<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Inklusion &#8211; meinTestgelaende.de</title>
	<atom:link href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/inklusion/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.meintestgelaende.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Fri, 22 Oct 2021 14:23:04 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.1</generator>

<image>
	<url>https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/06/cropped-unnamed-32x32.jpg</url>
	<title>Inklusion &#8211; meinTestgelaende.de</title>
	<link>https://www.meintestgelaende.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Handicap is great!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/08/handicap-is-great/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Aug 2021 07:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=13290</guid>

					<description><![CDATA[Der Story Teller-Autor Peter Burhorn sagt, er will Behinderung „great again“ machen. Wie meint er das? Ein Text von ihm &#8211; und außerdem noch eine tolle Idee: die &#8222;Handy-Cap&#8220;. Leben mit Behinderung ist wie im Theater. Es ist ein tolles Theaterstück, was ihr gesunden Menschen macht. Ich sehe das so, ich sehe mich als Zuschauer auf]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Story Teller-Autor Peter Burhorn sagt, er will Behinderung „great again“ machen. Wie meint er das? Ein Text von ihm &#8211; und außerdem noch eine tolle Idee: die &#8222;Handy-Cap&#8220;.</strong></p>
<p><span id="more-13290"></span></p>
<p>Leben mit Behinderung ist wie im Theater. Es ist ein tolles Theaterstück, was ihr gesunden Menschen macht. Ich sehe das so, ich sehe mich als Zuschauer auf der Tribüne und schaue mir den Alltag an.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Für mich ist das Leben schon immer aus anderer Perspektive gewesen. Ob andere Behinderte genauso denken? Ich würde gern mal eine Umfrage dazu machen.</p>
<p>Am Leben kann sich jeder beteiligen. Trotzdem fühle ich mich in meinem Lebensalltag &#8211; das ist mir vor Jahren aufgefallen &#8211; viel mehr als Zuschauer als als Beteiligter.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Ich wüsste gern, ob es Anderen auch so geht, ob es Gleichgesinnte gibt, die es wie ich schwer haben beim Mitreden.</p>
<p>Irgendwie bin ich ein Zuschauer der Menschheit.</p>
<div id="attachment_13291" style="width: 710px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-13291" class="wp-image-13291 size-large" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Foto-am-11.06.21-um-18.14-800x533.jpg" alt="" width="700" height="466" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Foto-am-11.06.21-um-18.14-800x533.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Foto-am-11.06.21-um-18.14-300x200.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Foto-am-11.06.21-um-18.14-768x512.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Foto-am-11.06.21-um-18.14.jpg 1080w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /><p id="caption-attachment-13291" class="wp-caption-text">&#8222;Handy-Cap&#8220;-Idee: Daniela Chmelik, Dennis Lange; Zeichnung: Matti Wustmann . Fotos: Dennis Lange</p></div>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-13292 size-large" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-800x600.jpg" alt="Foto: Dennis Lange" width="700" height="525" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-800x600.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-300x225.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-768x576.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-228x171.jpg 228w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-160x120.jpg 160w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-320x240.jpg 320w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-380x285.jpg 380w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-700x525.jpg 700w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-760x570.jpg 760w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-1140x855.jpg 1140w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3.jpg 1280w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /> <img decoding="async" class="alignnone wp-image-13293 size-large" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-800x600.jpg" alt="Foto: Dennis Lange" width="700" height="525" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-800x600.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-300x225.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-768x576.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-228x171.jpg 228w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-160x120.jpg 160w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-320x240.jpg 320w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-380x285.jpg 380w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-700x525.jpg 700w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-760x570.jpg 760w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-1140x855.jpg 1140w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5.jpg 1280w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></p>
<p><b>Corona</b></p>
<p>Ich finde durch meine Behinderung interessant, wie andere über Krisen denken. Durch meine Behinderung bin ich bereits abgehärtet, was Krisen betrifft. Bei der Corona-Krise merke ich erst, wie sich gesunde Menschen über Krisen erschrecken. Ich weiß natürlich auch, dass wir es mit einer sehr ernsten Krise zu tun haben. Aber worauf ich hinaus will ist, dass ich das Gefühl habe, den gesungen Menschen auf der Welt ging es jahrelang zu gut. Durch das Masken-Tragen finde ich auf einmal vieles angenehmer, viel gerechter, da die ganze Welt eine Behinderung hat. Das mit den Masken ist wichtig für unsere Gesundheit. Aber seit der Corona-Krise fühle ich mich auf einmal etwas mehr gleichberechtigt.</p>
<p>Mein Fazit mit Erfahrung an Menschen mit Behinderung: Es sind die menschlichsten Menschen. Wir sind mehr wir selbst. Eines sind wir natürlich nicht: perfekt. Perfekt ist keiner von uns. Jeder Mensch ist ein Mensch. Was ist eigentlich die Bedeutung von „behindert“? Was meint denn „speziell“? Und warum wird der Mensch überhaupt in Schubladen gesteckt?</p>
<p>Ich habe einen neuen Spruch: Behinderung Lives Matter. Das will ich auf mein Transparent schreiben.</p>
<p>Ein Tag ohne Perfektion ist erstens viel menschlicher und das Menschliche wie der Charakter ist natürlich und würdig. Was ist schon Perfektion? Was ist das Streben nach Perfektion? Höher, schneller, weiter. Und am Ende kam Corona!</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Beiträge von den Story Tellern <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/story-teller/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Alle Menschen Sind Selbstverständlich!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/01/alle-menschen-sind-selbstverstaendlich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jan 2021 07:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12733</guid>

					<description><![CDATA[Die Kombination &#8222;Behinderung und Sexualität&#8220; ist in unserer Gesellschaft traurigerweise noch immer ein ziemliches Tabuthema. Aber Peter Burhorn, Autor von den Story Tellern, schreibt darüber! Wir freuen uns sehr, euch heute seinen Text präsentieren zu dürfen. Mutig, ehrlich und direkt philosophiert er darin über Männlichkeit, Behinderung, Diskriminierung und Sex. Viel Spaß beim Lesen! Was genau]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Kombination &#8222;Behinderung und Sexualität&#8220; ist in unserer Gesellschaft traurigerweise noch immer ein ziemliches Tabuthema. Aber Peter Burhorn, Autor von den Story Tellern, schreibt darüber! Wir freuen uns sehr, euch heute seinen Text präsentieren zu dürfen. Mutig, ehrlich und direkt philosophiert er darin über Männlichkeit, Behinderung, Diskriminierung und Sex. Viel Spaß beim Lesen!</strong></p>
<p><span id="more-12733"></span></p>
<p>Was genau ist das &#8211; Männlichkeit? Für mich bedeutet Männlichkeit: mit Selbstbestimmtheit im Leben zu stehen, Dinge zu machen, die ich früher nicht gemacht habe, mir nicht mehr von Anderen reinquatschen lassen, einen eigenen Weg einschlagen.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Durch mein kindliches Aussehen ist mir leider das Erwachsenen-Leben verhagelt. Die Welt will nicht wahrhaben, dass ich innerlich erwachsen bin. Nur äußerlich habe ich tagein tagaus mit Missverständnissen zu kämpfen. Ich wäre in der Welt gern als männlich akzeptiert. Nur fehlt bei mir leider zu viel. Bei mir hat die Natur einen ganz anderen Verlauf genommen, und es fällt mir schwer mich damit abzufinden.<br />
Ich würde im Leben gern noch viele Dinge erreichen und verwirklichen. Aber meine Natur ärgert mich.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><b><i>Ich will ernst genommen werden</i></b><br />
Ich möchte auch gern ernst genommen werden und vorwärtskommen wie alle anderen. Es gibt Plattformen im Internet, die mir gut tun, weil ich sehe, es gibt andere Menschen wie mich, die in den sauren Apfel beißen müssen und bei denen es nicht läuft. Wenn ich Gleichgesinnte kennenlerne, gibt mir das Selbstvertrauen.</p>
<p><b>Gibt es Gleichgesinnte?</b><br />
Wenn ich mich im Zug oder in der Bahn hinsetzen möchte, habe ich schon oft erlebt, dass Frauen sich geradezu weigerten, dass ich mich neben sie setze.<br />
Ich wüsste gern, was andere Behinderte mit ihren nervigen Schicksalen durchmachen müssen. Ich wüsste gern, wo ich mich an Gleichgesinnte wenden kann. Jeder hat seine eigene Story.<br />
Ich finde es diskriminierend, wenn manche Leute von vornherein Menschen wie mich nicht neben sich sitzen lassen wollen.<br />
Mich interessiert, ob andere Behinderte diese Diskriminierung oder andere Formen auch kennen. Wie geht es Anderen in dieser Situation?<br />
Ich habe manchmal das Gefühl, für Behinderte ist es chancenlos auf der Erde.<br />
Hallo, hallo! Mich würde wirklich interessieren, ob es Kollegen auf der Welt gibt, die eine ähnliche Behinderung haben wie ich und Ähnliches durchmachen?! Ich habe eine Schluckstörung und eine helle Stimme. Es gibt auch andere Dinge, die ich gar nicht schaffe wegen meinem speziellen Syndrom. Oft werde ich darum nervig angemacht. Und ich habe keine Chance bei Frauen. Wo gibt es Gleichgesinnte, die wie ich ständig sexuell enthaltsam sein müssen?<br />
Ich würde gern zu einer Aufsteh-Demo für sexuelle Rechte trotz Behinderung. Ich würde auch dazu aufrufen. Nur weiß ich nicht, wie ich dieses pikante Thema an die Öffentlichkeit bringen kann. Es gehört viel Mut dazu. Es ist ein Tabu-Thema. Aber es ist doch wichtig Flagge zu zeigen!</p>
<p><b>Diskriminierend</b><br />
Den Satz BEHINDERTE HABENS SCHWER finde ich voll diskriminierend und daneben. Als ob der Satz es auf Behinderte abgesehen hat.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Mein Ziel ist es jeden Tag genau das krasse Gegenteil zu verwirklichen.<br />
Ich will erreichen, dass man als behinderter Mensch nicht falsch dargestellt wird. Vielleicht ist das Leben mitunter gar nicht so schwer mit Behinderung.<br />
„Behinderte haben’s schwer“ ist zwar gutmütig gemeint. Aber ist es nicht wichtig, dass alle Menschen gleichbehandelt werden?<br />
Wenn Menschen so unterschiedlich zugeordnet werden, bekomme ich immer die Krise. Für Mich Sind Alle Menschen Selbstverständlich!</p>
<p><b>Gern behindert</b><br />
Im Nachhinein bin ich gern behindert. Behindert steht für Vernünftigkeit. Was ist so wichtig am gesunden Menschen? Der Tag kann auch im Leben mit Behinderung Spaß machen, wie ich beobachtet habe. Ich habe besonderen Lebensmut und Kampfgeist. Gesunde Menschen können noch gieriger sein, gehört auch zu meinen Erkenntnissen. Ich habe goldene Geduld. Man kann mit dem Leben nichts verkehrt machen, wenn man den Glauben hat, in allen Höhen und Tiefen, dass immer einer für einen da ist.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Texte und Beiträge von den Story Tellern findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/story-teller/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Birgit Hohnen &#8211; Letzte Texte</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/08/birgit-hohnen-letzte-texte/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2020/08/birgit-hohnen-letzte-texte/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2020 07:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12392</guid>

					<description><![CDATA[Birgit Hohnen war von Anfang an bei der Redaktionsgruppe Story Teller dabei. Nun ist sie gestorben. Wir sind sehr traurig darüber aber auch glücklich, dass wir so viele ihrer wunderbaren Texte veröffentlichen durften. Weil sie nicht schreiben kann, diktierte sie ihre Texte. Sie hat/te eine kreative Denkweise, ein originelles Ausdrucksvermögen und war herzvoll engagiert für]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Birgit Hohnen war von Anfang an bei der Redaktionsgruppe Story Teller dabei. Nun ist sie gestorben. Wir sind sehr traurig darüber aber auch glücklich, dass wir so viele ihrer wunderbaren Texte veröffentlichen durften. Weil sie nicht schreiben kann, diktierte sie ihre Texte. Sie hat/te eine kreative Denkweise, ein originelles Ausdrucksvermögen und war herzvoll engagiert für eine bessere Welt. In Erinnerung an Birgit Hohnen möchten wir euch hier nochmal eine Auswahl ihrer Texte präsentieren. Hab´s gut Birgit in einer hoffentlich besseren Welt und danke, dass du deine Kunst mit uns geteilt hast.</strong></p>
<p><span id="more-12392"></span></p>
<p>&#8222;Intellektuell behindert&#8220; nennt man mich? Warum sagt man das? Ich find&#8217;s scheiße. Ich bin bereit über sowas zu sprechen. Aber nicht so. Das muss ich mir nicht anhören: behindert, intellektuell! Was bedeutet das? Ich bin sauer, weil ich das nicht hören mag. Das ist doch scheiße für die Menschen. Ich find&#8217;s unmöglich. Das ist wirklich eine Unverschämtheit! Sowas darf nicht sein! Guck dir doch mal die Leute an, die behindert sind. Und? Lebt man mit! Ich finde keinen Unterschied. Also wirklich. So ein Dünnsinn. Da fühle ich mich diskriminiert. Ich finde auch nicht in Ordnung, wenn man sagt: &#8222;Sie sind geistig behindert.&#8220; Die sollen sagen: &#8222;Entschuldigen Sie, Sie sind wie Sie sind&#8220;, aber die sollen nicht &#8222;geistig behindert&#8220; zu mir sagen. Ich fühle mich hintergangen mit diesem Wortbegriff.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Was ist denn auch &#8222;geistige Behinderung&#8220; für ein Wort? Das ist doch völliger Schwachsinn. Ich fühle mich beschissen, wenn ich sowas höre. Ich kann mir nicht anhören, ich bin geistig behindert. Ich versuche alles, was ich kann. Ich gebe mir die größte Mühe. Ich kann, was ich kann. &#8222;Geistig behindert&#8220; will ich nicht hören. Das ist diskriminierend. Es geht nicht darum, ob man behindert ist. Das ist verletzlich. Dieses Wort beschimpft mich. Das ist ein beleidigtes Schimpfwort und hat seinen Sinn nicht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es braucht einen Sinneswandel.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Man muss bessere Strukturen machen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Was ist überhaupt &#8222;behindert &#8222;? Bei mir ist das so, wie ich geboren bin. Behinderung ist, dass man sich in manchen Dingen selbst nicht helfen kann. Im Leben geht es darum, was man kann. Ich würde gern mehr können. Trotzdem. Wenn ich &#8222;behindert&#8220; höre, bin ich gekränkt. Ich fühle mich krank dadurch. Und hintergangen oder übergangen. &#8222;Behindert&#8220; ist Schwachsinn, große Scheiße. Wenn ich das so höre, raste ich aus. Ich bin sehr aufgebraust. Ich finde das diskriminierend.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>♡</p>
<p><i>Frauenkampftag</i> <i>am 8. März</i></p>
<p>Frauen kämpfen zum Beispiel beim Judo. Und für ihre Rechte und für ihr Leben.<br />
Ich habe für meine Gesundheit gekämpft. Und dafür einfach stark zu sein und ich zu sein. Auch wenn ich behindert bin.<br />
Und ich will dazu am 8. März sagen: &#8222;Hey, ich bin auch mutig und ich bin auch stark!&#8220;<br />
Die Rechte und Gleichberechtigungen sind ja für alle wichtig. Das will ich unterstützen.<br />
Ich bin gegen Gewalt, gegen Kämpfe, gegen Krieg, gegen alles, was nicht in Ordnung ist, gegen alles, was nicht fair ist.<br />
Wenn man zusammen für die Gerechtigkeit kämpft, dann ist man stark.<br />
Es ist immer ein bisschen schwierig, wenn man denkt, dass man nicht kämpfen kann. Aber wenn man es gar nicht erst versucht, ist es noch schwieriger.<br />
Ich will ja nicht nur für mich kämpfen, sondern auch für die Rechte anderer Menschen. Darum geht es mir.<br />
Ich fühle mich gut, ich bin stolz auf mich, ich tue das Richtige. Ich kämpfe und bin dankbar dafür, dass ich da bin, wo ich sein wollte.<br />
Das habe ich mir selber geschaffen. Mit meiner Behinderung.<br />
Ich bin genau im gleichen Recht wie alle Frauen und alle Menschen. Es sollte keine Unterschiede geben.</p>
<p>♡</p>
<p><i>Gleichberechtigung</i></p>
<p>Gleichberechtigung ist für alle da. Man muss nicht gleich sein. Jeder ist anders. Aber alle sollen berechtigt sein, so zu sein wie sie sind. Manchmal muss man kämpfen für seine Rechte. Ich will kein Unrecht.<br />
Zu dieser Gleichberechtigung gehört mehr.<br />
Gleichberechtigung heißt auch: keine Gleichgültigkeit!<br />
Man muss gleichberechtigt sein. Jeder muss zu seinem Recht kommen. Jeder hat seine Rechte und seine Grenzen. Und die muss man ausleben.<br />
Heidrun aus meiner Wohngruppe braucht immer Begleitung; sie sammelt gerne Müll oder zerreißt Nachbars Hecken, aber weil sie nicht aufpasst, wird sie vielleicht totgefahren auf der Straße. Trotzdem: Heidrun soll auch gleichberechtigt werden.<br />
Gleiches Recht für eine und gleiches Recht für alle.<br />
Gleichberechtigungen müssen sein. Und Meinungen müssen gesagt werden.<br />
Es geht nicht darum, was meine Betreuer wollen, sondern was ich will.<br />
Zu Hause habe ich gelernt, dass man immer fragt und hilfsbereit ist. Ich brauche jemanden, der mich unterstützt. Ich brauche manchmal Rat. Andere sind auch krank oder haben Schmerzen oder Kummer oder Redebedarf: Da helfe ich auch.</p>
<p>♡</p>
<p><i>Zivilcourage</i></p>
<p>Zur Zivilcourage habe ich ganz viele Ideen! Courage hat auch andere Begriffe: stark, mutig, kämpferisch. Wenn wir Menschen sind, kommen wir auch mit Menschen zusammen, die nicht so gut sind. Das beschäftigt mich. Wie kann man Zivilcourage aktivieren? Das ist eine weltbewegende Sache. Wie auch die Selbstbestimmungsrechte.<br />
Ich finde einen Text über Zivilcourage wichtig.</p>
<p>Zivilcourage heißt vielleicht auch, dass gesagt wird: Wir brauchen Menschen mit und ohne Handicap. Ich habe viel Erfahrung damit. Manche Menschen fragen: Was bauen wir für eine Welt? Ich will eine Welt, in der wir zivilisierter sind und couragierter.</p>
<p>Zivilcourage ist bewundernswert. Menschen müssen beweglicher sein, die müssen aktiviert werden. Was meinst du, wie es weitergehen würde, wenn es keine Zivilcourage mehr gäbe? Zum Glück sind wir gut in der Zivilcourage.</p>
<p>Man muss sagen: Wir bauen eine gute Welt. Und es wird gut.</p>
<p>Ich würde in Situationsdelikte immer hingehen und sagen: Du kannst den Menschen hier nicht angreifen. Es ist auch meine Aufgabe, das zu sagen. Wenn ich eine gute Polizistin wäre, dann würde ich sagen: Stopp, jetzt mal halblang!</p>
<p>Zivilcourage ist Einmischung und Schlichtungssache. Man sollte nett und höflich sein, nicht beleidigen, sondern sagen: Ok, ich sage jetzt meine Meinung.<br />
Ich finde Zivilcourage wichtig. Wir brauchen insgesamt in der Welt, dass man nett ist zu anderen Menschen, dass man &#8222;Entschuldigung&#8220; sagt und &#8222;Ich habe Fehler gemacht.&#8220;</p>
<p>Wir können uns ändern, wir können nett sein und uns unterhalten mit anderen, die anders sind. Das wollen wir uns aufbauen.<br />
Zivilcourage ist etwas Bedeutendes. Das ist auch Mut zum Kämpfen. Dass man sagt: Ich will Mut haben und noch mehr neuen Mut schöpfen, um mehr Zivilcourage zu zeigen. Ich möchte mehr aktivieren. Ich bin eine erwachsene Frau und kann sagen: Das will ich, das kann ich!</p>
<p>Zivilcourage kann man aufbauen. Dass sich keiner drum kümmert, ist nicht gerechtfertigt. Viele sagen, wir kümmern uns drum, aber dann passiert doch nichts. Wer macht denn schon gern die Arbeit?</p>
<p>Wir brauchen Einkaufszentren, die barrierefrei sind. In unserem Einkaufszentrum ist vieles nicht barrierefrei. Sowas geht nicht! Häufig werden Sachen nicht gemacht, weil es finanziell nicht geleistet werden möchte. Es müssen aber Lösungen geschaffen werden, sodass sich jeder dazugehörig fühlt. Um Ziele zu erreichen gibt es immer Mittel und Wege.</p>
<p>Was anderes: Ich höre manchmal, dass Leute sich anschreien. Das geht nicht. Man kann sagen: Stopp! Aber nicht anschreien. Das gehört sich nicht. Ich erwarte, dass du die Leute nicht anbrüllst. Sondern dass du erklärst, was in deinem Kopf vor sich geht. Das kann man korrigieren. Du baust eine neue Situation auf, eine bessere Welt. Stopp! Ich will und ich kann. Ich will, dass es gut läuft. Ich kann mich für andere einsetzen.</p>
<p>Das ist ein Teil meines Lebensstils und meines Welterfolges.</p>
<p>Für mich ist es schon anders als früher. Früher ist jetzt nicht mehr. Früher war früher, und jetzt ist jetzt. Früher ist Vergangenheit. Was jetzt ist, ist viel besser.</p>
<p>Ich baue jetzt ein Schild, auf dem steht: Zivilcourage!</p>
<p>Sie müssen helfen, Sie müssen handeln!</p>
<p>Es gibt ganz unterschiedliche Situationen. Mit oder ohne Handicap. Es gibt auch Situationen mit Blinden. Mein Schulfreund ist blind; der macht alles mit Fühlen und Tasten. Blinde Menschen haben viel Leistung, die bauen sich das auf. Wir müssen das Gute für alle bauen.</p>
<p>Und man sollte Menschen nicht ärgern. In der Schule wird auch oft gehänselt oder gemobbt, aber was ist denn das für ein Zustand? Bau bitte eine andere Welt auf, geh dazwischen und hilf dem Opfer. Ich finde es sehr wichtig, dass man den Menschen beisteht. Ich passe auf, ich beschütze dich. Ich war auch mal traurig, als ich alleine war. Ich will, dass niemand alleine ist in traurigen Situationen.</p>
<p>Manchmal habe ich eine Brodel-Funktion in mir drin. Da brodelt was. Wenn ich im Fernsehen Flüchtlinge sehe, finde ich das furchtbar. Dann werde ich unruhig und stehe kurz davor auszurasten. Das ist furchtbar. Wenn ich dann schlafe, bekomme ich Panikattacken. Dann dreh ich mich um und schlafe dann weiter. Dann geht das Schlag auf Schlag. Dann versuche ich nachzudenken: Was kann man verbessern, was kann man verändern?</p>
<p>Dass den Menschen geholfen wird, soll jetzt endlich mal Standard sein. Ich will, dass jeder zu seinem Recht kommt. Punkt 1: Wie kann man den Flüchtlingen helfen? Punkt 2: Das Flüchtlingsheim soll kein Gefängnis sein, sieht aber so aus. Punkt 3: Zivilcourage bedeutet auch immer zuerst zu fragen, und nicht zu befehlen.</p>
<p>Es ist traurig. Vielen Menschen geht es gut. Wir haben eine Wohnung, wir haben ein Haus. Aber die Flüchtlinge haben sowas nicht. Was glaubst du, wie unangenehm das ist? Wir brauchen kein Flüchtlingsheim, sondern wir brauchen eine ganz andere Struktur. Wir müssen helfen, wir sind Beschützer, wir lieben euch. Ihr kommt zu eurem Recht. Ihr seid doch keine schlechten Menschen oder Opfer.</p>
<p>Das finde ich wichtig. Man kann sagen: Ich helfe dir und du hilfst mir.</p>
<p>Man baut den Leuten eine Zukunft auf. Eine Zukunft für die Flüchtlinge. Das muss man auch finanziell machen. Ich schreibe Texte für die Flüchtlinge. Ich will Trost, Liebe und Vertrauen spenden. Man macht sich viele Gedanken. Man schreibt die Gedanken in Texte.</p>
<p>Man sollte immer nett sein. Man sollte immer sagen: Du bist willkommen. Man kann immer sagen: Es tut mir leid, wenn ich dich verletzt habe. Man kann auch sagen: Ich mag dich nicht; aber wir müssen miteinander auskommen.</p>
<p>Alle Menschen gehören zur Welt. Egal ob im Rollstuhl. Wenn man ein Mensch mit einer Behinderung ist, dann kann man immer noch sagen: Jeder Mensch hat seine Fähigkeiten, immer. Ich bin nicht wie du, aber ich bin wie ich, und ich lebe damit und du lebst damit.</p>
<p>Ein Flüchtling kann auch „behindert“ sein. Es geht jetzt nicht um mich selber, sondern darum, was man leisten kann. Es geht einfach darum, dass man sagt: Ja, man will und man kann.</p>
<p>Die Flüchtlinge müssen Hilfe haben. Manche haben auch bestimmte Rituale. Man muss auch sehen, dass man ein bisschen nachdenkt. Wenn ich mir überlegen würde, wenn ich jetzt ein Flüchtling wäre, dann müsste ich vielleicht sagen: Ich bin kein Mensch, ich bin ein Flüchtling.</p>
<p>Ein Flüchtling ist vielleicht hilflos. Jeder Mensch hat Möglichkeiten. Dass die Flüchtlinge keine haben, ist bittertraurig. Die Politik begeht Flüchtlingsmord. Es wird gelabert, es wird gesprochen über Krise und Opfer. Was haben wir denn davon? Es wird einfach keine Reaktion ausgeführt, es wird nur gelabert.</p>
<p>Das gebe ich nicht nur euch mit, sondern der ganzen Zukunft.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Beiträge von den Story Tellern, darunter auch viele von Birgit, <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/story-teller/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>findest du hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.meintestgelaende.de/2020/08/birgit-hohnen-letzte-texte/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Leben mit Behinderung in Zeiten von Corona</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/06/behinderung-corona/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2020/06/behinderung-corona/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2020 07:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Benachteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12244</guid>

