. Das einzige, was ich schaffte, war mich auf meine Beine zu stellen. Mit aller Kraft versuchte ich einen Ton hervorzubringen und schaffte es doch nicht. Stattdessen klingelte mir nur das linke Ohr, als Jenny neben mir brüllte:<br />
&#8222;Veronica, es reicht jetzt endgültig. Der Spaß ist jetzt vorbei. Ich habe lang genug mitgemacht. Wenn du das tust, bin ich nicht mehr deine Freundin.&#8220;<br />
&#8222;Ja, Veronica, du bist in letzter Zeit immer schlimmer geworden. Ich fühle mich schon seit Wochen schlecht, wegen dir. Wenn du nicht sofort loslässt, ist es aus.&#8220;, warf auch Daniela Veronica an den Kopf.<br />
Nach einem sehr langen Moment der Stille, in dem Lisa und Veronica die beiden Sprecherinnen aus großen Augen anstarrten, ließ Veronica die Schere fallen und ging zu ihrem Platz.<br />
Herr Nase betrat den Raum und alle setzten sich.<br />
Nicht ich war eine Heldin, sondern Jenny. Ich bin so schlecht wie Veronica gewesen und genauso feige.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.lizzynet.de/behaupte-dich-gegen-mobbing-tag.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">Wie gegen Cybermobbing</span></a> aktiv werden, lest ihr auf lizzynet</li>
<li>Material gegen Cybermobbing für Unterricht und Eltern <a href="https://www.schau-hin.info/extrathemen/cybermobbing.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">von klicksafe kostenlos hier</span></a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Meine Welt</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/11/meine-welt/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2016/11/meine-welt/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Nov 2016 08:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Empowerment]]></category>
		<category><![CDATA[gelände2016]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=7529</guid>

					<description><![CDATA[Wenn Worte treffen wie Kugeln: Aminta und Anita erleben in ihrem Alltag Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung. Ihre Erfahrungen und Wünsche teilen die beiden in diesem bewegenden Statement.  Mehr dazu: Zum Video von Sivaz &#8222;Ich bin Deutscher&#8220; 22 Momente, die Dir Alltagsrassismus in Deutschland zeigen Ein Plädoyer von Aminta gegen Homophobie]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="padding-left: 30px;"><strong>Wenn Worte treffen wie Kugeln: Aminta und Anita erleben in ihrem Alltag Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung. Ihre Erfahrungen und Wünsche teilen die beiden in diesem bewegenden Statement. </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span id="more-7529"></span><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Zum Video von Sivaz <a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/03/ich-bin-deutscher/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">&#8222;Ich bin Deutscher&#8220;</span></a></li>
<li>22 Momente, die Dir <a href="https://www.buzzfeed.com/philippjahner/alltagsrassismus?utm_term=.tpw4xeLzx#.boZMO8k9O" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">Alltagsrassismus in Deutschland</span></a> zeigen</li>
<li>Ein <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/04/gedankenflut-ein-plaedoyer-gegen-homophobie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Plädoyer von Aminta gegen Homophobie</a></span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.meintestgelaende.de/2016/11/meine-welt/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gleichberechtigung ist für alle da</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2015/10/gleichberechtigung-ist-fuer-alle-da/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2015 09:00:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=5716</guid>