					<description><![CDATA[Menschen mit Behinderungen verstehen zum Teil noch weniger, worum es bei der Corona-Pandemie geht, warum sie niemanden treffen und nicht zur Arbeit gehen dürfen. Viele haben keinen Zugang zu Skype, Zoom, Facetime oder Whatsapp für Bildtelefonie mit Verwandten oder Freund*innen. Besonders in Wohn-Gruppen für Menschen mit Behinderung hinkt die Digitalisierung! Wir und Corona von Dennis]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Menschen mit Behinderungen verstehen zum Teil noch weniger, worum es bei der Corona-Pandemie geht, warum sie niemanden treffen und nicht zur Arbeit gehen dürfen. Viele haben keinen Zugang zu Skype, Zoom, Facetime oder Whatsapp für Bildtelefonie mit Verwandten oder Freund*innen. Besonders in Wohn-Gruppen für Menschen mit Behinderung hinkt die Digitalisierung!</strong></p>
<p><b><i>Wir und Corona</i> von Dennis Seidel<span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p>Gerade ist es für Menschen mit Behinderungen sehr schwer.<br />
Sie dürfen nicht alleine rausgehen, dürfen nicht in die Werkstatt.<br />
Uns nervt es total:<br />
1. Wir dürfen nur noch in Begleitung von Betreuer*innen raus.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
2. Wir dürfen unsere Kolleg*innen von der Arbeit nicht sehen.<br />
3. Wir dürfen keine Besuche bekommen.<br />
Das nervt uns total und geht uns bis hier oben hin.</p>
<p>Viele hocken nur noch zu Hause rum.<br />
Es gibt auch welche, die WLAN haben. Ich habe Internet bei meiner Mutter.<br />
Da kann man per Zoom gemeinsam reden und per Email in Kontakt bleiben.<br />
Aber viele Behinderte haben auch keinen Computer oder schlechtes Internet. Die können nicht mitmachen.<br />
Viele haben also im Moment gar keinen Kontakt.<br />
Viele kriegen Anfälle oder Ausraster.</p>
<p>Wir Behinderte hoffen alle bald wieder in die Werkstatt und TAFÖ [Tagesförderstätte für Menschen mit Behinderungen] zu dürfen!</p>
<p><em>Dennis Seidel interessiert sich sehr für das Thema Geschlechter-Rollen und verkleidet sich gern als Frau. Er hat nur eine Niere, schreibt seine Texte aber selbst.</em></p>
<p><b><i>Ich gehöre auch dazu!</i> von Birgit Hohnen</b></p>
<p>Ich könnte heulen. Ich muss immer zu Hause bleiben. Ich will so gerne arbeiten. Weil ich die Struktur und Menschen um mich brauche. Ich will Gesundheit für alle. Ich will wieder arbeiten.</p>
<p>Dass man nicht raus kann, ist für mich und die anderen Menschen mit Behinderung nicht einfach. Ich kann nicht raus. Das macht mir Aggressionen. Jetzt diktiere ich meinen Text zu Corona.</p>
<p>Was ich mir wünsche? &#8211; Man braucht mehr Personal und mehr Beschäftigung für Leute, die nicht alleine rausgehen können. Man muss die besser unterstützen, was unternehmen, spazieren zum Beispiel. Menschen mit Beeinträchtigungen wollen auch was vom Leben haben. Das muss auch finanziert werden.</p>
<p>Ich war beim Arzt, zum Impfen gegen Pneumokokken. Da hatte ich meinen Mundschutz auf. Ich weiß, dass ich auf Händewaschen, Zahnpflege und Duschpflege achten muss. Und dass ich nicht rausgehen soll. Ich fühle mich eingeschränkt. Nein, nicht eingesperrt. Das ist zum Schutz, glaube ich. Unsere Betreuer tragen auch Atem-Masken. Das finde ich eigentlich nicht schlecht. Aber ich kann keinen echten Kontakt haben, auch nicht mit meiner Lieblingsbetreuerin Steffi kuscheln. Wir können uns nur noch mit Kuscheltieren zuwinken.</p>
<p>Meine Tagesstruktur ist jetzt Fernsehen. Und die Anderen sagen: &#8222;Birgit guckt den ganzen Tag Fernsehen oder liegt im Bett.&#8220; Aber was soll ich denn machen? Die Menschen sind beeinträchtig ohne Arbeit. Ich sitze immer nur in meinem Zimmer. Dieses ganze Fernsehen geht mir schon richtig auf den Senkel. Und das blöde Rumsitzen macht mich wütend.</p>
<p>Das beeinträchtigt mich, das macht mich wütend und traurig. Ich fühle mich hilflos.</p>
<p>Aber ich kann telefonieren. Am Telefon kann ich den Kontakt mit meiner Mutter aufbauen. Aber ich vermisse, dass man den anderen sieht &#8211; vielleicht über Whatsapp Video oder Facetime (Gesichtszeit).</p>
<p>Ich will, dass man die Leute nicht alleine lässt. Die eine oder andere ist sehr allein, kann nicht raus, und manche können sich gar nicht äußern. Weil sie nicht sprechen können. Ich kann nicht lesen und schreiben, aber ich kann gucken und sprechen, und ich kann meine Meinung diktieren.</p>
<p>Jede gehört dazu. Man muss alle Menschen einbinden.<br />
Ich will mich nicht in die Ecke stellen, ey. No Way! Ich gehöre auch dazu!</p>
<p><em>Birgit Hohnen arbeitet bei barner 16, dem inklusiven Netzwerk von Künstler*innen. &#8222;Ich bin wie ich bin,&#8220; sagt sie: &#8222;Das kann man und braucht man nicht heilen. Das ist mein eigener Standard.&#8220; Birgit Hohnen diktiert ihre Texte.</em></p>
<p><b><i>Angst</i> </b><b>von Melanie Lux</b></p>
<p>Was mich in dieser Corona-Zeit sehr ärgert: Dass in den Nachrichten viel zu wenig über Menschen mit Behinderung berichtet wird. Warum werden behinderte Menschen in den Nachrichten oft weggelassen? Das ist ungerecht! Ich finde es wichtig zu berichten, wie es Menschen mit Behinderungen in der Corona-Zeit geht.</p>
<p>Der Corona-Shutdown war furchtbar. Mich hat das seelisch sehr fertig gemacht, ich hatte Angst und habe mich gefragt, ob das etwa schon die Endzeit ist.<br />
Besonders fürchterlich empfand ich die Hamsterkäufe im Supermarkt, und dass die Regale leer gekauft waren. Ich hatte Angst, nicht mehr genug zu Essen zu bekommen. Aber am schrecklichsten fand ich die Kontaktsperre. Freunde, Eltern und Arbeitskollegen nicht mehr treffen zu dürfen, war megahart für mich. Auch die Freizeit-Kurse, für die ich mich schon angemeldet hatte, fielen aus. Dabei wollte ich so gerne neue Leute kennenlernen. Aber man darf ja nicht einmal zur Arbeit! Diese harten Bestimmungen haben mich echt fertig gemacht.<br />
Ich bin froh, dass die Schutzbestimmungen jetzt gelockert werden. Aber ich habe Angst vor einem zweiten Shutdown, weil einige Menschen gegen die Hygiene-Schutz-Massnahmen verstoßen. Das wurde in den Nachrichten berichtet. Viele Leute sind ohne Schutzmasken auf die Straße gegangen, um zu demonstrieren und haben auch im Chor gesungen und sich angesteckt. Diese Infos aus den Nachrichten haben mich nervös und wütend gemacht. Ich habe Angst, dass diese Leute unsere neu gewonnene Freiheit wieder kaputt machen. Und die schwachen alten Menschen und die Menschen mit Behinderung leiden dann besonders darunter. Das darf nicht passieren.</p>
<p><em>Melanie Lux schreibt ihre Texte selbst, wünscht sich eine gerechtere Welt und mehr Leichte Sprache für Menschen mit und ohne Lernschwierigkeiten.</em></p>
<p><b><i>Angst</i> von Michael Schumacher</b></p>
<p>Ich habe keine Angst vor dem Coronavirus.<br />
Ich habe Angst vor den Menschen.<br />
Sie verhalten sich merkwürdig, bewegen sich komisch, und reden kaum.<br />
Menschen mit Masken sehen alle gleich aus.<br />
Man erkennt keine Mimik. Ob sie freundlich oder muffelig sind.<br />
Beim Einkaufen erkenne ich unsere Nachbarn nur an ihrer Stimme, wenn sie denn überhaupt etwas sagen.<br />
Alleine gehe ich nicht raus, weil ich unsicher bin, wie ich mich verhalten soll.<br />
Einmal wurde ich angemacht, weil ich jemandem zu nahe gekommen war.<br />
Einmal hat mich eine Frau angemeckert, als ich einen Einkaufswagen genommen habe, bei dem sie den Griff schon desinfiziert hatte.<br />
Unser Treppenhaus ist ziemlich schmal und man muss aufpassen, dass man keinem Nachbarn begegnet.<br />
Unsere alte Nachbarin hat sich früher immer gefreut, wenn sie mich getroffen hat.<br />
Jetzt nimmt sie nicht einmal mehr Pakete für uns an, wenn wir nicht zuhause sind, weil sie Angst vor Ansteckung hat.</p>
<p><em>Michael Schumacher hat Asperger-Autismus, Pazifismus und wünscht sich eine Welt ohne Vorurteile. Er schreibt seine Texte selbst.</em></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Eine Empfehlung der Story Teller ist <a href="https://corona-leichte-sprache.de/page/6-startseite.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>diese Webseite</strong></a>, auf der man Informationen zu Corona in leichter Sprache finden kann.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.meintestgelaende.de/2020/06/behinderung-corona/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Auf der Frauentag-Demo</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/03/auf-der-frauentag-demo/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2020 07:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12070</guid>

					<description><![CDATA[Vergangenen Sonntag, also am 08. März, war der Internationale Frauentag &#8211; oder auch Frauenkampftag. Weltweit gehen an diesem Tag Menschen für Geschlechtergerechtigkeit auf die Straße. Daniela Chmelik und Melanie Lux von den Story-Tellern haben für uns einen Bericht über ihre Teilnahme bei einer Frauentags-Demo geschrieben, den wir euch heute präsentieren dürfen 🙂 Wir sind auf dem]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vergangenen Sonntag, also am 08. März, war der Internationale Frauentag &#8211; oder auch Frauenkampftag. Weltweit gehen an diesem Tag Menschen für Geschlechtergerechtigkeit auf die Straße. Daniela Chmelik und Melanie Lux von den Story-Tellern haben für uns einen Bericht über ihre Teilnahme bei einer Frauentags-Demo geschrieben, den wir euch heute präsentieren dürfen </strong>🙂</p>
<p><span id="more-12070"></span></p>
<p>Wir sind auf dem Rathausmarkt, zwischen Luftballons und Transparenten, Einhörnern und geballten Fäusten. In einem Gefühl von Solidarität, Wohlwollen, Zugehörigkeit und Akzeptanz. Ich empfinde Freude in dieser Menge; es sind fast ausschließlich Frauen. Ich bin wie ich bin, und das ist gut. Jede ist anders und somit ist jede gleich. Oh, wundervolle Vielfalt! Es ist eine Demo von Frauen, Lesben, Trans und Inter Personen. Ein paar augenscheinliche Männer sind auch dabei. Aber schließlich bestimmt jede*r sein Gender selbst. Das wird auch vom Lautsprecherwagen gerufen: Niemand wird ausgeschlossen!</p>
<p>Um 17 Uhr rufen alle Frauen auf Demos in der ganzen Welt ihre Wut raus, laut. Wir wollen gleichberechtigt sein. In Deutschland geht es den meisten Frauen doch eigentlich gut? Tja. Trotzdem. Wir wollen nicht 22% weniger verdienen als Männer. Als wären wir weniger wert. Wir wollen nicht unterrepräsentiert sein in Ämtern, die &#8222;ernst genommen&#8220; werden. Wir sind genau so viele. Wir sind genau so Menschen. Warum werden Unterschiede gemacht?</p>
<p>Die Frauen, Menschen auf der Demo zum Frauentag lächeln sich zu, loben sich gegenseitig für kreativ gestaltete Plakate, Losungen, Bastelarbeiten. &#8222;Feminismus oder Schlägerei&#8220; trägt eine junge Frau vorbei, in glänzenden Farben, rosa-pink, mit geschwungener, wie gestickter Schrift. Wir müssen lachen, wir winken ihr zu und halten die Daumen hoch. &#8222;Dürfen wir dein Banner fotografieren?&#8220;, fragen wir, und sie nickt. &#8222;Das ist so cool, das hätte ich gerne selbst gemacht&#8220;, sage ich, und sie freut sich.</p>
<p>Zum Schluß, die Füße schmerzen ein bisschen vom vielen Gehen und die Mundwinkel vom unbewussten Dauergrinsen, vor Glück trinken wir einen Lavendel- und einen Marzipankakao. Wir fühlen uns gut und stark. Warum ist die Welt, die Gesellschaft nicht allerorten und immer so wie auf dieser Frauentag-Demo?</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Auch schon vor zwei Jahren hatten wir hier <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/03/frauentag/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>einen tollen Beitrag</strong></a> der Story-Teller zum Frauentag &#8211; es lohnt sich, nochmal reinzuschauen!</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was ist Gesundheit? &#8211; Die Antwort auf Hatschi!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/02/was-ist-gesundheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Feb 2020 09:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12050</guid>

					<description><![CDATA[Hallo hallo, heute kommt frisches Material von den Story-Tellern aus Hamburg auf den Tisch! Auf unterschiedlichste Art haben sie sich mit dem Thema &#8222;Gesundheit&#8220; auseinander gesetzt. Was ist der Unterschied zwischen Behinderung und Krankheit? Ein Gespräch zwischen Peter Burhorn und Birgit Hohnen Birgit: Die Behinderung kommt bei mir durch die Tetraspastik. Das hat der Arzt]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hallo hallo, heute kommt frisches Material von den Story-Tellern aus Hamburg auf den Tisch! Auf unterschiedlichste Art haben sie sich mit dem Thema &#8222;Gesundheit&#8220; auseinander gesetzt.</strong></p>
<p><span id="more-12050"></span></p>
<p><strong>Was ist der Unterschied zwischen Behinderung und Krankheit?</strong></p>
<p>Ein Gespräch zwischen Peter Burhorn und Birgit Hohnen</p>
<p><strong>Birgit:</strong> Die Behinderung kommt bei mir durch die Tetraspastik. Das hat der Arzt festgestellt. Das kann man nicht mehr heilbar machen. Das bleibt im Körper drin. Behinderung ist nicht heilbar. Eine Krankheit ist einfach, dass man sich [vorübergehend] nicht gut fühlt.</p>
<p><strong>Peter:</strong> Ja, wie bei mir neulich. Aus heiterem Himmel war ich krank. Richtig krank. Die Natur hat mich geärgert. Einen Tag vorher ahnt man noch nichts Böses und am nächsten Tag &#8230; Wenn man krank ist, schaltet sich der Körper aus. Dann schwächt sich alles ab. Dann ist&#8217;s nicht mehr möglich einen Brief zum Briefkasten zu bringen.</p>
<p><strong>Birgit:</strong> Wenn man behindert ist, ist man behindert. Ich bin behindert geboren. Ich kann&#8217;s jetzt nicht genauer beschreiben. Ich weiß, dass ich mit der Behinderung leben muss.</p>
<p><strong>Peter:</strong> Das ist auch Selbstakzeptanz.</p>
<p><strong>Birgit:</strong> Mir hat man gesagt, beim Behindert-Sein ist wichtig, dass man sich sagt: Ich bin so wie ich bin und nicht anders.</p>
<p><strong>Peter:</strong> Man muss mit viel Tapferkeit durchs Leben gehen.</p>
<p><strong>Birgit:</strong> Ja. Man muss sich immer sagen, man ist kämpferisch, man ist tapfer und mutig.</p>
<p><strong>Peter:</strong> Und man darf nie an Selbstvertrauen und Lebensmut verlieren.</p>
<p><strong>Birgit:</strong> Ja. Dass man sagt: Man ist so wie man ist. Und man lebt damit. Man hat nicht das Bedürfnis behindert zu sein. Man wünscht es sich nicht.</p>
<p><strong>Peter:</strong> Bei manchen Behinderten habe ich das Gefühl, die lassen sich gar nicht behindern; die gehen jeden Abend selbstbestimmt und selbstständig zu Konzerten. Juri zum Beispiel. Der weiß, was er will.</p>
<p><strong>Birgit:</strong> Das wissen wir doch alle. Wir arbeiten damit. Mit Texten für die Story Teller. Mit Selbstbewusstsein. Mit Musik. Man sitzt ja nicht behindert rum.</p>
<p><strong>Peter:</strong> Was für mich bei Juri das Besondere ausmacht, ist, dass er sein Leben führt wie er will und auch zeigt, dass behindert nicht gleich behindert ist.</p>
<p><strong>Ich:</strong> Es gibt auch vorübergehende Behinderungen.</p>
<p><strong>Peter:</strong> Manche Straßen haben das.</p>
<p><strong>Birgit:</strong> Aber für Menschen, die behindert sind, gibt es keine Heilbarkeit.</p>
<p><strong>Jan:</strong> Behinderung ist ein konstruierter Zustand, der hauptsächlich von der Gesellschaft bedingt wird. Krankheit ist eine Einschränkung, die kurzfristig oder langfristig zur Einschränkung einer Tätigkeit führt. Bei anhaltenden Schwierigkeiten kann sie zu einer Behinderung werden.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p><strong>Behindert</strong></p>
<p><em>Ich lebe mit Behinderung.</em> Und das ist eben so. Und manchmal habe ich Wut darauf. Aber. Ich bin wie ich bin, und ich bin auch anders. Alle sind anders. Das ist auch Gleichheit. Ich habe einen Behindertenausweis, also bin ich behindert. Das ist wie es ist. Ich bin wie ich bin. Das kann man und braucht man nicht heilen. Das ist mein eigener Standard. Wenn ich meinen Kopf zur Seite lege, habe ich eine Schaukelfunktion. Das ist eine Funktion, die ich mir aber nur vorstelle. Ich kenne einen, der hat eine echte Schaukelfunktion. Der hat nur seine Schaukelfunktion und sonst nix, glaube ich. Jeder hat so seine Funktion.</p>
<p>Ich frage mich ernsthaft: Warum schreibt man über Behinderung und nicht einfach über sich? Ich denke nach. Ich bin ein Mensch, der sich äußert. Ich habe etwas beizutragen. Ist man behindert, weil man nicht gehen kann, weil man anders denkt oder weil man eine andere Logik oder Logistik hat? Ist man behindert oder wird man behindert? Und: Ist man vielleicht auch talentiert? Birgit Hohnen hat eine andere Logik und Logistik und diktiert ihre Texte.</p>
<p><em>Was ich sage auf die Frage: Sind Sie behindert?</em> – Wenn mich jemand fragt, ob ich behindert bin, könnte ich sagen: Sind wir nicht alle ein bisschen behindert? Mich ärgert, dass bei uns Menschen mit Unterstützungsbedarf oft mehr auf unsere Schwächen als auf unsere Stärken gesehen wird. Ja, wir haben schon so unsere Probleme. Aber die hat doch jeder. Kein Mensch ist vollkommen. Jeder sollte akzeptiert werden wie er ist, solange er nicht anderen etwas tut. Michael Schumacher hat Asperger-Autismus, Pazifismus und wünscht sich eine Welt ohne Schubladen voller Vorurteilen. Er schreibt seine Texte selbst.</p>
<p><em>Behindert, </em><em>was das heißt?</em> &#8211; Behindert ist luftig leicht und schwer wie Blei, anstrengend meist, Quäle-Seele. Der Mensch geht oder humpelt oder fährt im Rollstuhl. Manche können ohne Rollstuhl nicht gehen. Die Barrieren sind nervig. Barrieren behindern. Mit Rollstuhl ist nervig, mit Behinderung in Gesicht oder Gehirn oder Körper ist nervig; weil andere Menschen komisch gucken und denken: Oho, behindert! Es gibt Leute, die sehen mich und kennen mich nicht. Die denken vielleicht, ich bin ein UFO. Ich bin groß und dünn. Ich kann singen und tanzen. Ich fahre mit der S-Bahn. Ich stehe morgens früh auf, dusche, esse, gucke auf die Uhr: Wann muss ich los? Manchmal früher, manchmal später. Ich arbeite im Theater. Ich bin unterschiedlich drauf: traurig, sauer, böse, lustig, fröhlich, verliebt, Daumen hoch oder runter oder mittel. Ich finde gut an mir, dass ich ein toller Mensch bin, ein lustiger Typ. Ich kann mit Leuten reden; auch wenn ich mal Probleme habe. Ich kann getrennte Wege gehen, wenn mir jemand Schlechtes sagt. Wenn ich in den Spiegel gucke, finde ich besonders schön, wie das Herz pocht. Und das Herz sagt: Ich bin bei dir. Katharina Bromka hat das Williams-Beuren-Syndrom, was das bedeutet, kann sie nicht sagen, sie vermutet: „Das hat mit dem Herz zu tun. Nachts ruhe ich mich aus; ich wache morgens auf und bin ein Mensch.“</p>
<p><strong>(Dieser Text ist von Katharina, die ihre Texte diktiert.)</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p><strong>Als Mensch mit Behinderung beim Arzt I Gedankenblasen</strong></p>
<p>&#8211; Wenn ich das &#8222;Arzt&#8220; höre, kriege ich das P wie Panik &#8230; Aber warum habe ich diese Angst vorm Arzt? Wovor habe ich Angst? Wie ist das bei euch?</p>
<p>&#8211; Ich habe Angst ruppig behandelt und zu schnell abgefertigt zu werden.</p>
<p>&#8211; Wenn der Arzt weiß, dass ich eine Behinderung habe, nimmt er mich dann ernst?</p>
<p>&#8211; Behandelt der Arzt mich genauso nett und freundlich wie die anderen Patienten, obwohl ich ein Handicap habe?</p>
<p>&#8211; Wie offen und einfühlsam sind die Ärzte bei besonderen Fällen?</p>
<p>&#8211; Ich weiß nicht, ob ich mein Leiden richtig schildern kann.</p>
<p>&#8211; Und dann habe ich Angst die Diagnose nicht zu verstehen.</p>
<p>&#8211; Die Ärzte in den Arztserien sind besser; die haben mehr Zeit, und die reden auch richtig mit den Menschen und Patienten.</p>
<p><strong><em>Was kann man verbessern? Wie ist die ideale Ärztin? Und </em><em>was ist ein gutes Verhältnis zwischen Arzt und Patient?</em></strong></p>
<p>&#8211; Ich wünsche mir individuelle Behandlung!</p>
<p>&#8211; Ich wünsche mir, dass meine behandelnde Ärztin auf mich eingeht; sie sollte meine Probleme und Anliegen ernst nehmen und mir alles in verständlicher Sprache erklären.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p><strong>Aktion Mensch hat Therapien gegen Autismus gefördert</strong></p>
<p>Die ABA (Applied Behaviour Analysis) ist eine Therapie, die die Umerziehung und Konditionierung von autistischen Kindern beinhaltet.</p>
<p>Diese Therapieform beruht auf einem Menschenbild, das Autisten als &#8222;defekt&#8220; ansieht und sie ihr gelerntes autistisches Verhalten vergessen lassen will, damit sie ein neues Verhalten erlernen können. Die autistischen Kinder sollen zu einer nicht-autistischen Verhaltensweise um-erzogen werden. Mögliche negative Auswirkungen auf die Psyche der Autisten werden dabei ausgeblendet.</p>
<p>Aktion Mensch hat ein solches Projekt finanziert: Das Bremer Frühförder-Therapie-Programm Autismus wurde mit insgesamt fast 250.000 € unterstützt.</p>
<p>Aufgrund monatelanger Kritik hat Aktion Mensch im November 2016 entschieden derartige Projekte, die Behinderungen therapieren wollen, künftig nicht mehr zu fördern. Matti Wustmann hat Asperger-Autismus und findet es unmöglich, dass die Aktion Mensch eine Therapie förderte, die Menschen mit Autismus gewissermaßen &#8222;heilen&#8220; wollte.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere spannende Beiträge der Story-Teller findet ihr auf <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/story-teller/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>deren Seite</strong></a> bei meinTestgelände😎</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Starke Frauen* auf Rollschuhen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/01/starke-frauen-auf-rollschuhen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jan 2020 07:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=11974</guid>

					<description><![CDATA[Am 25. Mai waren Dennis Seidel und Daniela Chmelik beim Roller Derby und anschließend bei einem feministischen Poetry Slam in Hamburg. Roller Derby ist ein Action-Sport, bei dem mensch Fitness, Ausdauer, Gleichgewicht, Schnelligkeit, Konzentration, Teamgeist und Rollschuhe braucht, wie Dennis Seidel feststellt. Außerdem fiel er in love mit einem neuen Role Model: Wie ich mich]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 25. Mai waren Dennis Seidel und Daniela Chmelik beim Roller Derby und anschließend bei einem feministischen Poetry Slam in Hamburg. Roller Derby ist ein Action-Sport, bei dem mensch Fitness, Ausdauer, Gleichgewicht, Schnelligkeit, Konzentration, Teamgeist und Rollschuhe braucht, wie Dennis Seidel feststellt. Außerdem fiel er in love mit einem neuen Role Model:</strong></p>
<p><span id="more-11974"></span></p>
<p>Wie ich mich umschau&#8216;<br />
kommt sie auf Rollschuhen:<br />
meine Traumfrau!<br />
Sie ist stark,<br />
was ich mag!<br />
Meine Traumfrau kam mir entgegen<br />
bei Hamburger Regen.<br />
Wir gingen in den Park.<br />
Sie ist stark.<br />
Sie hat viele männliche Fans<br />
und auch einige Bands.<br />
Ich jubel laut.<br />
Ich bin verliebt in diese Frau.<br />
Sie ist so schön wie sie war,<br />
sie hat blondes, gelocktes Haar.<br />
Sie ist eine Rollschuhfahrerin<br />
und keine Autoraserin.<br />
Sie heißt Linda;<br />
sie will keine Kinder.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr von den Story Tellern findet ihr hier.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wer liebt hier wen?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/11/wer-liebt-hier-wen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Nov 2019 07:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=11892</guid>

					<description><![CDATA[Wie fühlt man sich, wenn dein Freund oder deine Freundin dich betrügt? Und: Wer liebt hier eigentlich wen? Diese Fragen stehen im Vordergrund der Theaterproduktion von mixed pickles e.V., die 2018 in Lübeck entstanden ist. Hier im Trailer können wir ein bisschen hinter die Kulissen schauen: Wie haben sich die jungen Menschen dem Text angenähert,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie fühlt man sich, wenn dein Freund oder deine Freundin dich betrügt? Und: Wer liebt hier eigentlich wen? Diese Fragen stehen im Vordergrund der Theaterproduktion von mixed pickles e.V., die 2018 in Lübeck entstanden ist. Hier im Trailer können wir ein bisschen hinter die Kulissen schauen: Wie haben sich die jungen Menschen dem Text angenähert, wie das Stück erarbeitet? Vorhang auf! Viel Spaß beim Anschauen!</strong></p>
<p><span id="more-11892"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Du bist Theater-Fan? Dann check mal <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/theater/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>den entsprechenden Hashtag</strong></a>!</li>
<li>Wenn ihr mehr über die Arbeit von mixed pickles sehen wollt, klickt <strong><a href="http://www.mixedpickles-ev.de">hier</a>.</strong></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Interview mit Ninia LaGrande</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/10/interview-mit-ninia-lagrande/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Oct 2019 07:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=11847</guid>

					<description><![CDATA[Die Story-Teller unterhalten sich gern mit inspirierenden Personen &#8211; und diesmal ist ihre Wahl auf Ninia LaGrande gefallen. Falls du die Autorin, Moderatorin, Slam-Poetin und Feministin aus Hannover noch nicht kennst, dann ist es allerhöchste Zeit, sie kennenzulernen! Ein guter Anfang ist da das folgende Interview. Story Teller: Wieso bist du so cool? oder: Wie]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Story-Teller unterhalten sich gern mit inspirierenden Personen &#8211; und diesmal ist ihre Wahl auf <a href="https://www.facebook.com/NiLaGr/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ninia LaGrande</a> gefallen. Falls du die Autorin, Moderatorin, Slam-Poetin und Feministin aus Hannover noch nicht kennst, dann ist es allerhöchste Zeit, sie kennenzulernen! Ein guter Anfang ist da das folgende Interview.</strong></p>
<p><span id="more-11847"></span></p>
<p><strong>Story Teller:</strong> <em>Wieso bist du so cool? oder: Wie bist du so tough geworden? (Was ist &#8218;cool&#8216; überhaupt? Passt das Wort &#8218;tough&#8216; besser? Welchen Begriff findet Ninia wohl am besten?)</em></p>
<p><strong>Ninia LaGrande: </strong>Puh. „Tough“ finde ich ganz furchtbar als Beschreibung :D. Das drückt für mich eine Härte aus, die ich nicht habe – die ich in meinem Leben auch nicht brauche. Ich find’s auch immer witzig, dass andere mich oft als „frech“ oder „erfrischend“ bezeichnen – ich kann mir selbst diese Adjektive nicht zuschreiben. „Cool“ bin ich – das beinhaltet für mich aber einfach eine gewisse Ruhe in vielen Situationen, die ich natürlich auch in Teilen lernen musste – die mir aber auch von meinem Vater mit in die Wiege gelegt wurde. Warum? Keine Ahnung, ich glaube, das ist wirklich charakterabhängig. Manchmal bin ich auch zu cool – aus Unsicherheit oder Social Akwardness, und dann werde ich wiederum als arrogant wahrgenommen.</p>
<p><strong>ST: </strong><em>Was gibt dir Power?</em></p>
<p><strong>N: </strong>Schlaf. Kaffee. Sonne. Austausch mit tollen Freundinnen.</p>
<p><strong>ST:</strong> <em>Wie bist du Feministin geworden?</em></p>
<p><strong>N: </strong>Ich behaupte, ich wäre das schon immer gewesen. Ich hatte nur lange kein Wort dafür. Gerechtigkeit war mir aber immer wichtig. Und als dann Erfahrungen im Studium und nach dem Abschluss dazu kamen, Lektüre und der Austausch über das Netz, wurde mir bewusst, dass ich mich ohne Zweifel als Feministin bezeichnen würde.</p>
<p><strong>ST: </strong><em>Ich liebe deinen Stil! Wo kaufst du deine schicken Klamotten? Und deine Brillen?</em></p>
<p><strong>N: </strong>Danke ;). Ich kaufe fast ausschließlich in kleinen Läden in meinem Viertel und im Netz. Vieles lasse ich anpassen. Vieles ist Second Hand und wird von mir dann entsprechend umgestylt oder angepasst. Meine Brillen kaufe ich am liebsten bei Ace and Tate – aber auch Vintage.</p>
<p><strong>ST: </strong><em>Was gibst du deinem Kind mit in die Welt?</em></p>
<p><strong>N: </strong>Gute Laune, Selbstsicherheit, Rückhalt und die Zweifellosigkeit, sich immer auf seine Eltern verlassen zu können. Ich wünsche mir für mein Kind, dass es später für seine Meinung einstehen kann, das machen darf, was es sich wünscht und keine Diskriminierungserfahrungen machen muss.</p>
<p><strong>ST: </strong><em>Wir finden auch, dass &#8222;behindert&#8220; als Schimpfwort gar nicht klar geht. Wie schimpfst du? Was ist dein Lieblingsschimpfwort?</em></p>
<p><strong>N: </strong>Oh, ich schimpfe furchtbar gerne. Mein Mann und ich beschimpfen uns gegenseitig ebenfalls sehr schnell und gern. Ich empfinde das als wohltuend. „Fick dich“ rutscht mir, glaube ich, am meisten raus. Ich werde fast nie laut – ich bin eher unterschwellig fies und gut mit Worten :D. Ich stichel gerne und gehe manchmal auch etwas zu weit.</p>
<p><strong>ST: </strong><em>Was hat deine Mutter dir mit auf den Lebensweg gegeben? Und dein Vater?</em></p>
<p><strong>N: </strong>Beide haben mir ein sehr großes Selbstbewusstsein mitgegeben und die Gewissheit, dass ich all das schaffen kann, was ich mir vornehme. Beiden war es immer wichtig, dass ich auf eigenen Beinen stehen und für mich selbst sorgen kann. Von meiner Mutter habe ich die große Klappe und die Leidenschaft für Mode, von meinem Vater die Besonnenheit und das Rampensau-Gen.</p>
<p><strong>ST: </strong><em>Was empfiehlst du an Feminismus-Lektüre?</em></p>
<p><strong>N: </strong>Virginia Wolf – A Room of One’s Own; Julia Korbik – Stand up; alles von Margarete Stokowski und Liv Strömquist.</p>
<p><strong>ST: </strong><em>Wer sind deine Vorbilder oder Inspirationen?</em></p>
<p><strong>N: </strong>Ach, da gibt’s so viele. Das können tolle Autorinnen sein, Politikerinnen oder Aktivistinnen, Musikerinnen und Schauspielerinnen und Menschen, die mir auf der Straße entgegenkommen und einfach toll gestylt sind. Ich picke mir aus allem das passende für mich raus.</p>
<p><strong>ST: </strong><em>Hast du auch Selbstzweifel? Wie bewältigst du schlechte Phasen, bzw. Stimmungstiefs?</em></p>
<p><strong>N: </strong>Selbstverständlich. Das ist – gerade in meinem Beruf – auch völlig normal. Ich zwinge mich zu Pausen. Zu frischer Luft und Durchatmen und Baden und mir selbst was Gutes tun. Ich spreche drüber, oder schreibe etwas. Mir hilft es auch, mich toll zu schminken oder anzuziehen, wenn es mir schlecht geht. Ab einem gewissen Punkt kann man sich auch professionelle Hilfe holen.</p>
<p><strong>ST: </strong><em>Wovon handeln die Bücher, die du schreibst?</em></p>
<p><strong>N: </strong>Die ersten zwei Bücher sind Kurzgeschichten- und Kolumnen-Sammlungen. Alltagsgeschichten, auch fiktionale Sachen, aber vieles aus dem eigenen Erleben, Beziehungserfahrungen, lustige Begegnungen. Aktuell schreibe ich an einem Roman zum Thema Einsamkeit.</p>
<p><strong>ST: </strong><em>Wie schaffst du es deinen Alltag mutig und selbstbewusst zu meistern?</em></p>
<p><strong>N: </strong>Dafür gibt’s keine Anleitung – ich habe ja keine andere Wahl :D. Grundsätzlich hatte ich das große Glück, dass meine Eltern mir viel Selbstbewusstsein mitgegeben haben und ich immer in tollen Kindergarten- und Klassenverbänden leben durfte. Ich war nicht immer so selbstbewusst, in meiner Pubertät und den frühen 20ern sah das ganz anders aus. Ich würde mich allerdings selbst nicht als mutig bezeichnen. Ich bin der größte Angsthase unter Gottes heller Sonne. Ich traue mich echt nix.</p>
<p><strong>ST: </strong><em>Wie hast du deinen Traummann kennengelernt?</em></p>
<p><strong>N: </strong>Ich suche noch! Kleiner Witz: klassisch in der Uni. Wir haben zusammen Improtheater gespielt.</p>
<p><strong>ST: </strong><em>Ist dein Mann auch Feminist?</em></p>
<p><strong>N: </strong>[Auszug aus unserem Gespräch, während ich die Antworten hier tippe]</p>
<p>Ich (schreiend aus meinem Arbeitszimmer): BIST DU FEMINIST?<br />
Der Mann: Warum?<br />
Ich: Weil ich das hier gefragt werde.<br />
Der Mann: Geht das Interview um mich?<br />
Ich: Nein.<br />
Der Mann: Dann geht das niemanden was an.</p>
<p><strong>ST: </strong><em>Wo behindert dich deine Kleinwüchsigkeit? Hast du besondere Hilfsmittel?</em></p>
<p><strong>N: </strong>Die Kleinwüchsigkeit behindert mich nicht. Die politischen und gesellschaftlichen Umstände behindern mich. Sei es, dass meine Eltern durchsetzen mussten, dass ich auf Regelschulen gehen konnte – für andere eine Selbstverständlichkeit. Oder, dass Menschen mich anstarren, anquatschen und anfassen.Ich habe diverse Hocker in unserer Wohnung und im Wohnmobil, um hohe Schränke besser zu erreichen und meine Füße im Sitz draufstellen zu können. Alles andere kriege ich mit Kreativität und ggf. Hilfe auch ohne Hilfsmittel hin.</p>
<p><strong>ST: </strong><em>Was muss sich gesellschaftlich und städtebaumäßig verbessern, damit man nicht behindert wird?</em></p>
<p><strong>N: </strong>Die größte Blockade ist unsere Politik. Gesetze, die Menschen mit Behinderung nicht gleichberechtigt mitbestimmen und teilhaben lassen (<a href="https://www.change.org/p/lasst-pflegebedürftigen-ihr-zuhause-stoppt-das-intensivpflegestärkungsgesetz-jensspahn-bmg-bund" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Bestes Beispiel aktuell</strong></a>). Wir müssen die UN-Behindertenrechtskonvention endlich ernst nehmen und das Menschenrecht auf Inklusion rigoros durchsetzen. Erst dann kann sich auch gesellschaftlich etwas verändern. Klar ist es wichtig, Bordsteine abzusenken, funktionierende Fahrstühle einzurichten, Gebäude barrierearm zu gestalten. Dabei vergessen wir aber, dass es so viel mehr gibt – dass es vor allem auch eine große Gruppe an Menschen mit nicht-sichtbarer Behinderung gibt. Und dass der Teufelskreis aus Förderschule – Heim – Werkstatt nicht durchbrochen wird, wenn wir nur versuchen, Städte baulich anzupassen.</p>
<p><strong>ST: </strong><em>Gab es Probleme bei deiner Geburt?</em></p>
<p><strong>N: </strong>Nö. Ich war zwar Kaiserschnitt, weil ich damals schon bockig war und mich nicht umdrehen wollte.</p>
<p><strong>ST: </strong><em>Welche Lebensträume möchtest du verwirklichen?</em></p>
<p><strong>N: </strong>Ich würde mir gerne mal ein ganzes Jahr freinehmen und mit unserem Wohnmobil reisen. Ansonsten: einen Roman schreiben (da bin ich schon dran), eine Zeichentrickfigur synchronisieren (Pixar, call me!) und die NDR Talkshow moderieren (gerne mit Barbara zusammen).</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr von den Story Tellern findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/story-teller/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>.</li>
<li>Checkt unbedingt auch <a href="https://www.instagram.com/ninialagrande/?hl=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Ninias Instagram</strong></a> aus!</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Weltverbesserin: Paloma in Action</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/09/die-weltverbesserin-i-paloma-in-action/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Sep 2019 07:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=11760</guid>