					<description><![CDATA[Gleichberechtigung ist für alle da. Man muss nicht gleich sein. Jeder ist anders. Aber alle sollen berechtigt sein, so zu sein wie sie sind. Manchmal muss man kämpfen für seine Rechte. Ich will kein Unrecht. Zu dieser &#8222;Gleichberechtigung&#8220; gehört mehr. Es gibt immer mehr Gleichberechtigte, damit immer mehr gleichberechtigt sind. Und damit es keine Schlägereien]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gleichberechtigung ist für alle da. Man muss nicht gleich sein. Jeder ist anders. Aber alle sollen berechtigt sein, so zu sein wie sie sind. Manchmal muss man kämpfen für seine Rechte. Ich will kein Unrecht.</p>
<p>Zu dieser &#8222;Gleichberechtigung&#8220; gehört mehr. Es gibt immer mehr Gleichberechtigte, damit immer mehr gleichberechtigt sind. Und damit es keine Schlägereien gibt, damit niemand aggressiv wird oder Steine auf Autos schmeißt.</p>
<p>Es geht nicht, dass andere sich einmischen, aber wenn andere sagen: &#8222;Wir kümmern uns nicht um die anderen&#8220;, dann ist das auch nicht richtig. Gleichberechtigung heißt auch: keine Gleichgültigkeit!<br />
Man muss gleichberechtigt sein. Jeder muss zu seinem Recht kommen. Jeder hat seine Rechte und seine Grenzen. Und die muss man auch ausleben.</p>
<p>Gut, wir im Haus achten immer drauf.</p>
<p>Man geht ja auch raus, unter Leute. Aber Heidrun (aus meiner Wohngruppe) braucht Begleitung; Heidrun sammelt gerne Müll oder zerreißt Nachbars Hecken, aber weil sie nicht aufpasst, wird sie vielleicht totgefahren auf der Straße. Trotzdem: Heidrun muss auch gleichberechtigt werden.</p>
<p>Aber ich sehe mir auch andere Leute an, im Fernsehen: Menschen, die auf die Straßen laufen und Menschen zusammenschlagen. Das ist auch nicht richtig, das muss man denen mal beipusten. Wenn die Leute auf die Straße gehen, weil sie demonstrieren wollen, weil sie Rechte haben wollen, dann ist das aber auch gut und Recht.</p>
<p>Wir haben Arbeit, wir verdienen unser gutes Geld.<br />
Gleiches Recht für eine und gleiches Recht für alle.</p>
<p>Drunter und drüber geht gar nicht. Das gilt für alle Leute, nicht nur für uns. Andere müssen auch zu ihrem Recht kommen, und andere haben auch ihre Meinung. Wenn in meiner Wohngruppe jemand sagt: &#8222;Ich würde das und das ändern&#8220;, dann würden wir das besser machen. Das ist mein Wunsch.<br />
Wir haben leider keinen Interessenten für Bewohnerkonferenzen. Es interessiert keinen. Ich unterstütze die Bewohner. Ich bin gewählt worden. Ich finde es nicht in Ordnung, dass sich sonst keiner äußert. Es müssen da auch Gleichberechtigungen sein. Es müssen Meinungen gesagt werden.<br />
Es muss da viel Verständnis eingebracht werden, dass man nicht die Betreuer fragt, sondern dass die Betreuer fragen: Was willst Du? Es geht nicht darum, was der Betreuer will, sondern was der Bewohner will. Der Bewohner muss sich äußern.</p>
<p>Zu Hause habe ich gelernt, dass man immer fragt und hilfsbereit ist. Ich brauche jemanden, der mich unterstützt. Ich brauche deinen Rat. Andere sind auch krank oder haben Schmerzen oder Kummer oder einfach nur Redebedarf: Da sollten wir auch helfen.</p>
<p>von Birgit Hohnen</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>#gelände2015: Theaterworkshop Teil 1</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2015/08/theaterworkshop-teil-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Was geht Almanya]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2015 08:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[gelände2015]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=5532</guid>