					<description><![CDATA[Zum Interview erscheint Paloma Olszowka in einem Glitzer-Kleid und einer Kapuzen-Jacke voller Sterne, mit ihrer Assistentin Lisa und ihrem Freund Kai. Die 25-Jährige ist Bloggerin, YouTuberin, spielt Theater, entwarf Mode für Rollstuhlfahrer*innen und saß in im Mädchenbeirat von der Frauenstiftung Filia. Weil die Mettmannerin gerade Urlaub in Hamburg macht, konnten Dennis Seidel und Daniela Chmelik von]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zum Interview erscheint Paloma Olszowka in einem Glitzer-Kleid und einer Kapuzen-Jacke voller Sterne, mit ihrer Assistentin Lisa und ihrem Freund Kai. Die 25-Jährige ist Bloggerin, YouTuberin, spielt Theater, entwarf Mode für Rollstuhlfahrer*innen und saß in im Mädchenbeirat von der Frauenstiftung Filia. </strong><strong>Weil die Mettmannerin gerade Urlaub in Hamburg macht, konnten Dennis Seidel und Daniela Chmelik von den Story-Tellern sie dort in einer Bar persönlich treffen. Was für ein Glück!</strong></p>
<p><span id="more-11760"></span></p>
<p>Paloma ist ein fröhlicher Mensch. Sie sprüht vor Tatenkraft. Ihr Name kommt aus dem Spanischen und bedeutet Taube, Friedenstaube. Paloma ist auf Gran Canaria zur Welt gekommen, zehn Wochen zu früh und mit Sauerstoffmangel, der zu Tetraspastik führte. Wegen dieser Behinderung ist Paloma im Rollstuhl unterwegs. Auch ihr Freund Kai hat Tetraspastik. Anders als Paloma braucht er aber keinen Rollstuhl. Und ebenso wie Paloma ist auch er nicht kognitiv behindert, also nicht im Kopf, sondern ausschließlich körperlich.</p>
<p>&#8222;Bei mir führt die Tetraspastik dazu, dass mein Gang manchmal nicht maximal elegant ist,&#8220; sagt er, nippt an seinem Bier und grinst. Kai hat vor zwei Jahren Abitur gemacht und studiert nun Kommunikationswissenschaften. Paloma hat fürs Studieren keine Zeit. Sie versteht ihren Namen als Auftrag: Sie will der Welt Frieden bringen!</p>
<p>&#8222;Es braucht viele Menschen, die daran arbeiten, dass es keinen Hass mehr gibt und keinen Krieg&#8220;, sagt sie: &#8222;Ich kämpfe dafür, dass die Welt besser wird. Wir müssen klein anfangen, die Welt in die richtige Richtung zu wenden. Ich hatte schon mit 6 Jahren die Erkenntnis, dass ich dazu beitragen kann, die Welt besser zu machen.&#8220; Ihr Freund Kai lächelt und streichelt Palomas Hand.</p>
<p>&#8222;Menschen mit Behinderungen sind auch normal!&#8220; Auch das will Paloma vermitteln. Dafür leistet sie Öffentlichkeitsarbeit: über ihren Youtube Kanal „Paloma in Action“, ihren Blog, im Theater, mit Kursen und Projekten. Aktuell arbeitet sie an einem Buch über verschiedene Krankheiten und Behinderungen, für Leser*innen ab 10 Jahren.</p>
<p>&#8222;Ich will Aufklärungsarbeit darüber leisten, dass Menschen mit Behinderungen die gleichen Menschen sind&#8220;, ruft sie. Die Menschen in der Bar, in der wir sitzen, drehen sich zu uns um. Aber eigentlich bemerken Dennis und ich das gar nicht. Zu sehr sind wir beeindruckt von Paloma. Gut möglich, dass Dennis&#8216; nächste Papierpuppe Paloma heißt. Die aktuelle ist ja Lara, nach Lara Croft.</p>
<p>&#8222;Oft wird man wird durch die Gesellschaft behindert. Das muss man verändern. Man muss Barrieren abbauen in den Köpfen. Augen auf &#8211; jeder Mensch ist wunderbar!&#8220; Paloma spricht mit fester Stimme, und ich freue mich, dass die Menschen um uns herum zuhören.</p>
<p>&#8222;Wie bist du so &#8230; so cool, so tough geworden?&#8220;, frage ich beeindruckt und denke: Ich bin ein Emoji mit Herzen in den Augen. Paloma antwortet: &#8222;Das Leben ist nicht immer rosig. Es hält viele Prüfungen bereit. Da muss man stark sein. Man muss sich durchsetzen. Jeder Mensch ist wundervoll. Ich bin immer unterschätzt worden, und ich werde immer noch oft unterschätzt. Weil ich im Rollstuhl sitze vielleicht, oder vielleicht denkt man auch, weil meine Stimme etwas eingeschränkt ist, müsste ich auch im Kopf eingeschränkt sein.&#8220;</p>
<p>&#8222;Aber das ist Quatsch!&#8220;</p>
<p>Paloma nickt und lächelt.</p>
<p>&#8222;Hast du auch mal Selbstzweifel?&#8220; Ich bin neugierig. Dennis schüttelt seine Lara. &#8222;Ja. Aber dann stehe ich auf und denke: Die Welt braucht mich!&#8220; Ich weiß nicht, wie ich &#8218;beeindruckt&#8216; noch steigern kann. Ich himmele Paloma an. &#8222;Selbstzweifel hat doch jede*r&#8220;, führt sie fort. &#8222;Weil die Gesellschaft so ist. Die redet einem diese Zweifel ein. Und die Behörden erst! Weil Aufklärungsarbeit fehlt oder nicht richtig ankommt. Es bräuchte eine Gesellschaft ohne Noten, ohne dieses Bewertungssystem. Jeder Mensch ist anders. Und ständig muss ich mich mit Behörden rumärgern. Die können mit individuellen Fällen nicht umgehen.&#8220;</p>
<p>&#8222;Was gibt dir diese Kraft?&#8220;</p>
<p>&#8222;Das Leben und die Liebe geben mir Power, mein Freund, meine Assistent*innen, Freunde, meine Projekte. Ich bin meine Lebensträume alle schon angegangen. Ich will aber noch bekannter werden, die Welt weiter bewegen, die Herzen öffnen, glücklich sein über das Leben. Wir vergessen manchmal die Welt genau anzusehen, die Vögel, die Umwelt, und all das schützen zu wollen.&#8220;</p>
<p>Paloma erzählt von ihrer Tätowierung, einer Weltkugel mit Herzen, die sie sich auf den Oberarm hat stechen lassen. Sie bittet ihre Assistentin ihr mit dem Kapuzenpulli zu helfen, sodass wir das Tatoo anschauen können. Es sieht wirklich schön aus.</p>
<p>Dann liest Dennis unsere nächste Frage vor: &#8222;Wir finden, dass &#8218;behindert&#8216; als Schimpfwort gar nicht klar geht. Wie schimpfst du?&#8220;</p>
<p>Paloma denkt nach, denkt länger nach und schaut zum ersten Mal ratlos drein. Dann antwortet Kai: &#8222;Paloma schimpft eigentlich nie.&#8220;</p>
<p>&#8222;Ja, Jugendliche schimpfen oft mit Begriffen wie &#8217;schwul&#8216; oder &#8218;behindert&#8216;. Ich weiß auch nicht. Vielleicht muss an Schulen diesbezüglich mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden,&#8220; sagt sie dann. Und ihr Freund ergänzt: &#8222;Vielleicht muss es noch mehr Dialog geben über Inklusion. Also, so dass auch Menschen ohne Beeinträchtigungen erleben wie es ist mit einer zu leben und Verständnis gewinnen. Es muss mehr Berührungspunkte geben.&#8220;</p>
<p>Kai und Paloma haben sich bei der Lesebühne „Schall und Raucher“ in Essen kennengelernt. Paloma trat dort mit einem Poetry Slam-Text über Salz und Pfeffer auf: &#8222;Weil das Leben salzig ist und pfeffrig.&#8220; Kai war als Gast eingeladen, trug einen Text über seinen Werdegang vor und widmete ihn spontan Paloma. Zu dem Zeitpunkt hatten sich die beiden zwar noch nicht unterhalten, aber ihre fröhliche Art war ihm schon aufgefallen. Ein Fall von Liebe auf den ersten Blick. In der Pause unterhielt man sich und verstand sich super. Danach trafen sie sich immer mal wieder auf Veranstaltungen und irgendwann lud Paloma ihn zu einem Interview für ihren YouTube-Kanal ein. &#8222;Als ich ihn fragte, ist mir das Herz in die Hose gefallen&#8220;, sagt Paloma und lacht. Aber er hat zugesagt.</p>
<p>&#8222;Wie romantisch!&#8220;, ruft Dennis.</p>
<p>&#8222;Du bist so eine starke und schöne Frau!&#8220;, rufe ich.</p>
<p>&#8222;Danke, das höre ich oft&#8220;, grinst Paloma.</p>
<p>&#8222;Boah, Kai, was du für ein Glück hast!&#8220; Ich bin ein Emoji mit Herzen überm Kopf.</p>
<p>&#8222;Danke, das höre ich oft&#8220;, antwortet Kai und grinst ebenfalls.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier findet ihr den <a href="https://www.youtube.com/channel/UCmZcoejShSjrkiDw4rks-Xw/featured" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>YouTube-Channel von Paloma</strong></a>.</li>
<li>Schaut doch mal auf dem <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/story-teller/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Profil der Story-Teller</strong></a> vorbei.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Europa &#8211; Wählen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/05/europa-waehlen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 May 2019 07:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=11438</guid>

					<description><![CDATA[Der nächste Beitrag in unserer Europa-Spezial-Woche kommt von der Redaktionsgruppe Story-Teller 🎉 Auch sie haben sich in Anbetracht der Wahlen am Sonntag Gedanken gemacht und Fragen gestellt. Und was bedeutet Europa für dich? Europa ist Einheit und Grenzen. Europa hat das Stern-Symbol auf Fahnen und auf Luftballons. Europa ist wichtig gegen Grenzen. Krieg soll es nicht geben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der nächste Beitrag in unserer Europa-Spezial-Woche kommt von der Redaktionsgruppe Story-Teller </strong>🎉 <strong>Auch sie haben sich in Anbetracht der Wahlen am Sonntag Gedanken gemacht und Fragen gestellt. Und was bedeutet Europa für dich?</strong></p>
<p><span id="more-11438"></span></p>
<p>Europa ist Einheit und Grenzen. Europa hat das Stern-Symbol auf Fahnen und auf Luftballons. Europa ist wichtig gegen Grenzen. Krieg soll es nicht geben. Wir sollen alle glücklich werden. Auch mit den Flüchtlingen. Alles soll gut werden.<br />
Europa soll bunt sein. Europa ist ein Traum, eine Utopie, und manche sagen Alb-Traum oder Alp-Traum. In Europa gibt es Alpen, Berge, Meere, Umwelt, Klima (Katastrophen) und viele Menschen. Wirtschaft und Geld. Schlösser und Burgen. Import und Export. Demokratie und Menschenrechte. Eurovision Song Contest. Zusammenhalt und Zwietracht. Fußball und Europa-Meisterschaften. Und in den Supermärkten arbeiten die Verkäufer*innen an der Kasse im Sitzen.</p>
<p>Manche meinen: &#8222;Europa muss weg.&#8220; Die haben keine Lust mehr. Weil die euroäische Eiländ nicht vorankommt. Weil&#8217;s immer Ärgereien gibt. Die Leute sind genervt. Ich aber will die Europäische Union! Europa ist gut! Was anderes will ich mir nicht vorstellen. Wie wollen wir leben?</p>
<p>Woran krankt Europa? Am Gehirn, in den Knochen, an der Seele?<br />
Was hat Europa für einen Traum?<br />
Was hat Europa gemeinsam und was trennt es?<br />
Warum wollen sich Länder von Europa absondern? Warum werden rechte und nationalistische Parteien momentan stärker?<br />
Wem geht es gut in Europa?<br />
Was ist der Traum von Europa?<br />
Ich habe einen Traum! Und du?</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Kennt ihr eigentlich schon unseren <a href="https://www.instagram.com/meintestgelaende/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Instagram-Account</strong></a>? Dort haben wir heute auch noch ein Video der Story-Teller für euch!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Behindert</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/05/behindert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 May 2019 07:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=11402</guid>

					<description><![CDATA[Am heutigen Sonntag findet unter dem Motto &#8222;Mission: Inklusion&#8220; der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt. In Berlin beispielsweise geht eine große Demonstration an den Start &#8211; weitere Infos dazu findest du auf der Webseite des Protesttags. Und hier auf meinTestgelände präsentieren wir euch einen Text der Story-Teller &#8211; geschrieben hat ihn]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am heutigen Sonntag findet unter dem Motto &#8222;Mission: Inklusion&#8220; der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt. In Berlin beispielsweise geht eine große Demonstration an den Start &#8211; weitere Infos dazu findest du auf der <em><a href="http://www.protesttag-behinderte.de/#" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Webseite des Protesttags</a></em>. Und hier auf meinTestgelände präsentieren wir euch einen Text der Story-Teller &#8211; geschrieben hat ihn Birgit Hohnen. Viel Spaß beim Lesen!</strong></p>
<p><span id="more-11402"></span></p>
<p>Ich lebe mit Behinderung. Und das ist eben so. Und manchmal habe ich Wut darauf. Aber. Ich bin wie ich bin, und ich bin auch anders. Alle sind anders. Das ist auch Gleichheit. Ich habe einen Behindertenausweis, also bin ich behindert. Das ist wie es ist. Ich bin wie ich bin. Das kann man und braucht man nicht heilen. Das ist mein eigener Standard. Wenn ich meinen Kopf zur Seite lege, habe ich eine Schaukelfunktion. Das ist eine Funktion, die ich mir aber nur vorstelle. Ich kenne einen, der hat eine echte Schaukelfunktion. Der hat nur seine Schaukelfunktion und sonst nix, glaube ich. Jeder hat so seine Funktion.</p>
<p>Ich frage mich ernsthaft: Warum schreibt man über Behinderung und nicht einfach über sich? Ich denke nach. Ich bin ein Mensch, der sich äußert. Ich habe etwas beizutragen. Ist man behindert, weil man nicht gehen kann, weil man anders denkt oder weil man eine andere Logik oder Logistik hat? Ist man behindert oder wird man behindert? Und: Ist man vielleicht auch talentiert?</p>
<p><em>Behindert, was das heißt?</em>&#8211; Behindert ist luftig leicht, schwer wie Blei, anstrengend meist, Quäle-Seele. Mensch geht oder humpelt oder fährt im Rollstuhl. Manche können ohne Rollstuhl nicht gehen. Die Barrieren sind nervig. Barrieren behindern. Mit Rollstuhl ist nervig, mit Behinderung in Gesicht oder Gehirn oder Körper oder Bewegung ist nervig; weil andere Menschen komisch gucken und denken: Oho, behindert! Es gibt Leute, die sehen mich und kennen mich nicht. Die denken, ich bin vielleicht ein UFO. Ich bin groß und dünn. Ich kann singen und tanzen. Ich fahre mit der S-Bahn. Ich stehe morgens früh auf, dusche, esse, gucke auf die Uhr: Wann muss ich los? Manchmal früher, manchmal später. Ich arbeite im Theater. Ich bin unterschiedlich drauf: traurig, sauer, böse, lustig, fröhlich, verliebt, Daumen hoch oder runter oder mittel. Ich finde gut an mir, dass ich ein toller Mensch bin, ein lustiger Typ. Ich kann mit Leuten reden; auch wenn ich mal Probleme habe. Ich kann getrennte Wege gehen, wenn mir jemand Schlechtes sagt. Wenn ich in den Spiegel gucke, finde ich besonders schön, wie das Herz pocht. Und das Herz sagt: Ich bin bei dir, Kathi. (Kathi Bromka hat das Williams-Beuren-Syndrom, was das genau bedeutet, kann sie nicht sagen, sie vermutet: „Das hat mit dem Herz zu tun. Nachts ruhe ich mich aus; ich wache morgens auf und bin ein neuer Mensch.“)</p>
<p><em>Was ich sage auf die Frage: Sind Sie behindert?</em>– Wenn mich jemand fragt, ob ich behindert bin, könnte ich sagen: Sind wir nicht alle ein bisschen behindert? Mich ärgert, dass bei uns Menschen mit Unterstützungsbedarf oft mehr auf unsere Schwächen als auf unsere Stärken gesehen wird. Ja, wir haben schon so unsere Probleme. Aber die hat doch jeder. Kein Mensch ist vollkommen. Jeder sollte akzeptiert werden wie er ist, solange er nicht anderen etwas tut. (Michael Schumacher hat Asperger-Autismus, Pazifismus und wünscht sich eine Welt ohne Schubladen voll Vorurteilen.)</p>
<p>Ich bin nicht vom Mars! (Peter Burhorn)</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Stöbert doch mal ein bisschen im Profil der Story-Teller herum😊</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie will ich lieben?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/12/wie-will-ich-lieben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Dec 2018 07:00:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Audios]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=11150</guid>

					<description><![CDATA[Im November trafen sich zehn junge Frauen mit Behinderung zu einem Workshop zum Thema „Was ist denn schon normal?“ Es ging auch um die Frage „Wie will ich lieben?“, also sind die jungen Frauen losgezogen, haben sich gegenseitig und auch andere Besucher*innen im Tagungshaus befragt, was denn für sie eigentlich Liebe ist. Entstanden ist eine]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im November trafen sich zehn junge Frauen mit Behinderung zu einem Workshop zum Thema „Was ist denn schon normal?“ Es ging auch um die Frage „Wie will ich lieben?“, also sind die jungen Frauen losgezogen, haben sich gegenseitig und auch andere Besucher*innen im Tagungshaus befragt, was denn für sie eigentlich Liebe ist. Entstanden ist eine schöne kleine Audiocollage.</strong></p>
<p><span id="more-11150"></span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-11151" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2018/11/IMG_4334-800x533.jpg" alt="" width="700" height="466" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2018/11/IMG_4334-800x533.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2018/11/IMG_4334-300x200.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2018/11/IMG_4334-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Auf dem #gelände18 haben wir mal nachgefragt, was den Jugendlichen wichtiger ist: Geld oder Liebe? <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/07/gelaende18-geld-oder-liebe/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Die Antworten seht ihr hier</strong></a>.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und hier gibt es eine <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/08/foto-love-story-i-love-you-emma-star/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Foto-Love-Story</strong></a>.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ja, so bin ich!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/09/ja-so-bin-ich-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Sep 2018 07:00:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheit]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=10925</guid>