					<description><![CDATA[Jeder Mensch sollte frei leben können, ohne irgendwelche Einschränkungen in seiner Persönlichkeit. Leider ist dem nicht immer so.  Im Theater-Workshop auf dem #gelände haben die Teilnehmer*innen Szenen erarbeitet, um auf Diskriminierung und Ausgrenzung in ganz alltäglichen Situationen aufmerksam zu machen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder Mensch sollte frei leben können, ohne irgendwelche Einschränkungen in seiner Persönlichkeit. Leider ist dem nicht immer so.  Im Theater-Workshop auf dem #gelände haben die Teilnehmer*innen Szenen erarbeitet, um auf Diskriminierung und Ausgrenzung in ganz alltäglichen Situationen aufmerksam zu machen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rebellion in Bewegung</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2015/02/rebellion-in-bewegung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Was geht Almanya]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2015 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Benachteiligung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=4002</guid>

					<description><![CDATA[Den Song “Rebellion” von unserer Redaktionsgruppe “Was geht Almanya” kennt ihr schon. Das wahnsinnig tolle und professionell produzierte Musikvideo dazu ist neu &#8211; und macht den Song gleich nocheinmal viel ausdrucksstärker.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Den Song<a href="https://www.meintestgelaende.de/2014/01/rebellion/"> “Rebellion”</a> von unserer Redaktionsgruppe<a href="%20https://www.meintestgelaende.de/author/almanya/"> “Was geht Almanya”</a> kennt ihr schon. Das wahnsinnig tolle und professionell produzierte Musikvideo dazu ist neu &#8211; und macht den Song gleich nocheinmal viel ausdrucksstärker.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Grenzen sind erfunden</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2014/12/grenzen-sind-erfunden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Dec 2014 08:42:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=3701</guid>

					<description><![CDATA[Eigentlich gibt es keine Grenzen. Grenzen entstehen im Kopf. Wir denken beschränkt und schaffen uns tiefe Löcher, in denen wir steckenbleiben. Man sieht einen Ausschnitt und denkt das war schon alles. Aber was wäre, wenn man hinter die Grenzen sehen würde? Würden wir sie niederreißen oder hätten wir Angst? Angst vor Neuem, Angst vor Grenzenlosigkeit.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich gibt es keine Grenzen. Grenzen entstehen im Kopf. Wir denken beschränkt und schaffen uns tiefe Löcher, in denen wir steckenbleiben. Man sieht einen Ausschnitt und denkt das war schon alles. Aber was wäre, wenn man hinter die Grenzen sehen würde? Würden wir sie niederreißen oder hätten wir Angst? Angst vor Neuem, Angst vor Grenzenlosigkeit. TK</p>
<p>Grenzen sind erfunden, d.h. die Menschen sperren andere in Regeln ein. Der größte Feind des freien Menschen ist der König der Grenzen und Regeln. Er hat einen kurzen und klaren Namen. Er heißt „Muss!“ CS</p>
<p>Tausende Leute sagen: Grenze. Oder Grenze überschritten. Oder Ziel erreicht. // Tausend Leute sagen das und dann ist das so. KB</p>
<p>Doch manchmal passiert es, dass der ein oder andere über eine Grenze hinaus blickt. Und meist entsteht genau dann etwas Wunderbares!</p>
<p>Auf meinTestgelaende.de konntet ihr schon vor einer Weile einen tollen Song hören, bei dem es irgendwie auch um das Thema Grenzen geht, weil es dort keine gibt und &#8222;Alles für alle&#8220; ist.</p>
<p>Weil der Song uns so gut steht, haben wir ihn nicht nur mit euch geteilt, sondern die Jungs von Station 17 auch gleich mal zum ersten <a href="https://www.meintestgelaende.de/2014/10/gelaendetest-reloaded/">GelaendeTest</a> nach Hagen eingeladen. Im zweiten Video könnt ihr sehen, wie wir abgerockt haben zu fetten Beats und überzeugenden Texten.</p>
<p>Und weil uns das noch nicht reicht, gibt es mittlerweile auch keine Postkarte, um ALLES FÜR ALLE in die Welt hinaus zu rufen.</p>