					<description><![CDATA[Oft suchen wir nach einem Zustand der Zufriedenheit und meinen, wir finden diesen wenn wir uns neue Klamotten kaufen, in den Urlaub fahren oder durch das Gefühl, von anderen Menschen gemocht zu werden. Doch die Texte, die wir euch heute von den story-tellern präsentieren, zeigen, dass der Anfang aller Zufriedenheit in der Selbstakzeptanz liegt. Ja,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Oft suchen wir nach einem Zustand der Zufriedenheit und meinen, wir finden diesen wenn wir uns neue Klamotten kaufen, in den Urlaub fahren oder durch das Gefühl, von anderen Menschen gemocht zu werden. Doch die Texte, die wir euch heute von den story-tellern präsentieren, zeigen, dass der Anfang aller Zufriedenheit in der Selbstakzeptanz liegt.</strong></p>
<p><span id="more-10925"></span></p>
<p><strong><em>Ja, so bin ich!</em> von Michael Schumacher</strong></p>
<p>Viele Menschen reden mit mir über Dinge, die sie gerade so bewegen.<br />
Deswegen würde ich von mir behaupten, dass ich stets ein offenes Ohr für jeden habe, ohne mich jetzt selber zu sehr loben zu wollen.<br />
Menschen, die mir vertraut sind, wollen gern meine Meinung zu etwas hören.<br />
Sie wissen, dass meine Meinung stets gut ist.<br />
Zu meiner Person kann ich sagen, dass ich von Natur aus eine ruhige Person bin. Privat zumindest.<br />
Auf der Bühne lass ich es aber stets krachen. Einige Menschen sind dann immer ganz erstaunt. Sie sagen dann soetwas wie: &#8222;Ich habe ihn gar nicht wiedererkannt. Sonst sagt er doch so gut wie nie was.&#8220; Menschen, die dies von sich geben, sind Menschen, die nicht so über mich Bescheid wissen.<br />
Diese Menschen sprechen mich aber nicht direkt an.<br />
Das ist ein Punkt, der mit meinem Asperger-Syndrom zusammenhängt.<br />
Die Kontaktaufnahme mit Menschen kann sich bei mir als schwierig gestalten.<br />
Das ist vielleicht eine Schwäche.<br />
Aber man muss Besonderheiten zu verstehen wissen.</p>
<p><strong><em>Ja, so bin ich!</em> von Kathi Bromka</strong></p>
<p>Es gibt Leute, die können mich nicht sehen und kennen mich nicht. Ich bin: ein UFO vielleicht. Ich sehe anders aus. Ihr könnt das testen. Oder tasten. Haare: braun, dunkelbraun und fettig. Die Nase: weich und krumm und Ah! Das war zu fest. Meine Haut ist auch weich. Au! Nicht kneifen. Ich bin groß und dünn. Ich kann singen und tanzen. Ich fahre mit der S-Bahn. Ich stehe morgens früh auf, dusche, esse, gucke auf die Uhr: Wann muss ich los? Manchmal früher, manchmal später. Ich fahre bis Berliner Tor, da steige ich aus, um und fahre mit Kevin nach Bergedorf. Ich arbeite im Theater. Ich bin unterschiedlich drauf: traurig, sauer, böse, lustig, fröhlich, verliebt, Daumen hoch oder runter oder mittel. Ich finde gut an mir, dass ich ein toller Mensch bin, ein lustiger Typ. Ich kann mit Leuten reden; auch wenn ich mal Probleme habe. Ich kann getrennte Wege gehen. Wenn mir jemand Schlechtes sagt, gehe ich weg. Wenn ich in den Spiegel gucke, finde ich besonders schön, wie das Herz pocht. Und das Herz sagt: Ich bin bei dir, Kathi.</p>
<p><strong><em>Ja, so bin ich</em> von Jan Thibout</strong></p>
<p>Leider bin ich aufgrund meiner schweren letzten Jahre nicht besonders positiv. Veränderungen stellen Menschen vor Herausforderungen. Inzwischen sind mir Selbstbespiegelungen zuwider. Aufgrund meiner Krankheit ist mir vieles bewusst geworden. Zum Beispiel auch, dass Erwachsenwerden bedeutet, dass manche Wunschvorstellungen gegen Realität ausgetauscht werden müssen. Inzwischen versuche ich mich an meinen Möglichkeiten zu orientieren und mich weniger über meine Schwächen zu ärgern. Obwohl ich eigentlich &#8222;erwachsen&#8220; bin, muss ich noch viel lernen. Ich habe mir früher oft Gedanken um mich und die Welt gemacht. Jetzt verbringe ich die meiste Zeit damit, mit Alltag und Problemen zu kämpfen. Da mir meine Angststörung sehr zu schaffen macht. Das ist eine Form der Anstrengung, die mich blockiert. Früher habe ich mich mit Politik oder Philosophie beschäftigt. Jetzt versuche ich überhaupt zu arbeiten, eine ambulante Therapie zu machen und mein Leben auf die Beine zu bekommen.</p>
<p><strong><em>Ja, so bin ich!</em> von Carsten Schnathorst</strong></p>
<p>Ich bin ein Träumer. Ich bin kein Mensch für die Realität. Ich will auch kein Realist werden. Ich denke immer, wer Realist ist, hat keinen Platz für Träume. Ich bin auch oft trotzig. Tja, ich kann und will nicht einfach alles hinnehmen, was man mir vorsetzt. Ja, so bin ich!</p>
<p>Ich kann auch anders. Ich bin auch ein Harmoniemensch. Ich hasse Streit, obwohl ich auch trotzig bin. Wenn Andere streiten, krieg ich zu viel. Da will ich, dass es aufhört, aber schnell!</p>
<p>Ich interessiere mich für Sprachen, Musik und auch Folklore aus anderen Ländern. Ich singe gerne und treffe mich mit Freunden. Dat bin ick och!</p>
<p>Vielleicht ahnt man, dass ich auch gerne Quatsch erzähle. Macht nüscht. Manchmal könnte ich mich selber hassen. Man sagt ja, man solle sich lieben. Aber wenn ich eine Beziehung mit mir selber hätte, würde ich mich verlassen. Naja, manchmal oder meistens zumindest. Egal. Das war&#8217;s erst mal. Ciao, Carsten.</p>
<p><strong><em>Ja, so bin ich</em> von Birgit Hohnen</strong></p>
<p>Ich bin ein Mensch und erwachsen. Ich lebe mit meiner Behinderung und kann damit umgehen. Ich bin sehr glücklich, dass ich in einer Wohngruppe inmitten der Stadt leben kann und dass ich einen besseren Arbeitsplatz habe, wo ich Musik und Texte mache. Angebote und Aktivitäten sind toll. Ich kann mich mit Freunden und Familie austauschen und sagen, was ich machen möchte. Das ist wichtig. Ich bestimmte selber, wann ich essen will und wann ich ins Bett gehe und aufstehe. Das ist mein Leben. Ich bin glücklich und fühle mich frei. Ich kann meine Selbstständigkeit ausleben; die Selbstständigkeit ist ganz wichtig für mich. Das ist mein Standpunkt; dabei haben die Betreuer nicht mitzureden. Wie es für mich noch besser werden kann? Ich will nicht immer so schnell in den Stressmodus kommen, sondern mir in Ruhe Sachen überlegen.</p>
<p>Ich gestalte mein Leben selbst; ich treffe meine Entscheidungen alleine. Ja, so bin ich. Ja, so lebe ich. Ja, so will ich sein. Von meiner Richtung ist wichtig, dass man in seine Situation sieht und weiß: Ich will sein und bleiben wie ich bin. Wenn ich selbstständig sein will, muss ich wissen, was ich will oder kann. Ich will zum Beispiel laufen können. Ich kann das nicht, aber ich kann daran arbeiten. Man kann mir zum Beispiel sagen: Wisch den Tisch ab. Oder: bring die Wäsche in den Sack. Das sind so Sachen mit Bitte und Danke. Ich hole viel raus aus meiner Arbeit und schaffe viel. Ich bin eine Kämpferin! Ich bin eine Texterin! Ich bin gut so wie ich bin!</p>
<p><strong><em>Ja, so bin ich</em> von Melanie Lux</strong></p>
<p>Ich möchte heute mal was richtig Schönes und Positives über mich schreiben&#8230; Meine Stärken: Ich bin für meine Freundinnen und Freunde da und kann gut zuhören, wenn sie mal Probleme haben. Außerdem bin ich sehr hilfsbereit. Ich habe viel Fantasie und bin sehr kreativ und ich habe viel Freude an der Kunst. Ich schreibe zum Beispiel supergerne spannende Romane, und ich kann sehr gut schauspielern. Mir macht es auch großen Spass Comicgeschichten zu gestalten. Die Kunst spielt in meinem Leben eine große Rolle.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Diesen Liebesbrief hat Mare <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/02/du-bist-schoen/" target="_blank" rel="noopener"><strong>an sich selbst geschrieben</strong></a>.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Ein Statement <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/07/ich-bin-richtig/" target="_blank" rel="noopener"><strong>gegen den Stress mit der Körpernormierung</strong></a> von den Hollies gibt es hier.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was bedeutet es ein Mann zu sein?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/05/was-bedeutet-mann/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2018/05/was-bedeutet-mann/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 May 2018 07:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Männlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Stereotyp]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=10574</guid>

					<description><![CDATA[Melanie Lux von den Story-Tellern fragt sich, was es bedeutet, ein Mann zu sein. In ihren Überlegungen gibt es durchaus Momente, in denen sie sich ein Leben als Mann vorstellen kann, aber auch Aspekte von Männlichkeit, mit denen sie ungern leben möchte. Lest einfach selbst: Ich wäre manchmal gerne ein Mann. Bestimmt haben es Männer]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Melanie Lux von den Story-Tellern fragt sich, was es bedeutet, ein Mann zu sein. In ihren Überlegungen gibt es durchaus Momente, in denen sie sich ein Leben als Mann vorstellen kann, aber auch Aspekte von Männlichkeit, mit denen sie ungern leben möchte. Lest einfach selbst:</strong></p>
<p><span id="more-10574"></span></p>
<p>Ich wäre manchmal gerne ein Mann. Bestimmt haben es Männer in vielerlei Hinsicht einfacher als Frauen. Das fängt schon beim Geschlechtsteil an. Männer brauchen sich ja noch nicht mal beim Pinkeln viel Gedanken machen. Sie können sich einfach so im Freien hinstellen und pinkeln. Männer müssen sich zum Beispiel auch nicht mit der Periode abquälen, und sie brauchen sich zum Beispiel keine Gedanken machen um Verhütung und Schwangersein machen. Die Frauen bringen ja die Kinder zur Welt. Die Männer haben keine Schmerzen bei der Geburt, weil sie ja nur die Erzeuger sind.</p>
<p>Und es ist ganz normal, wenn Männer Frauen lieben. Aber wenn Frauen Frauen lieben, wird das in unserer Gesellschaft oft leider immer noch als unnormal angesehen. Ich glaube, es ist sogar normaler, wenn Männer schwul sind und sich lieben.</p>
<p>Manchmal wäre ich so gern ein Mann. Dann könnte ich ganz normal Frauen lieben und mit Frauen Sex haben. Manchmal finde ich Frauen viel hübscher und anziehender als Männer. Und Männer müssen sich auch bestimmt nicht mit Wechseljahresbeschwerden herumquälen.</p>
<p>Vielleicht werde ich ja irgendwann als Junge wieder geboren.</p>
<p>Aber manchmal gibt es auch Tage, da frage ich mich ganz kritisch: Willst du wirklich ein Mann sein? Männer können zum Beispiel immer noch ihre Gefühle in der Öffentlichkeit nicht so zeigen. Und ihnen wird schon als Kind beigebracht möglichst nicht zu weinen und kein Weichei zu sein. Bei den Jungs und Männern geht es auch bestimmt mal härter zu. Von den Jungs und Männern wird auch vielleicht eher erwartet, dass sie etwas Tolles im Leben vollbringen sollen, dass sie mutig sein sollen, Frauen beschützen und möglichst auch noch Superhelden sind. Manchmal frage ich mich, ob Männer vom Geschlecht her aggressiver sind als Frauen. Es sind meistens eher die Männer, die an den Kriegen beteiligt sind, Gewalt ausüben oder Frauen vergewaltigen.</p>
<p>Aber es sind zum Glück nicht alle Männer so. Es gibt bestimmt auch viele zärtliche Familienväter oder Jungs, die weicher fühlen. Es gibt bestimmt auch ganz viele tolle Männer. Aber es gibt leider immer noch zu viele Männer, die an Kriegen beteiligt sind, oder Frauen Gewalt antun, oder zu Gewalt neigen. Und das ist das, was ich an dem männlichen Geschlecht so gar nicht mag. Wenn ich irgendwann mal als Junge wieder geboren werde, dann möchte ich auch als Junge meine Gefühle offen zeigen können und möchte auch mal weinen können. Und ich möchte endlich wissen, wie das ist, als Mann eine Frau zu lieben und mit Frauen Sex zu haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Auch DieJungenHelden <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/06/mann-sein-ein-gespraech-unter-jungen-teil-1/" target="_blank" rel="noopener"><strong>haben sich damit beschäftigt</strong></a>, was es heißt ein Mann zu sein.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und wie verschieden die Identität(en) von Jungs sein können, <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/04/jungs-und-ihre-identitaeten/" target="_blank" rel="noopener"><strong>lest ihr in diesen Berichten der HeRoes</strong></a>.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.meintestgelaende.de/2018/05/was-bedeutet-mann/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>100% Mensch</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/04/100-mensch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sunrise Writers]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Apr 2018 07:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=10510</guid>

					<description><![CDATA[Eigentlich könnte ja alles so einfach sein. Wir sind alle Menschen und damit alle gleich. Doch immer wieder werden wir bewertet, über beliebige Merkmale definiert und in Schubladen sortiert. Warum?, fragt sich Lee-Blaike von den Sunrise Writers. Es ist doch egal wo man herkommt, wie man aussieht, was für ein Geschlecht man hat oder wen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eigentlich könnte ja alles so einfach sein. Wir sind alle Menschen und damit alle gleich. Doch immer wieder werden wir bewertet, über beliebige Merkmale definiert und in Schubladen sortiert. Warum?, fragt sich Lee-Blaike von den Sunrise Writers.</strong><span id="more-10510"></span></p>
<p>Es ist doch egal wo man herkommt, wie man aussieht, was für ein Geschlecht man hat oder wen man liebt.<br />
Das alles sollte doch nicht entscheiden wie wir behandelt werden. Jeder Mensch ist gleich. Jeder atmet. Jeder sollte leben können wie er* oder sie* es will. Niemand sollte deswegen benachteiligt werden.<br />
Warum verstehen das so viele Leute nicht?<br />
Warum können wir, du und ich, nicht wir selbst sein?<br />
Was verändert uns so, wenn wir jetzt nicht blond sind, blaue Augen und Modelmaße haben?<br />
Wann kommt endlich der Tag, an dem jeder so akzeptiert wird, wie er* oder sie* ist? Warum ist Akzeptanz so schwer? Warum sehen so viele Menschen nicht klar?<br />
Tut das etwa weh?<br />
Wieso müssen wir so lange auf einen Wandel in dieser Gesellschaft warten? Warum kann diese Abneigung und Kategorisierung – dieses verdammte Schubladendenken nicht endlich enden?<br />
Warum?<br />
Warum kann man nicht einfach lieben und akzeptieren?<br />
Es könnte doch so einfach sein.<br />
Manche reden von Normalität.<br />
Normal sein; pah, was ist schon normal?<br />
Warum kann man nicht so sein wie man will; wie man sich akzeptiert?<br />
Warum?<br />
Diese ganzen Fragen belasten.<br />
Der Umgang zwischen manchen Menschen untereinander ist unmenschlich!<br />
Diese Ablehnung tut weh. Sie schneidet ein. Worte schneiden ein. Sie hinterlassen Narben. Sie machen traurig, verbittert und kalt. Sie verletzen.<br />
Warum lässt die Gesellschaft die Menschen nicht so sein, wie sie sind und wie sie sein wollen?<br />
Wo ist die Liebe und Akzeptanz?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/10/eigentlich-muesste-ich/" target="_blank" rel="noopener"><strong>In diesem Clip vom #gelände17</strong></a> dreht sich ebenfalls alles darum, welchen Erwartungen wir gerecht werden sollen.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und hier kommt ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/sunrise-writers/" target="_blank" rel="noopener"><strong>zum Profil von den Sunrise Writers</strong></a>, da findet ihr weitere tolle Texte.</span></li>
<li style="list-style-type: none;"></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nixo Beach – von und mit Dennis Seidel</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/03/nixo-beach/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Mar 2018 07:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=10470</guid>

					<description><![CDATA[Dennis Seidel ist Schauspieler, Songwriter, Regisseur, ein Künstler im Künstlerkollektiv barner16 in Hamburg. Und Dennis liebt es, in weibliche Rollen zu schlüpfen. Hier lebt er diese Leidenschaft in der Rolle von Leyla der Meerjungfrau aus, die mit der Sehnsucht kämpft&#8230; Mehr dazu: Wer noch mehr über Dennis&#8216; Leben und Leidenschaften lesen möchte, kann das hier]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dennis Seidel ist Schauspieler, Songwriter, Regisseur, ein Künstler im Künstlerkollektiv barner16 in Hamburg. Und Dennis liebt es, in weibliche Rollen zu schlüpfen. Hier lebt er diese Leidenschaft in der Rolle von Leyla der Meerjungfrau aus, die mit der Sehnsucht kämpft&#8230;</strong></p>
<p><span id="more-10470"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Wer noch mehr über Dennis&#8216; Leben und Leidenschaften lesen möchte, <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/02/ja-so-bin-ich/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>kann das hier tun</strong></a>.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">barner16 produziert Kunstfilme, in denen es um Geschlechterrollen geht. <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/09/rieke/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Hier zeigt Rieke</strong></a>, dass auch bei ihr die Geschlechterzuordnung nicht einseitig ist.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mauern müssen weg</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/02/mauern-muessen-weg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Feb 2018 07:00:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Barrieren]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Mauern]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=10391</guid>

					<description><![CDATA[Die Story-Teller haben das Jubiläum zum Mauerfall im vergangenen Jahr als Aufhänger genutzt, um sich Gedanken zu machen, welche Mauern denn noch existieren und welche davon dringend eingerissen werden sollten. Weg, weg, weg von Matti Wustmann Weg mit der Barriere der Sturheit, die Menschen davon abhält sich zu vertragen. Weg mit den Mauern im Inneren,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Story-Teller haben das Jubiläum zum Mauerfall im vergangenen Jahr als Aufhänger genutzt, um sich Gedanken zu machen, welche Mauern denn noch existieren und welche davon dringend eingerissen werden sollten.</strong></p>
<p><span id="more-10391"></span></p>
<p><strong><em>Weg, weg, weg</em> von Matti Wustmann</strong></p>
<p>Weg mit der Barriere der Sturheit, die Menschen davon abhält sich zu vertragen.<br />
Weg mit den Mauern im Inneren, die einen daran hindern wirklich zu leben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Mauern einreißen</em> von Tamy Keitel</strong></p>
<p>Eine reale Mauer ist vor 28 Jahren gefallen &#8230; und Deutschland seitdem wieder eins.<br />
Aber viele Mauern sind noch da. Vor allem sind es die Mauern im Kopf, die leider sehr hoch und unheimlich stabil und standfest sind. Solange diese Mauern stehen, hat es kaum Sinn an andere Mauern zu gehen. Klar, es gibt im Leben eine Menge Mauern, Grenzen und Barrieren, die man einreißen könnte und auch soll, aber es bringt nur die Hälfte, wenn die Mauern in den Köpfen doch noch so viel größer ist.<br />
Zum Beispiel dürfen homosexuelle Menschen zwar jetzt heiraten, dieses Hinderniss ist weg, aber so richtig richtig fühlt es sich für viele immer noch nicht an. Das&#8217;n Fuck. Oder positiv gesagt: noch ein weiter Weg zur &#8222;Normalität&#8220;.<br />
Genauso mit der Inklusion: Es ist schon mal gut, dass man Gesetze rausbringt die Inklusion fördern sollen, aber mal ehrlich: im alltäglichen Leben angekommen sind die noch nicht. Wobei es schon immer Ausnahmen gibt: Es gibt engagierte Menschen, die anders denken, die die richtigen Anstöße geben, sodass Hoffnung besteht, dass sich, wenn auch in kleinen Schritten, etwas ändern wird.<br />
Aber wie reißt man Mauern in Köpfen nieder? &#8211; Durch immerwährende Aufklärung, Kommunikation, durch Aufmerksam-Machen. Vielleicht hören erst wenige zu, aber es werden mehr.</p>
<p>Ich will jetzt mal Klein anfangen:<br />
Ich finde, Treppen können weg. Wer braucht Treppen? Rollies können sie nicht nutzen, für Fußgänger sind sie anstrengend, für mich als Blinde auch, also weg damit! Fußwege sollten alle flach sein, dann kann sie jede*r alleine benutzen.<br />
Ach, auch ganz wichtig: DVD- und Blueray-Player sollten alle alles abspielen können. Es kann doch nicht sein, dass mein neuer Player eine DVD nicht abspielt, nur weil sie aus den USA ist. Das ist Cyber-Rassismus!</p>
<p>Schade übrigens auch, dass sich Esperanto nicht durchgesetzt hat. Eine Sprache, die jede*r versteht, wäre wirklich super. Die Länder sollen gerne ihre Sprachen behalten. Aber für die internationale Kommunikation würde ich eine gemeinsame Weltsprache gut finden.</p>
<p>Und wo wir gerade bei Sprachen sind: Behördenwirrwarr! Man kann dies nicht beantragen, bevor man nicht jenes hat und sowas. Da blickt doch kein Mensch durch. Also, da sind auch noch einige Mauern zum Einreißen!</p>
<p>Ob kleine Mauern oder große: Die eine oder andere Barriere wird immer wieder mal auftauchen im Leben. Über manche kann man rüberklettern und für andere braucht man Abrissbirnen.<br />
Aber um Mauern im Kopf einzureißen, braucht man Verständnis!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Welche Barrieren ich einreißen würde</em> von Maria Thöne</strong></p>
<p>Die Mauern in manchen Köpfen sollte man einreißen.<br />
Die Mauern in meiner Seele, die mich daran hindern zu fühlen, sollten eingerissen werden.<br />
Die Barrieren, die Flüchtlinge daran hindern in ein sicheres Land zu gehen: einreißen!<br />
Barrieren, die uns daran hindern in einen Park oder Wald zu gehen, müssen auch weg. Und in manchen Ländern gibt es Zäune, die den Weg zum Strand versperren. Dabei sollten alle das Recht haben den Strand zu benutzen und nicht auch noch bezahlen müssen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Barrierefreies Leben </em>von Dennis Lange</strong></p>
<p>Zeit und Raum: alles nichtig. Schön wäre es, wäre es mir unwichtig. Vom Herzen her schon, vom Kopf her gefangen. Alle Mauern einreißen, wie Pink in &#8222;The Wall&#8220;. Es bloß nicht so weit kommen lassen, – cosy and warm – einigeln. Leider kommen die Mauern immer wieder zurück. Bis zum Fußknöchel reicht es schon und ich komme ins Stolpern. Wer will schon immer „Acht“ geben? Das „Vorsichtig“ wurde mir vererbt, aufgezwungen und antrainiert. Diese Barrieren möchte ich fallen lassen. „Mut hilft“ da, heißt es. Mut, was auch immer das ist. Ein Wort aus modernen Märchen, gleichgestellt mit Lebensgefahr, nicht „cosy and warm“.</p>
<p>Ich weiß, ich bin kreativ, leider komme ich selten dazu. Ich fühl mich eingeschränkt: schlafen, arbeiten, Haushalt, Bürokratie. Doch der Tag hat nur 24 Stunden, die Zeit ist zu kurz. Ich gebe zu viel für die Anderen, zu wenig für mich. Die Anderen spiegeln es verkehrt. Mut ist: seiner Sache folgen, ohne die Reflexionen der Anderen einzubringen. Ist das Egoismus? – Ja! _ Kann es mir schaden? – Ja! _ Kann es mir helfen? – Ja! _ Ist das Unsicherheit? – Ja! _ Unsicherheit ist ein barrierefreies Leben, halt nicht „cosy and warm“. Dafür ist es ereignisreich, erfolgversprechend, positiv gestimmt und MEIN LEBEN.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Mauern</em> von Birgit Hohnen</strong></p>
<p>Ich will alles kaputt machen. Weil Mauern kaputt sind. Ich will die runterreißen und zertrümmern, ich will die zerschlagen und anschreien. Ich würde den Mauern zurufen: Ihr sollt kaputt gehen!</p>
<p>Aber vielleicht gehen dann auch die Menschen kaputt wie Tassen, die aus dem Schrank fallen, weil sie nicht gehalten werden? Manche Mauern sind auch wichtig; die guten Mauern, meine ich, die schönen Mauern, die beim Zusammenhalten stützen. Das sind barrierefreie Mauern, die nicht fallen sollen. Weil sonst alles zusammenfällt. Mir ist wichtig, dass diejenigen Mauern nicht kaputt gemacht werden, die für Menschen die Dächer über dem Kopf halten. Aber die schlechten Mauern müssen weg, wenn man sonst nicht durchkommt.</p>
<p>Fantasielosigkeit ist eine Mauer im Kopf.</p>
<p>Alles was außen kaputt geht, war auch innerlich kaputt. Was kaputt ist, wird runtergerissen. Mauern gehen genauso wie alles andere kaputt, und wenn man abreißt, muss man vielleicht manche neu bauen. Mit Zeit und Geld. Das ist alles nicht so einfach wie man denkt. Wenn man eine alte Mauer abreißt, muss man dann immer eine neue aufbauen? &#8211; Nein, nur die guten.</p>
<p>Jetzt frage ich mich, warum es Mauer-Fall gibt. Man muss über Barrikaden und Mauern sprechen; damit haben wir zu tun; schlechte Mauern werden eingerissen mit Baggern. Das müssen die Bauarbeiter machen. Aber ich würde niemals ein Haus einreißen. Ich will eine neue Barrierefreiheit aufbauen. Wir können froh sein, dass wir in diesem Land leben und barrierefreie Wohnungen haben und Privatsphäre.</p>
<p>Es gibt diese alte Mauer, die kaputt ist, aber keine neue, darum gibt es Deutschland. Im Land gibt es aber noch Barrieren von Bundesland zu Bundesland. Barrierefreie Mauern kann man nicht sehen. Manche sollen heil bleiben.</p>
<p>Im Fantasiekopf gibt es diese anders formulierten Mauern, andere Mauern. Es gibt auch andere Religionsstaaten. Die anderen leben mit ihrer Religion und wir mit unserer oder mit keiner. Bei denen, den es schlecht geht oder die gefangen sind, muss man die Mauern einreißen.</p>
<p>Wir können froh sein, dass wir keine Mauer mehr haben. Damit geht es uns besser. Und den anderen muss man helfen, damit es denen auch besser geht. Die schlechten Mauern müssen alle eingerissen werden, finde ich. Ich will im guten Modus leben.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Bereits zum Reformationstag haben die Story-Teller aufgeschriben, <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/11/zum-reformationstag/" target="_blank" rel="noopener"><strong>was sie so reformieren würden</strong></a>.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Auch in deutschen Behörden existieren noch zu viele Mauern &#8211; welche zum Beispiel könnt ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/10/11-september/" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier lesen</strong></a>.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Love and Crime in Miami Beach</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/01/love-and-crime/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jan 2018 07:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=10330</guid>

					<description><![CDATA[Storytime: Liebe, Mord und wieder Liebe. Dennis und seine Freundin Janina verbringen einen Urlaub in Miami Beach, als Dennis&#8216; Exfreundin Jessica auftaucht und Janina aus Eifersucht ermordet. Es brechen harte Zeiten für Dennis an, aber am Ende findet er neues Glück in Miami Beach. &#160; Mehr dazu: Hier könnt ihr euch nochmal die Liebeserklärung von]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Storytime: Liebe, Mord und wieder Liebe. Dennis und seine Freundin Janina verbringen einen Urlaub in Miami Beach, als Dennis&#8216; Exfreundin Jessica auftaucht und Janina aus Eifersucht ermordet. Es brechen harte Zeiten für Dennis an, aber am Ende findet er neues Glück in Miami Beach.</strong></p>
<p><span id="more-10330"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Hier könnt ihr euch nochmal <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/12/liebeserklaerung-an-janina/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>die Liebeserklärung</strong></a> von Dennis an Janina ansehen.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und hier reden die beiden <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/10/maenner-und-frauen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>über Männer und Frauen</strong></a>.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was ist Würde? / Selbstermächtigung</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/01/wuerde-selbstermaechtigung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jan 2018 07:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Würde]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=10326</guid>

					<description><![CDATA[Heute haben wir gleich zwei Texte von den Story-Tellern für euch. Der erste kommt von Melanie Lux und stellt die Frage &#8222;Was ist Würde?&#8220;. Der zweite ist von Dennis Seidel und erklärt den Begriff &#8222;Selbstermächtigung&#8220;. Was ist Würde? von Melanie Lux Würde bedeutet für mich: Dass ich ernst genommen werde. Würde bedeutet für mich: Dass ich]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute haben wir gleich zwei Texte von den Story-Tellern für euch. Der erste kommt von Melanie Lux und stellt die Frage &#8222;Was ist Würde?&#8220;. Der zweite ist von Dennis Seidel und erklärt den Begriff &#8222;Selbstermächtigung&#8220;.</strong></p>
<p><span id="more-10326"></span></p>
<p><strong><em>Was ist Würde?</em> von Melanie Lux</strong></p>
<p>Würde bedeutet für mich: Dass ich ernst genommen werde.<br />
Würde bedeutet für mich: Dass ich so gemocht werde wie ich bin.<br />
Würde bedeutet auch, wenn Menschen mit Handicap allen anderen Menschen gleichgestellt sind und Mitspracherecht haben.<br />
Würde bedeutet für mich, wenn andere Menschen mein Anderssein akzeptieren.<br />
Würde ist, wenn man sich auf gleicher Augenhöhe begegnet.<br />
Würde bedeutet für mich, dass sich alle lieben dürfen.<br />
Würde bedeutet für mich auch, wenn es in unserer Gesellschaft normal ist, wenn sich gleichgeschlechtliche Paare lieben.<br />
Würde heißt auch, dass alle Menschen ihre Meinung frei äußern können.<br />
Kein Mensch darf ausgestoßen werden wegen seiner Herkunft, wegen der Hautfarbe, weil er behindert ist oder weil er homosexuell ist.<br />
Die Würde des Menschen ist unantastbar!<br />
Die Würde des Menschen lebt!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Selbstermächtigung</em> von Dennis Seidel</strong></p>
<p>Selbstermächtigung bedeutet, dass man selbst mächtig wird, und nicht nur die anderen Menschen um mich herum Macht haben. Man denkt, dass behinderte Menschen anders sind als normale Menschen, aber wo ist eigentlich der Unterschied zwischen behindert und nicht-behindert? Gibt es nicht-behindert?Selbstermächtigung bedeutet seine eigenen Interessen zu vertreten. Ein anderes Wort für Selbstermächtigung ist Empowerment, das kommt aus dem Englischen und bedeutet Ermächtigung. Mit Power. Ermächtigung ist für alle Bürger wichtig, egal ob für Menschen mit oder ohne Behinderung, alle haben eine Stimme in diesem Land und alle dürfen mitreden. Das heißt Politik. Alle zusammen gehören zur Gesellschaft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>In <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/07/menschenrechte/" target="_blank" rel="noopener"><strong>diesem Text</strong></a> von Connecting 16 geht es um Fluchtursachen und Menschenrechte.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und hier findet ihr das <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/story-teller/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Profil der Story-Teller</strong></a>, mit weiteren tollen Texten.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Power</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/12/power/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Dec 2017 07:00:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=10263</guid>

					<description><![CDATA[Was ist eigentlich Power und wofür wird sie benötigt? Birgit Hohnen von den Story-Tellern beschreibt in diesem Text, woher sie ihre Power nimmt, wozu sie sie braucht und wie sie versucht, auch anderen Menschen Power zu geben.   Ich habe Power und Energie; ein Energiebündel oder -riegel. Power ist Kraft. Kraft zum Kämpfen. Zum Starksein. Zum]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was ist eigentlich Power und wofür wird sie benötigt? Birgit Hohnen von den Story-Tellern beschreibt in diesem Text, woher sie ihre Power nimmt, wozu sie sie braucht und wie sie versucht, auch anderen Menschen Power zu geben. </strong></p>
<p><span id="more-10263"></span></p>
<p><strong> </strong>Ich habe Power und Energie; ein Energiebündel oder -riegel.</p>
<p>Power ist Kraft. Kraft zum Kämpfen. Zum Starksein. Zum Mutigsein.</p>
<p>Power ist wichtig für Menschen mit oder ohne Handicap.</p>
<p>Man muss Power aber auch mal einbehalten. Anpassung der Power ist das Stichwort. Pausenknopf.</p>
<p>Aber wie kann man energiearme Menschen motivieren Power zu haben?</p>
<p>Man muss sie fragen: Warum hast du immer nie Power? Das ist ja nicht unbedenklich.</p>
<p>Ich kenne viele Menschen, die das nicht haben. Ich kenne das auch mal von mir selber.</p>
<p>Aber ich brauche Power für den Tag.</p>
<p>Wenn ich dusche, habe ich mehr Power, und wenn ich nicht dusche, habe ich weniger Power.</p>
<p>Wenn du auf Power stehst, dann zauberst du das unter der Dusche. Ich bin jetzt FIT. Das steht auf dem Duschgel. Power ist wichtig für uns alle. Wir wollen was machen und schaffen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Hier lest ihr einen Liebesbrief von Mare <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/02/du-bist-schoen/" target="_blank" rel="noopener"><strong>an sich selbst</strong></a>.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/10/ich-mag/" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier ein Video</strong></a> von den Mädchen* aus dem Girlz*Space darüber, was sie gerne mögen.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Tag im Rollstuhl</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/12/ein-tag-im-rollstuhl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Dec 2017 07:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=10257</guid>

					<description><![CDATA[Florian wird Erzieher &#8211; ein eher nicht so typischer Beruf für einen Mann. Innerhalb seiner Ausbildung hatte er dann die Aufgabe, einen Tag im Rollstuhl zu verbringen. Für uns hat er seine Erfahrungen aufgeschrieben. Hey, ich werde Erzieher und ich bin nicht mal eine Frau. Ja, viele Leute sind überrascht wenn dieser Mensch, männlicher Gattung,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Florian wird Erzieher &#8211; ein eher nicht so typischer Beruf für einen Mann. Innerhalb seiner Ausbildung hatte er dann die Aufgabe, einen Tag im Rollstuhl zu verbringen. Für uns hat er seine Erfahrungen aufgeschrieben.</strong><span id="more-10257"></span></p>
<p>Hey, ich werde Erzieher und ich bin nicht mal eine Frau. Ja, viele Leute sind überrascht wenn dieser Mensch, männlicher Gattung, ihnen erzählt, dass es sein größter Berufswunsch ist mit Kindern zu arbeiten. Die Meisten freuen sich, sind aber, wie gesagt, überrascht. Ich habe die letzten Jahre meiner Pubertät in einer Wohngruppe mit Betreuern verbracht und lebte mit Kindern von 3-18 zusammen. Mich faszinierte die Arbeit meiner Betreuer und das inspirierte mich, mein erstes Schulpraktikum in einer Kita zu absolvieren. Das ist nun gute 2 Jahre her und nun ist es soweit. Ich habe meine Schule beendet und sitze jetzt in der nächsten, um in ein paar Jahren mich mit Elan in das anstrengende, aber dennoch spaßige Berufsleben zu stürzen.</p>
<p>In meiner Ausbildung bearbeiten wir derzeit ein Projekt, welches das Organisieren und Betreuen eines Herbstspiel- und Sportfestes als Ziel hat. Vorrangig Kinder mit Behinderung werden dort sein und wir werden dafür sorgen, dass sie einen schönen Tag mit uns verbringen können. Als Vorbereitung darauf war es auch unsere Aufgabe uns einen Tag lang in einen Rollstuhl zu setzen, um unseren Alltag ohne die Benutzung unserer Beine zu absolvieren. Ich muss ehrlich sagen, dass diese Simulation in der Gruppe viel lustiger ist, als wenn man auf sich alleine gestellt ist. Was es bedeutet an einen Rollstuhl gefesselt zu sein, bemerkte ich direkt beim Verlassen des Schulhofes, es war nämlich sehr anstrengend erst einmal überhaupt ein Gefühl dafür zu entwickeln wie man sich fortbewegt, von der Belastung in den Armen will ich gar nicht erst anfangen. Nachdem wir es auf die Straße wagten, entschlossen wir uns zu der örtlichen Kaufhalle zu fahren und zu gehen. (Wir waren 4 Leute und wir mussten uns abwechseln.)</p>
<p>Kaum waren wir auf dem Weg, ergab sich für mich das erste Hindernis in Form einer Kante am Bürgersteig. Voll motiviert nahm ich Fahrt auf, um gegen die Kante zu donnern und fast aus dem Stuhl zu fallen. Im Nachhinein wurde mir dann erklärt, wie man dort ohne Probleme hinaufkommt. Als ich es nach einem gefühlt 3- stündigen Lachanfall der Anderen auf den Gehweg schaffte, folgte, wie sollte es auch anders sein, die nächste Hürde. Der Gehweg war marode und die viereckigen Betonplatten ragten unregelmäßig aus dem Boden heraus, was es mir erschwerte mit den Fußgängern Schrittzuhalten. Wie man nun auch ungemein erkennen kann, hat unser Jahr die Herbstzeit erreicht, was zur Folge hatte, dass feuchtes Laub das Vorankommen auf dem ohnehin schon schwierigen Weg erschwerte. Nun ja, irgendwann war der marode Höllenpfad überwunden und wir erreichten die Kaufhalle. Es waren relativ viele Leute dort, die einen manchmal anlächelten oder übereifrig so taten als wollen sie mir gegenüber nichts falsch machen. Einer äußerte das, in dem er fast panisch zur Seite sprang, damit ich durch den 3 Meter breiten Gang passe. Das war ein Moment wo ich mir dachte, dass man es auch nicht übertreiben muss. Dennoch genoss ich es, dass die Leute mich mal nicht so ansahen, als hätte ich sie beleidigt, so wie es sonst immer der Fall ist. Ein anderer Moment in dem ich mir gerne etwas Hilfe gewünscht hätte, war bei dem Regal mit Cola Flaschen. Ganz vorne standen die 2 Liter Flaschen, ich wollte aber die 1,25 Liter Flaschen, welche direkt dahinter standen. Um dort anzukommen musste ich die Bremsen anziehen und mich mehr als zur Hälfte aus dem Stuhl hieven, um mit meinen Fingerspitzen eine Flasche zu ergattern. Nebenbei schlenderten zwei Mitarbeiter des Marktes an mir vorbei.<br />
Nun hatte ich meine Cola und auch eigentlich alles, was ich wollte. Die Leute an der Kasse gaben auf mich acht, die Kassiererin redete mit mir, als wäre ich ein Kleinkind und meine Arme und Handgelenke schmerzten. So langsam verging mir die Lust auf das Rollstuhl fahren. Ich hatte auch keine Lust mehr in der Straßenahn in einem beengten Gang zu stehen, in der S-Bahn nicht auf die Toilette zu können weil unüberwindbare Stufen im Weg waren und ich hatte es satt, immerzu angestarrt zu werden.</p>
<p>Dieser Tag im Rollstuhl war eine sehr wichtige Erfahrung für mich. Mit meinen gesunden Beinen laufe ich jeden Tag, jeden maroden Weg, umgehe jede noch so große Pfütze und laufe Treppen hoch. Im Rollstuhl haben ganz viele kleine Dinge plötzlich eine ganz neue Bedeutung. Ich kann mir vorstellen, dass viele Rollstuhlfahrer damit umgehen können und sich auch daran gewöhnt haben, aber ich für meinen Teil bin froh, laufen zu können. Mir ist bewusst geworden, was noch getan werden muss, damit es Menschen mit Behinderung leichter fällt den Alltag zu bewältigen und ich werde mir überlegen, wie ich diesen Spalt der völligen Desinteresse und Übermotivation schließen könnte. Jeder, der diese Chance der Selbsterfahrung hat, sollte diese auch nutzen, es öffnet die Tür zu der gleichen, aber dennoch anderen Welt.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>In <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/11/altenpflegerin/" target="_blank" rel="noopener"><strong>diesem Interview</strong></a> erzählt Aleyna von ihrer Ausbildung zur Altenpflegerin.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;"><a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/09/erst-einmal-weg-teil-3/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Hier</strong></a> berichtet Lilith von ihren Plänen nach dem Abi.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Linus</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/11/linus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Poetry Slam]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Nov 2017 07:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=9833</guid>

					<description><![CDATA[Wir haben heute einen wunderbaren Poetry Slam-Text von Jon Lorenzen für euch. Darin spricht er über seinen großen Bruder Linus und über ihr gemeinsames Leben, über das Aufeinander-Aufpassen und über Liebe.  &#160; Mehr dazu: Schaut doch mal in unserer neuen Rubrik &#8222;Poetry Slam&#8220; vorbei. Dort findet ihr weitere tolle Texte. Und in diesem Text von]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir haben heute einen wunderbaren Poetry Slam-Text von Jon Lorenzen für euch. Darin spricht er über seinen großen Bruder Linus und über ihr gemeinsames Leben, über das Aufeinander-Aufpassen und über Liebe. </strong></p>
<p><span id="more-9833"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Schaut doch mal in unserer neuen Rubrik &#8222;<a href="https://www.meintestgelaende.de/author/poetry-slam/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Poetry Slam</strong></a>&#8220; vorbei. Dort findet ihr weitere tolle Texte.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und in <a href="https://www.meintestgelaende.de/2014/11/barrierefrei/" target="_blank" rel="noopener"><strong>diesem Text</strong></a> von den Story-Tellern geht es um Barrierefreiheit.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zum Reformationstag: Was ich reformieren würde</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/11/zum-reformationstag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Nov 2017 07:00:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Reformation]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=9801</guid>