<p><a href="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2014/12/Alles-für-Alle.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-3706" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2014/12/Alles-für-Alle-800x570.jpg" alt="Alles für Alle" width="640" height="456" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2014/12/Alles-für-Alle-800x570.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2014/12/Alles-für-Alle-300x213.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2014/12/Alles-für-Alle.jpg 1182w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Barrierefrei</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2014/11/barrierefrei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Nov 2014 08:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Barrieren]]></category>
		<category><![CDATA[Benachteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=3661</guid>

					<description><![CDATA[Was heißt Barrierefreiheit für euch? Die Story-Teller haben ihre Gedanken dazu schonmal zu Papier gebracht und teilen sie mit euch. Barrierefrei bedeutet, &#8230; &#8230; dass ich in meiner Freizeit tun und lassen kann, was ich will; dass mir keiner Barrieren oder Zäune in den Weg legt und mir vorschreibt, was ich in meiner Freiheit zu]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was heißt Barrierefreiheit für euch?<br />
Die Story-Teller haben ihre Gedanken dazu schonmal zu Papier gebracht und teilen sie mit euch.</p>
<h5>Barrierefrei bedeutet, &#8230;</h5>
<p>&#8230; dass ich in meiner Freizeit tun und lassen kann, was ich will; dass mir keiner Barrieren oder Zäune in den Weg legt und mir vorschreibt, was ich in meiner Freiheit zu tun oder zu lassen haben. Ich kann aufstehen, wann ich will; ich kann zu Bett gehen, wann ich will; ich kann hingehen, wo ich will und wann ich will.<span id="more-1931"></span> Ich kann meine Zeit und meinen Tagesablauf so einteilen, wie ich es für richtig halte. Ich muss mich nicht so viel an andere Leute richten. TB</p>
<p>&#8230; dass im Internet die Webseiten frei von Grafiken sind. Viele Blinde sind darüber genervt, dass sie nicht zurecht kommen, weil die Seiten durch Grafiken für sie nicht bedienbar sind. CS</p>
<p>&#8230; dass die Leute mit Rollstühlen, Kinderwagen und auch ältere Menschen in der Stadt problemlos in U- und S-Bahn steigen können: ohne Treppen! Leider gibt es in Hamburg noch zu wenig barrierefreie Orte, auch die Hafenfähren sind nicht barrierefrei ausgestattet, man kann nur unten sitzen. Und in den Regionalzügen der Deutschen Bahn können nur unten Rollstuhlfahrer und Kinderwagen mitgeführt werden. Die Barrierefreiheit bedeutet für mich, dass ich überall hin kann, wo ich hin möchte; selbst mit Bus und Bahn kann ich überall hinfahren, wo ich möchte. Ich finde es doof, dass behinderte Menschen und Leute mit Kinderwagen oder Gepäck nicht überallhin können, weil nicht überall barrierefrei ist. DS</p>
<p>&#8230; jeder kann alles machen. Wo die einen Treppen laufen, können andere Fahrstuhl fahren oder eine Rampe benutzen. Wo die einen sehen, können andere tasten. Auch den Stummen kann man zuhören. Barrierefreiheit fängt im Kopf an. Wenn man beschränkt, beschränken wir andere und das muss doch nicht sein. Vielleicht gibt es irgendwann barrierefreies Autofahren. An dem Tag werde ich Rennfahrer *Grins*. TK</p>
<p>&#8230; dass die Wege gut gebaut sind, dass sie rollstuhlgerecht sind, dass da gute Absenkungen sind, dass die Kantsteine weg sind. Oder die Kantsteine sollen nicht so hoch sein, z.B. bei der Bücherhalle. Das ist gerade für die Rollstühle gefährlich, weil die da nach hinten kippen können. Und auch die Rampe beim HVV-Bus, na, da ist ja zum Glück eine Rampe. Mit dem Bus bin ich Montag gefahren, nach Barmbek. Aber Fuhlsbüttler Straße waren überall Baustellen. Das kommt man nicht durch. BH</p>
<p>Eine Barriere ist da, d.h. da ist dieser Ort fertig, hier geht es nicht weiter. (Barriere ist eine Grenze, eine Mauer.) Und Freiheit ist Liebe, dann ist man raus und fühlt sich besser … und kann die Schiffe sehen und alles. KB</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