					<description><![CDATA[Den Feiertag zu 500 Jahren Reformation haben die Story-Teller als Aufhänger für ihre neuen Texte genommen. Denn auch 500 Jahre nach Martin Luther gibt es noch vieles zu verbessern. Was die verschiedenen Autor*innen so alles refomieren wollen, könnt ihr in den folgenden Texten lesen. &#8222;Was ich reformieren würde&#8220; von Melanie Lux Es sollen wirklich alle]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Den Feiertag zu 500 Jahren Reformation haben die Story-Teller als Aufhänger für ihre neuen Texte genommen. Denn auch 500 Jahre nach Martin Luther gibt es noch vieles zu verbessern. Was die verschiedenen Autor*innen so alles refomieren wollen, könnt ihr in den folgenden Texten lesen.</strong></p>
<p><span id="more-9801"></span></p>
<p><strong>&#8222;Was ich reformieren würde&#8220; von Melanie Lux</strong></p>
<p>Es sollen wirklich alle gleich behandelt werden: Frauen, Kinder, Schwule, Lesben, Queers und Menschen mit Behinderung.<br />
Es soll selbstverständlich sein, dass sich liebt, wer will.<br />
Ich wünsche mir, dass die alten Menschen &#8211; demenzkranke und Menschen mit Alzheimer &#8211; in Pflegeheimen liebevoller behandelt werden, und dass es dort mehr Personal gibt.<br />
Es soll mehr Ärzte geben, die ihre Patienten auch richtig ernst nehmen.<br />
Auch Menschen mit einer psychischen Erkrankung sollen richtig ernst genommen werden.<br />
Ich wünsche mir mehr Sozialpädagogen, die liebevoll und verständnisvoll mit behinderten Menschen und Kindern umgehen.<br />
Ich wünsche mir, dass es selbstverständlich in dieser Welt ist, dass auch Menschen mit Handicap ein lebenswertes Leben leben wollen. Auch Menschen mit Behinderung haben Träume und Wünsche. Und diese Träume und Wünsche sollen auch ernstgenommen und umgesetzt werden.<br />
Ich wünsche mir, dass es Partnervermittlungsinstitute gibt, wo man sich die Traumpartnerin oder Traumpartner selbst erschaffen kann &#8230; oder eigene Superheldinnen.<br />
Mehr Nachrichten in leichter Sprache wären toll. Ich wünsche mir auch mehr Bücher, Zeitschriften und Literatur in leichter Sprache für Menschen mit und ohne Handicap.<br />
Ich wünsche mir, dass sich mehr Menschen für die Paradiese der Erde, für die Umwelt und Tiere einsetzen.<br />
Alle Menschen auf dieser Erde sollen genug zu Essen und zu Trinken haben. Ich möchte, dass sich alle Menschen dafür einsetzen.<br />
Ich wünsche mir, dass alle Waffen abgeschafft werden und es keine Kriege mehr gibt.</p>
<p><strong>&#8222;Reformieren/Operieren&#8220; von Kathi Bromka</strong></p>
<p>In meiner Welt soll es kein Streit mehr geben. Es sollte immer eine zweite Chance geben. Die Menschen sollen sich verbessern. Es soll keinen Stau mehr geben. Bäume sollen nicht runterfallen bei Wind und Sturm. Wenn es orkanisch weht und Bäume auf Bahngleise fallen, dann sollen mehr und schneller Ersatzbusse kommen. Außerdem muss das Klima besser werden. Am Wochenende sollen nicht mehr so viele Autos fahren. Ich möchte besser klarkommen. Ich möchte keinen Streit auf der Arbeit, und die Laune bei meinen Arbeitskollegen soll auch besser werden. Wie kann ich die die Welt noch verbessern? &#8211; Vielleicht, dass ich gar nicht mehr streite. Überall nicht.</p>
<p>Außerdem will ich, dass die Männer sich mal als Frauen reformieren und die Frauen als Männer. Dann sagen sie vielleicht: Uh, wie sieht das denn aus? Oh, meine Stimme! Und ein Pimmel! Und dann sagt man: Ups, ich kann mich nicht mehr selber sehen. Ich bin so &#8230; anders. Interessant. Meine Stimme ist so eng; das ist unbequem. Ich kann nicht mehr runterreden. Vielleicht sollte ich zum Arzt gehen. Hilfe, Krankenschwester! Und dann: Hallo, ich teile das Essen aus, ich bin der Bruder, der Krankenbruder. Oh, Hallo, können Sie mir mit meiner Stimme helfen? &#8211; Nee, kann ich nicht. Sie wollten Operation und Reformation! Aber das ist ja auch nur zum Ausprobieren. Sie können sich aussuchen, was Sie besser finden und was Sie sein wollen.</p>
<p><strong>&#8222;Reformationen&#8220; von Dennis Seidel </strong></p>
<p>Wenn ich der mächtigste Mensch auf der Welt sein könnte, ein König oder ein Präsident, dann würde ich Einiges in der Welt verbessern, es würde es keine Katastrophen mehr geben und keine Kriege und keine Hungersnöte. Ich würde mich für alle Menschenrechte auf der Welt einsetzen. Ich würde dafür sorgen, dass auf der Welt nichts Ungerechtes passiert, und dass alle Menschen auf der Welt friedlich miteinander leben. Hier kommen meine Gebote: 1. Mehr Solidarität! 2. Auch behinderte Menschen sollen ganz normal Teil der Gesellschaft sein! 3. Und ob du ein Mann oder eine Frau oder dazwischen bist oder beides: ist egal!</p>
<p><strong>&#8222;Reformieren&#8220; mit Michael Schumacher</strong></p>
<p>Wenn ich die Möglichkeit hätte die Welt zu reformieren, würde ich dafür sorgen, dass es in der Welt gerechter zugeht.<br />
Ich würde ein besseres Leben in der Welt ermöglichen durch gewaltfreien Umgang aller, durch Meinungsfreiheit, die heutzutage zwar schon um einiges mehr vorhanden ist als zu Luthers Zeiten, in so manchen Situationen allerdings immer noch zu wünschen übrig lässt.<br />
Ich würde unsere Umweltverhältnisse reformieren. Ich würde den autofreien Sonntag wieder einführen.<br />
Wer böse Vorurteile verbreitet, muss in die Kirche gehen und seine Sünden ablegen; wer allgemein nur dummes Zeug von sich gibt und zu sehr von sich selbst überzeugt ist, könnte vielleicht ein Schweige-Gelübde ablegen.<br />
Wenn ich könnte, würde ich arm und reich komplett abschaffen.<br />
Blockaden sollten auch abgeschafft werden; alles sollte barrierefrei sein, jeder Mensch soll gleichberechtigt behandelt werden, keiner soll das Gefühl haben ausgegrenzt zu sein.<br />
Die AFD sollte abgeschafft werden.<br />
Kein Mensch sollte mehr arbeiten als ihm selber gut tut.<br />
Die Zeitumstellung sollte abgeschafft werden.<br />
Man muss ja nicht immer gut drauf sein, aber man sollte seine schlechte Stimmung nie an unschuldigen Personen auslassen.<br />
Es sollte mehr Toleranz in der Welt herrschen; Diskriminierung in der Welt muss vollkommen abgeschafft werden; der Zusammenhalt in der Gesellschaft muss stärker werden!<br />
Und ganz unbedingt muss Schubladen-Denken abgeschafft werden.</p>
<p><strong>&#8222;Reformieren&#8220; von Birgit Hohnen</strong></p>
<p>Ich will eigentlich gar nichts reformieren; ich würde meine Welt heilen. Ich würde meine Welt besser machen. Ich würde meine Welt gesund machen und laufen können. Warum fragst du heute nach Reformation? Ich soll die Welt reformieren, sagst du? Na ja, vielleicht muss man das, vielleicht muss jeder das. Ich könnte mich mit Freunden treffen und Freude geben. Ich kann die Welt nicht alleine heilen, weil ich nicht Gott bin. Die Welt wird zu kaputt gemacht, und das hat einen Grund in Kriegen und Atomkraft, die alles kaputt macht.</p>
<p>Die Welt wird nicht besser, wenn man nichts dafür tut. Ich würde alles verbessern, was kaputt gemacht wurde, alles würde ich neu machen. Warum fragt man mich nicht? Warum verändert sich die Welt nicht? Man kann diskutieren, was da los ist. Die Zerstörer machen die Welt kaputt &#8230; und alle labern nur rum.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Bereits zur Bundestagswahl haben die Story-Teller sich so <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/09/wahlen-story-teller/" target="_blank" rel="noopener"><strong>ihre Gedanken gemacht</strong></a>.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;"></span>H<span style="font-size: 1.14285rem;">ier lest ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/06/gesegneter-ramadan/" target="_blank" rel="noopener"><strong>einen Text zum Ramadan</strong></a> von unserer Redaktionsgruppe Was geht Almanya.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vielfalt (Teil 1)</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/07/vielfalt-teil-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Jul 2017 07:00:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=9103</guid>

					<description><![CDATA[Was heißt eigentlich Vielfalt? Diese Frage haben sich die Autor*innen der Story-Teller gestellt und darauf vielfältige Antworten gefunden. Im ersten Teil findet ihr die Texte von Peter Burhorn, Dennis Lange, Matti Wustmann und Michael Schumacher. Vielfalt von Peter Burhorn Vielfalt ist Offenheit, kulturelle Lockerheit, keine Verkrampftheit gegenüber Anderen, Weltoffenheit. Es ist dumm, dass es auf dieser]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong> Was heißt eigentlich Vielfalt? Diese Frage haben sich die Autor*innen der Story-Teller gestellt und darauf vielfältige Antworten gefunden. Im ersten Teil findet ihr die Texte von Peter Burhorn, Dennis Lange, Matti Wustmann und Michael Schumacher.</strong></p>
<p><span id="more-9103"></span></p>
<h2><strong><em>Vielfalt</em> von Peter Burhorn</strong></h2>
<p>Vielfalt ist Offenheit, kulturelle Lockerheit, keine Verkrampftheit gegenüber Anderen, Weltoffenheit. Es ist dumm, dass es auf dieser Welt überhaupt Braunes gibt, das ist einfach nur traurig. VIELFALT GLEICH TOLERANZ.Vielfalt ist Neugierde, Lust auf Neues, auf Entdeckungen. Vielfalt sind Experimente. Vielfalt ist das pure Leben. Vielfalt ist wichtig. Es ist traurig, dass wo Menschen ihr Leben feiern wollen, Terroristen auftauchen und aus Partys ein Blutbad machen.</p>
<p>Wir Menschen müssen Vielfalt weiter leben und stark dabei sein. Niemals die Nerven verlieren. Und das Wichtigste: sich nicht unterdrücken, kleinkriegen oder entmutigen lassen. Wenn jetzt Konzerte abgesagt werden aufgrund dieser Angriffe, wäre das auch ein Angriff auf die künstlerische Vielfalt und Freiheit. Heutzutage hat die Vielfalt eine neue Dimension erreicht auf unserem Planeten. Wir alle Menschen haben ein Recht auf Vielfalt.</p>
<h2><strong><em>Fielvalt</em> von Dennis Lange</strong></h2>
<p><em>Was ist Vielfalt?</em> Vielfalt ist, wenn ich das Wort Fielvalt so schreibe, wie ich möchte und sich keiner darüber aufregt, ob da nun Vihlfahlt steht oder Viehlvahlt und sich dieses Wort Pfiehlvalt auch innerhalb eines Textes fielpfähltig ändern darf.</p>
<p><em>Was bedeutet Vielfalt?</em> Gleichstellung, Inklusion, Vielfalt: Sind dies immer wieder neue Wörter für das gleiche Thema? Warum? Um niemanden zu beleidigen? Um p.c. zu sein? Oder doch nur eine Idee von Werbeagenturen?</p>
<p>Na ja, Vielfalt klingt am schönsten. D.h. jeder kann sein Leben leben, wie&#8217;s beliebt. Das klingt nach Chaos? Das funktioniert doch nicht?! Stop! Doch. Vielfalt ist erst einmal eine Theorie oder Ideologie. Ausgelebt wird sie anders als sie auf Papier erscheint. Vielfalt ist ein Quell für Kreativität, und es werden sich neue Wege des Zusammenlebens und des Nebeneinanderlebens bilden. In einer vielfältigen Welt reduzieren sich gesellschaftliche Zwänge, ein Vorteil für die Freiheit des einzelnen Menschen. Freiheit erzeugt Freude erzeugt Frieden. Warum auch mit Krieg und Gewalt anderen seine Sprache, Religion, Sexualität oder Kultur aufzwingen? In einer vielfältigen Welt können Unterschiede zusammen existieren oder auch nebeneinander.</p>
<p>All die Wandlungen in Sprache, Religion, Sexualität und Kultur, die bisher durch Zwang, Gewalt und Krieg durchgeführt wurden, werden zu einer freien, natürlichen Entwicklung. Vielfalt bedeutet, die Akzeptanz der Individualität des einzelnen Menschen zu erreichen. Vielfalt in größeren Gruppen zu leben und erleben ist z.Zt. noch einfacher als in kleineren, engeren Bereich wie die Familie. Eine vielfältige Entwicklung kann Brüche bedeuten, auch in deinem Leben. Hauptsache: Du fühlst dich GUT!</p>
<h2><strong><em>Vielfalt</em> von Matti Wustmann</strong></h2>
<p>Viel Falt &#8211; viele Falten &#8211; viel falten &#8211; Gegenteil von Einfalt &#8211; Vielfältigkeit (könnte auch beschreiben dass jemand viele Falten (schrumpelige Haut) hat, also Vielfaltigkeit) &#8211; Gegenteil von Einfältigkeit &#8211; (könnte man auch so interpretieren dass jemand wenig bis gar keine Falten hat, theoretisch also Einfaltigkeit) &#8211; Nullfaltigkeit (keine Falten, keinerlei Abwechslung) &#8211; Dreifaltigkeit (auch in den Varianten Zweifaltigkeit und Vierfaltigkeit erhältlich, die Folge von häufigem Stirnrunzeln)</p>
<h2><strong><em>Was ist Vielfalt?</em> von Michael Schumacher</strong></h2>
<p>Vielfalt ist vielfältig.<br />
Unser Leben ist hin und wieder mit Herausforderungen versehen.<br />
Um sich den Herausforderungen stellen zu können, hilft eine gewisse Vielfalt im Kopf.<br />
Kreative Ideen oder Gedanken können vielfältig sein.<br />
Wenn man größer denkt, kann das sehr vielfältig sein.<br />
Es gibt ja auch den Begriff &#8217;sich entfalten&#8216;.<br />
Vielleicht ist das Gegenteil von vielfältig endvielfältig. Oder andersrum wenigfältig. Einfältig. Das ist, wenn man klein denkt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier lest ihr, was sich die Story-Teller <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/04/toleranz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>unter Toleranz vorstellen</strong></a>.</li>
<li>Wie wichtig es ist, Vielfalt auch im Unterricht zu lehren, beschreibt Nev <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/01/verschweigen-der-vielfalt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>in diesem Text</strong></a>.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Frauenkampftag</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/05/frauenkampftag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 May 2017 07:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Weltfrauentag]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=8826</guid>

					<description><![CDATA[Unsere Autorinnen Birgit Hohnen und Melanie Lux von den Story Tellern haben Texte zum Frauenkampftag verfasst und beschreiben darin, wofür Frauen kämpfen. Entstanden sind die Texte zum 8. März. Da sich der Kampf für Gleichberechtigung aber nicht auf einen Tag beschränken lässt, sind diese Texte jeden Tag aktuell.  Frauenkampftag von Birgit Hohnen Frauen kämpfen zum]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unsere Autorinnen Birgit Hohnen und Melanie Lux von den Story Tellern haben Texte zum Frauenkampftag verfasst und beschreiben darin, wofür Frauen kämpfen. Entstanden sind die Texte zum 8. März. Da sich der Kampf für Gleichberechtigung aber nicht auf einen Tag beschränken lässt, sind diese Texte jeden Tag aktuell.</strong><br />
<span id="more-8826"></span></p>
<p><strong> </strong><strong><em>Frauenkampftag</em></strong><strong> von Birgit Hohnen</strong></p>
<p>Frauen kämpfen zum Beispiel beim Judo.<br />
Und für ihre Rechte und für ihr Leben.<br />
Ich habe für meine Gesundheit gekämpft. Und dafür einfach stark zu sein und ich zu sein. Auch wenn ich behindert bin. Und ich will dazu am 8. März sagen: &#8222;Hey, ich bin auch mutig und ich bin auch stark!&#8220;<br />
Die Rechte und Gleichberechtigungen sind ja für alle wichtig. Und das will ich auch unterstützen.</p>
<p>Ich bin gegen Gewalt, gegen Kämpfe, gegen Krieg, gegen alles, was nicht in Ordnung ist, gegen alles, was nicht fair ist.<br />
Wenn man zusammen für die Gerechtigkeit kämpft, dann ist man stark.<br />
Und das ist eben auch ein Grund doch zu kämpfen. Man kann ja aufpassen, dass man nicht zu viel Gewalt einsetzt.</p>
<p>Es ist immer ein bisschen schwierig, wenn man denkt, dass man nicht kämpfen kann. Aber wenn man es gar nicht erst versucht, ist es noch schwieriger.<br />
Ich will ja nicht nur für mich kämpfen, sondern auch für die Rechte anderer Menschen. Darum geht es mir.</p>
<p>Ich fühle mich gut, ich bin stolz auf mich, ich tue das Richtige. Ich kämpfe und bin dankbar dafür, dass ich da bin, wo ich sein wollte. Das ist eine Situation, die ich mir selber geschaffen habe. Mit meiner Behinderung. Das ist auch ein Teil meiner harten Arbeit. Eigentlich muss man jeden Tag kämpfen.</p>
<p>Ich bin genau im gleichen Recht wie alle Frauen und alle Menschen. Es sollte keine Unterschiede geben.</p>
<p><strong><em>Frauenkampftag</em></strong><strong> von Melanie Lux</strong></p>
<p>Ich bin der Meinung, dass es noch mehr Rechte für Frauen geben sollte.<br />
In unserer Gesellschaft und Politik kann da noch so einiges verbessert werden. Für viele Frauenrechte muss noch gekämpft werden, bzw. muss sich noch Vieles verbessern:</p>
<p>Alle Frauen haben das Recht ein selbstbestimmtes freies Leben zu führen. Egal welcher Herkunft und egal ob mit Handicap. Die Beschneidungen bei Frauen z.B. in Afrika muss unbedingt abgeschafft werden. Frauen haben ein Recht darauf ihr vollständiges Geschlecht zu haben. Frauen sollten in allen Ländern wählen gehen und ihre eigene Meinung zur Politik haben dürfen. Keine Frau sollte zu einer Ehe gezwungen werden.</p>
<p>Es soll auch unbedingt mehr Rechte und Entfaltungsmöglichkeiten für lesbische Frauen geben und weniger Angst sich öffentlich zu zeigen. Es braucht mehr geschützte Räume und Freizeittreffs, aber auch mehr Akzeptanz und Angstfreiheit in der breiten Öffentlichkeit. Ich finde, da gibt es noch viel zu wenig. Alle sollen sich lieben dürfen.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Martian Mars über die <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/03/wenn-du-ein-maedchen-bist/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Rechte und Möglichkeiten von Frauen und Mädchen</strong></a> an verschieden Orten der Welt.</li>
<li>Gleiche Arbeit und gleiche Qualifikation, aber weniger Gehalt. Die Siblings zum <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/04/die-fassade-der-gerechtigkeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Equal Pay</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Speed</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/05/speed/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[barner 16]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 May 2017 07:00:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=8806</guid>

					<description><![CDATA[Stille Vann ist die &#8222;Frauenband&#8220; bei barner16. Wie kommt es, dass ein inklusives Künstler*innennetzwerk ein extra Frauenprojekt braucht? Haben die Frauen nicht ausreichend Raum in den anderen Bands? Der Alltag hat gezeigt, dass in den verschiedenen Projekten, die bei barner16 ihr Zuhause haben, die Frauen nur gelegentlich mitspielten. Also gründete sich 2010 die Band Stille]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Stille Vann ist die &#8222;Frauenband&#8220; bei barner16.</strong></p>
<p><strong>Wie kommt es, dass ein inklusives Künstler*innennetzwerk ein extra Frauenprojekt braucht? Haben die Frauen nicht ausreichend Raum in den anderen Bands? Der Alltag hat gezeigt, dass in den verschiedenen Projekten, die bei barner16 ihr Zuhause haben, die Frauen nur gelegentlich mitspielten. Also gründete sich 2010 die Band Stille Vann.</strong></p>
<p><span id="more-8806"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Stille Vann &#8211; diesen Titel trägt <a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/06/stillevann/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>auch ein Animationsfilm</strong></a> der Musikerinnen!</li>
<li>Weitere Videos von barner16 findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/barner-16/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>.</li>
</ul>
<p><span style="border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;">Merken</span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ja, so bin ich!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/02/ja-so-bin-ich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Feb 2017 08:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=7785</guid>

					<description><![CDATA[Dennis und Maria von den Story Tellern zeigen, dass eine Persönlichkeit nicht immer entweder so oder so ist &#8211; nicht eindeutig nett oder eindeutig unfreundlich, nicht einmal eindeutig männlich oder weiblich. Dennis trägt gern Frauenkleider und fühlt sich doch als Mann, Maria sieht sich als Frau und ist einfühlsam und laut. Das Leben ist viel]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dennis und Maria von den Story Tellern zeigen, dass eine Persönlichkeit nicht immer entweder so oder so ist &#8211; nicht eindeutig nett oder eindeutig unfreundlich, nicht einmal eindeutig männlich oder weiblich. Dennis trägt gern Frauenkleider und fühlt sich doch als Mann, Maria sieht sich als Frau und ist einfühlsam und laut. Das Leben ist viel mehr als die Aufteilung in Männer und Frauen, in Menschen mit oder ohne Handicaps.</strong></p>
<p><span id="more-7785"></span></p>
<p><strong><em>Ja, so bin ich </em>von Dennis Seidel</strong></p>
<p>Ich heiße Dennis Seidel, bin 37 Jahre alt und Mitglied der Literaturwerkstatt Story Teller von Barner 16 und auch Mitglied bei MeinTestgelände, das ist ein Gendermagazin, da geht es um Geschlechterrollen. Hauptsächlich arbeite ich bei MDUH, das ist eine Theatergruppe für Menschen mit Handicap.</p>
<p>Ich bin mit nur einer Niere zur Welt gekommen und muss deswegen sehr viel trinken. Viele Menschen in Bussen und Bahnen und unterwegs machen sich deshalb immer lustig über mich. Weil ich anders bin als normale Menschen. Schon früher haben mich, wenn ich morgens zur Schule gefahren bin, ein paar freche Jungs immer beschimpft.</p>
<p>Meine Hobbys sind: shoppen (vor allem Klamotten), verreisen, zeichnen, schreiben, im Internet surfen und mich als Frau verkleiden. Außerdem bearbeite ich gerne Bilder und Fotos mit Photoshop; besonders Bilder von schönen Frauen bzw. von meinen Lieblingsstars Diane Kruger und Diana zur Löwen (D-Fashion), Bilder vom Schanzenpark, Hundewelpen und Fotos, wo ich drauf zu sehen bin. Ich kombiniere Fotos von mir mit Fotos aus dem Internet, sodass es dann so aussehen tut, als wäre ich zum Beispiel an einem sonnigen Strand im Sommer in Miami, oder aber ich stehe direkt neben meiner Traumfrau Diane im Schanzenpark, oder aber ich setze mein Porträt in Photoshop in eine U-Bahn und daneben eine bildschöne Frau.</p>
<p>Meine Größe ist 1,64. Ich gehe sehr offen mit meiner Behinderung um. Wenn mir mal einer blöd kommt, würde ich mich selbst zur Wehr setzen, aber ich traue mich nicht, weil ich nicht weiß, wie die blöde Person, die mir blöd kommt, drauf ist.</p>
<p>Ich bin ein Mann, der sich auch manchmal als Frau fühlt. Wenn ich wirklich eine Frau geworden wäre, würde ich gerne Sandra, Diana oder Diane heißen.</p>
<p><strong><em>Ja, so bin ich!</em> von Maria Thöne</strong></p>
<p>Eigentlich bin ich ein froher Mensch, doch so manches Mal bin ich gereizt. Dann wenn mir alles zu viel wird. Bin auch manchmal launisch, genervt oder wütend. Wenn nicht alles so läuft wie ich mir das vorstelle. Ich hasse mich selbst, wenn ich meine Grenzen mal wieder überschritten habe. Ich bin gerne für andere da. So gut ich kann. Bin keine Maschine und versuche das auch so zu leben. Manchmal bin ich tief traurig und weine in mich hinein. Ich bin dann lieber allein. Oder bin bei guten Freunden und lasse mich trösten. Ich kann auch gut Menschen aufbauen und/oder ihnen den Rücken stärken.</p>
<p>Nein-Sagen fällt mir manchmal schwer. Ich bin auch verschlossen. Und schimpf vor mich hin. Ich bin oft ungeduldig. Und nicht immer mutig. Bin manchmal langsam und dann wieder schnell. Ich versuche positiv zu denken. Was nicht immer gelingt. Ich sage schon, was ich denke. Aber manchmal traue ich mich nicht.</p>
<p>Wenn man meine Grenzen nicht respektiert, kann ich böse werden und laut. Ich bin weiblich, nicht männlich. Ich habe meine Extreme. Bin manchmal verzweifelt, doch dann voller Zuversicht. Ich schreie manchmal laut. Bin aber auch leise und rücksichtsvoll. Verwirrt und albern. Das ist so wie es ist. Das bin Ich so wie ich bin. Und ich bin in Ordnung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Mehr dazu: </b></p>
<ul>
<li>Melanie von den Story Tellern <strong><a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/01/ich-bin-eine-rebellin/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ist eine Rebellin</a>.</strong></li>
<li>Und Glück,<strong><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/05/glueck-ist-eine-frage-des-fokus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> so schreibt Nev</a></strong>, ist immer eine Frage des Fokus.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>24 Wochen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/12/24-wochen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Dec 2016 08:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=7531</guid>

					<description><![CDATA[ Ich persönlich bin so, behindert sozusagen, ich fühle mich beschissen mit dem Film. Die Story-Teller haben sich den Kinofilm 24 Wochen (Regie: Anne Zora Berrached, 2016) angesehen und sind zu neuen Gedanken in Bezug aus Schwangerschaftsabbruch und Inklusion gekommen.   24 Wochen. Hart an der eigenen Substanz von Dennis Lange 24 Wochen ist ein Film zum]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong> <em>Ich persönlich bin so, behindert sozusagen, ich fühle mich beschissen mit dem Film.</em></strong></p>
<p><strong>Die Story-Teller haben sich den Kinofilm <em>24 Wochen</em> (Regie: Anne Zora Berrached, 2016) angesehen und sind zu neuen Gedanken in Bezug aus Schwangerschaftsabbruch und Inklusion gekommen.  </strong></p>
<p><span id="more-7531"></span></p>
<p><strong><em>24 Wochen. Hart an der eigenen Substanz</em> von Dennis Lange</strong></p>
<p>24 Wochen ist ein Film zum Thema Abtreibung bei medizinischer Indikation „Behinderung“ eines Fötus’. Ein in der Öffentlichkeit stehendes Paar (Kabarettistin und Manager) mit Tochter bekommt Nachwuchs. Früh in der Schwangerschaft steht die Diagnose Trisomie 21 fest. Die Eltern informieren sich ausführlich über das Leben mit Behinderung. Es kommt zu Beziehungsstreits, Zuspruch und Ablehnung im Bekanntenkreis. Zuerst sieht es so aus als ob sie das Kind zur Welt kommen lassen wollen. Als jedoch noch ein Herzfehler diagnostiziert wird, entscheidet die Frau sich zur Abtreibung. Noch in der Klinik ist sie am Zweifeln.</p>
<p>Der Film zeigt das Thema Abtreibung sehr emotional. Es ist ein persönlicher Einblick in die Psyche der Familienmitglieder, insbesondere die der werdenden Mutter. Das Tragischste was gezeigt wird ist, dass eine Abtreibung in der 24. Woche eine herbeigeführte Totgeburt ist. Glücklicherweise fehlt im ganzen Film der mahnende Zeigefinger. Die Geschichte ist offen für alle Meinungen zum Thema Abtreibung bei Ungeborenen mit „Behinderung“. Des Weiteren bildet der Film eine gute Grundlage zu Themen wie Inklusion und Barrierefreiheit.</p>
<p>Ist Abtreibung nun Mord, Totschlag, Euthanasie oder Hilfe? Der Film gibt keine Antwort. Er zeigt, dass eine Meinung sich in der tatsächlichen Situation schnell ändern kann. Die letzte Entscheidung bleibt bei der Mutter. Für mich bedeutete Abtreibung eine „gute“ Möglichkeit ein Individuum vor seelischen und körperlichen Schmerzen zu schützen. Jedoch darf man jemand anderes die Entscheidung über das eigene Leben abnehmen? Und wann und wo beginnt das eigene Leben, Bewusstsein, Individualität? Leben ist fließend, und hier Grenzen zu setzen kaum möglich. Inklusion und Barrierefreiheit haben sich zwar gebessert. Aber immer noch ist Selbstständigkeit nicht gewährleistet. Mir wäre in meiner Entwicklung ein selbstständiges Leben das Wichtigste. Ich komme immer wieder an psychische Grenzen. Was ich als Mensch mit Behinderung nicht brauche, sind Mitleid, Betätschelung und Überfürsorge. Es wäre ideal, wenn sich das System bzw. die Gesellschaft den individuellen Anforderungen des „unperfekten“ Menschen anpassen könnte.</p>
<p>Durch den Film und die Beschäftigung mit seinem Thema bin ich von meiner festen und „positiven“ Meinung zu Abtreibungen abgekommen. Ein Entscheidung würde ich auch erst in der konkreten Situation fällen. Also: offen durchs Leben gehen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Birgit Hohnen</strong></p>
<p>Ich persönlich bin so, behindert sozusagen, ich fühle mich beschissen mit dem Film. Ich lebe schon immer mit meiner Behinderung. Mich macht das Thema traurig und wütend. Eltern, die sich um behinderte Kinder kümmern können, sollen das auch tun oder es in eine Wohngruppe schicken. Das ist nicht schlecht, sondern zum Besten. Die Eltern können dann nebenher immer noch für einen da sein. Und behinderte Kinder sind auch für ihre Eltern da. Man kümmert sich gegenseitig, damit es allen gut geht.</p>
<p>Meine Mutter hat mich in ihrem Herzen und hat mich lieb.</p>
<p>Ich wünsche mir mein Leben in der Familie genau so!</p>
<p>Für einige Eltern muss das schwierig sein so eine Schwangerschaft und Geburt mit behindertem Kind. Das kann ich mir vorstellen. Finanzieren und Verantwortung. Aber sie bekommen ja vielleicht einen Liebling. Jeder kann was daraus machen und das so beschließen.</p>
<p>Ich würde gerne laufen können, aber lieber leben als gar nicht. Reden kann ich und laufen mit Rollator auch. Lange Zeit saß ich nur im Rollstuhl, aber jetzt gehe ich mit dem Rollator. Das Wichtigste ist, dass man Freunde hat, Unterstützung, und dass man einfach füreinander da ist. Ich habe alles, was ich brauche. Mein Leben ist schön mit viel Anerkennung und Liebe. Viele Eltern sagen: Mein Kind ist so wie es ist. Das ist wichtig für das Zusammenleben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Melanie Lux</strong></p>
<p>Ich fand den Film brutal. Vor allem die Abtreibungsszene. Dabei fing alles gut an. Die Frau wollte das Kind zur Welt bringen, trotz Behinderung, und dann hat die Frau sich umentschieden und das Kind abtreiben lassen, im siebten Monat.</p>
<p>Der Film hatte mich total aufgewühlt und viele negative Gefühle ausgelöst. Ich bekam eine Stinkwut auf bestimmte Personen, die mich abgelehnt haben, und auf die ganze Welt. Ich stellte mir die Frage, warum in unserer menschlichen Gesellschaft eigentlich immer alles perfekt sein muss. Warum wollen Eltern nur perfekte Kinder? Dürfen Menschen nicht mehr behindert sein? Will diese Gesellschaft nur noch Menschen, die funktionieren?</p>
<p>Ich bin selbst mit einer Behinderung auf die Welt gekommen. Ich hatte Sauerstoffmangel und bin bei meiner Geburt blau angelaufen. Aber meine Mutter wollte mich trotzdem. Sie wollte, dass ich lebe, und diese Entscheidung war gut. Meine Mutter ist eine tolle Frau. Sie hat alles gemeistert, trotz der vielen Probleme und Schwierigkeiten. Im Alltag und auf der Straße muss ich aber oft erfahren, wie grausam es ist, wenn gesunde Menschen Menschen mit Behinderung ablehnen. Das macht mich traurig.</p>
<p>Trotz allem: Ich hätte mir lieber einen Film angeschaut, in dem eine Mutter ihr behindertes Kind zur Welt bringt. Das Leben ist doch ein Geschenk.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Michael Schumacher</strong></p>
<p>Meine Mutter hatte mir irgendwann einmal erzählt, dass sie und mein Vater von meiner Besonderheit erfahren hatten, als ich mit drei Jahren im ersten Kindergarten war.</p>
<p>Eines Tages, als meine Mutter mich wie immer dort abgeholt hat, kam die Leiterin zu ihr und sagte, dass irgendetwas mit mir nicht stimmt. Sie meinte, dass man überlegen müsste, ob ich mit meinem Autismus vielleicht in einem anderem Kindergarten besser aufgehoben wäre.</p>
<p>Für meinen Vater brach eine Welt zusammen.</p>
<p>Meine Mutter hat mir erzählt, dass sie sich abends in der Küche besoffen hatten.</p>
<p>Ich lag schon im Bett.</p>
<p>Mein Vater hat geweint und sich nur selbst bemitleidet.</p>
<p>Meine Mutter sagte sich am nächsten Tag: So, jetzt musst du handeln und die schwierige Situation meistern.</p>
<p>Ihr ist das auch sehr gut gelungen.</p>
<p>Das Verhältnis zwischen meinem Vater und mir dagegen stand auf der Kippe.</p>
<p>Er kam mit meiner Besonderheit nicht klar.</p>
<p>Es gab hin und wieder Streit.</p>
<p>Meine Mutter hat sich immer bemüht die Spannungen aufzulockern.</p>
<p>Aber er hat sich immer mehr zurückgezogen und meine Mutter alles machen lassen.</p>
<p>Letztendlich ist wohl auch die Ehe meiner Eltern daran gescheitert.</p>
<p>Sein Selbstmitleid ging oft in Aggressionen über. Er hat manchmal so laut geschrien, dass sich Nachbarn beschwerten. Und er ist auch handgreiflich geworden gegenüber meiner Mutter.</p>
<p>Es gab auch schöne Momente. Manchmal haben wir uns auch gut verstanden.</p>
<p>Aber das Problem meiner Besonderheit und dass er damit nicht fertig geworden ist, stand immer zwischen uns.</p>
<p>Er hat mir nicht viel zugetraut.</p>
<p>Er war ein Bremser.</p>
<p>Wenn ich darüber jetzt nachdenke, finde ich, dass es auf jeden Fall gut war, dass er uns verlassen hat.</p>
<p>Wenn er bei uns geblieben wäre, hätte ich nicht die Erfolgserlebnisse, die ich heute habe.</p>
<p>Es ist auf jeden Fall jetzt gut wie es ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Dennis Seidel</strong></p>
<p>Letzten Mittwoch waren wir Story Teller, also die Literaturwerkstatt von barner 16, im Kino und haben uns den Film 24 Wochen angeschaut. In dem Film ging es um ein Ehepaar, das ein behindertes Kind erwartet. Die Mutter hat es aber im letzten Moment abtreiben lassen.</p>
<p>Der Film hatte sehr viele Emotionen, so dass ich bei manchen Stellen weinen musste. Ich fand den Film mal witzig, aber auch sehr traurig.</p>
<p>Ich habe mich sehr betroffen gefühlt und habe sogar richtig doll geweint, weil mir der Film sehr an die Erinnerung an meine Kindheit ging. Ich konnte als Baby auch nicht mein erstes Weihnachten erleben, weil ich da im Krankenhaus lag. Meine Eltern waren sehr geschockt und wussten nicht, was sie machen sollten. Sie waren richtig durcheinander.</p>
<p>Ich würde anderen Leuten empfehlen den Film zu schauen, weil er sehr inhaltsreich und informationsreich ist.</p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Alle Hintergründe zum Film findet ihr unter: <a href="http://www.24wochen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">24 Wochen</a></li>
<li>Wie ergreifend die Pressevorführung für die Autorin Anna Mayrhauser vom Missy Magazin war, <a href="http://missy-magazine.de/2016/09/22/bis-zum-schluss/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">lest ihr hier</a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Foto-Love-Story: &#8222;I love you – Emma Star!&#8220;</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/08/foto-love-story-i-love-you-emma-star/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Aug 2016 05:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[gelände2016]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=6941</guid>

					<description><![CDATA[Kein Glück in der Liebe? Dann schreib deine Liebesgeschichte doch einfach selbst – so wie Paula Stolze von den story-tellern! In ihrer exklusiven Foto-Love-Story begibt sie sich in die Rolle der Emma Star, einer Single-Lady auf der Suche nach dem Richtigen&#8230; more&#8211;&#62; &#160; Diese Foto-Love-Story ist im Rahmen des #geländes2016 entstanden. Storyline und Text: Paula]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kein Glück in der Liebe? Dann schreib deine Liebesgeschichte doch einfach selbst – so wie Paula Stolze von den story-tellern! In ihrer exklusiven Foto-Love-Story begibt sie sich in die Rolle der Emma Star, einer Single-Lady auf der Suche nach dem Richtigen&#8230;</strong><br />
more&#8211;&gt;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-7008 aligncenter" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/08/E01_f-337x600.jpg" alt="E01_f" width="337" height="600" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/08/E01_f-337x600.jpg 337w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/08/E01_f-169x300.jpg 169w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/08/E01_f-768x1367.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/08/E01_f.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 337px) 100vw, 337px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-6947 aligncenter" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E02_f-337x600.jpg" alt="E02_f" width="337" height="600" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E02_f-337x600.jpg 337w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E02_f-169x300.jpg 169w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E02_f-768x1366.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E02_f.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 337px) 100vw, 337px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-6948 aligncenter" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E03_f-338x600.jpg" alt="E03_f" width="338" height="600" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E03_f-338x600.jpg 338w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E03_f-169x300.jpg 169w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E03_f-768x1365.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E03_f.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 338px) 100vw, 338px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-6949 aligncenter" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E04_f-338x600.jpg" alt="E04_f" width="338" height="600" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E04_f-338x600.jpg 338w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E04_f-169x300.jpg 169w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E04_f-768x1365.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E04_f.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 338px) 100vw, 338px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-6950 aligncenter" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E05_f-800x450.jpg" alt="E05_f" width="800" height="450" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E05_f-800x450.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E05_f-300x169.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E05_f-768x432.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E05_f-710x399.jpg 710w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E05_f-910x512.jpg 910w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E05_f.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-6951 aligncenter" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E06_f-800x450.jpg" alt="E06_f" width="800" height="450" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E06_f-800x450.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E06_f-300x169.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E06_f-768x432.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E06_f-710x399.jpg 710w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E06_f-910x512.jpg 910w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E06_f.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-6952 aligncenter" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E07_f-800x450.jpg" alt="E07_f" width="800" height="450" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E07_f-800x450.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E07_f-300x169.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E07_f-768x432.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E07_f-710x399.jpg 710w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E07_f-910x512.jpg 910w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E07_f.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-6953 aligncenter" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E08_f-800x450.jpg" alt="E08_f" width="800" height="450" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E08_f-800x450.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E08_f-300x169.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E08_f-768x432.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E08_f-710x399.jpg 710w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E08_f-910x512.jpg 910w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E08_f.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-6954 aligncenter" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E09_f-800x450.jpg" alt="E09_f" width="800" height="450" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E09_f-800x450.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E09_f-300x169.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E09_f-768x432.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E09_f-710x399.jpg 710w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E09_f-910x512.jpg 910w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E09_f.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-6955 aligncenter" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E10_f-800x450.jpg" alt="E10_f" width="800" height="450" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E10_f-800x450.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E10_f-300x169.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E10_f-768x432.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E10_f-710x399.jpg 710w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E10_f-910x512.jpg 910w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E10_f.jpg 1921w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-6956 aligncenter" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E11_f-800x450.jpg" alt="E11_f" width="800" height="450" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E11_f-800x450.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E11_f-300x169.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E11_f-768x432.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E11_f-710x399.jpg 710w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E11_f-910x512.jpg 910w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E11_f.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-6957 aligncenter" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E12_f-800x417.jpg" alt="E12_f" width="800" height="417" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E12_f-800x417.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E12_f-300x156.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E12_f-768x400.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-6958 aligncenter" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E13_f-800x417.jpg" alt="E13_f" width="800" height="417" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E13_f-800x417.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E13_f-300x156.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E13_f-768x400.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-6959 aligncenter" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E14_f-800x450.jpg" alt="E14_f" width="800" height="450" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E14_f-800x450.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E14_f-300x169.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E14_f-768x432.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E14_f-710x399.jpg 710w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E14_f-910x512.jpg 910w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E14_f.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-6960 aligncenter" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E15_f-800x450.jpg" alt="E15_f" width="800" height="450" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E15_f-800x450.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E15_f-300x169.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E15_f-768x432.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E15_f-710x399.jpg 710w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E15_f-910x512.jpg 910w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E15_f.jpg 1921w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-6961 aligncenter" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E16_f-800x450.jpg" alt="E16_f" width="800" height="450" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E16_f-800x450.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E16_f-300x169.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E16_f-768x432.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E16_f-710x399.jpg 710w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E16_f-910x512.jpg 910w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E16_f.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-6962 aligncenter" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E17_f-800x450.jpg" alt="E17_f" width="800" height="450" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E17_f-800x450.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E17_f-300x169.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E17_f-768x432.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E17_f-710x399.jpg 710w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E17_f-910x512.jpg 910w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E17_f.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-6963 aligncenter" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E18_f-800x450.jpg" alt="E18_f" width="800" height="450" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E18_f-800x450.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E18_f-300x169.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E18_f-768x432.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E18_f-710x399.jpg 710w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E18_f-910x512.jpg 910w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E18_f.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-6964 aligncenter" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E19_f-800x450.jpg" alt="E19_f" width="800" height="450" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E19_f-800x450.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E19_f-300x169.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E19_f-768x432.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E19_f-710x399.jpg 710w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E19_f-910x512.jpg 910w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E19_f.jpg 1919w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-6965 aligncenter" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E20_f-800x450.jpg" alt="E20_f" width="800" height="450" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E20_f-800x450.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E20_f-300x169.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E20_f-768x432.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E20_f-710x399.jpg 710w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E20_f-910x512.jpg 910w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E20_f.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-6966 aligncenter" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E21_f-800x450.jpg" alt="E21_f" width="800" height="450" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E21_f-800x450.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E21_f-300x169.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E21_f-768x432.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E21_f-710x399.jpg 710w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E21_f-910x512.jpg 910w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E21_f.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-6967 aligncenter" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E22_f-800x450.jpg" alt="E22_f" width="800" height="450" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E22_f-800x450.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E22_f-300x169.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E22_f-768x432.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E22_f-710x399.jpg 710w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E22_f-910x512.jpg 910w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E22_f.jpg 1921w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-6968 aligncenter" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E23_f-800x416.jpg" alt="E23_f" width="800" height="416" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E23_f-800x416.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E23_f-300x156.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E23_f-768x400.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-6969 aligncenter" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E24_f-800x450.jpg" alt="E24_f" width="800" height="450" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E24_f-800x450.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E24_f-300x169.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E24_f-768x432.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E24_f-710x399.jpg 710w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E24_f-910x512.jpg 910w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E24_f.jpg 1919w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-6970 aligncenter" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E25_f-800x417.jpg" alt="E25_f" width="800" height="417" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E25_f-800x417.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E25_f-300x156.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E25_f-768x400.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-6972 aligncenter" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E26_f-1-338x600.jpg" alt="E26_f" width="338" height="600" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E26_f-1-338x600.jpg 338w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E26_f-1-169x300.jpg 169w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E26_f-1-768x1365.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2016/07/E26_f-1.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 338px) 100vw, 338px" /></p>
<p>Diese Foto-Love-Story ist im Rahmen des #geländes2016 entstanden.</p>
<p>Storyline und Text: Paula Karoline Stolze, Dennis Seidel, Daniela Chmelik, Anna-Leena Lutz und Eva Karnowski<br />
Fotos, Production und Post-Production: Eva Karnowski<br />
Starring: Paula Karoline Stolze, Dennis Seidel, Mehdi Ramadan, Selim Asar, Daniela Chmelik, Anna-Leena Lutz und viele mehr</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Na, Lust auf noch mehr Gefühl? Dann hör rein in die musikalische Liebeserklärung von Mr. Hoff: <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/01/ein-leben-lang/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ein Leben lang</a></span></li>
<li>Die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe erzählt unser Autor Dominik in <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/11/stellen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellen</a></span></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ich will teilhaben!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2015/04/ich-will-teilhaben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Apr 2015 20:16:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=4866</guid>

					<description><![CDATA[Ich habe meine Einschränkungen, und — Leute! — Depressionen sind weder schlechte Laune noch Faulheit. Sie sind mein Handicap. — Und Leute! — Ich bin nicht komplett bescheuert. Ich habe Kompetenzen und die möchte ich nutzen. — Gebt mir die Chance! — Ich habe eine Kombinationsgabe, ich kann logisch denken, vorausplanend arbeiten. Fähigkeiten die selbst]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe meine Einschränkungen, und — <em>Leute!</em> — Depressionen sind weder schlechte Laune noch Faulheit. Sie sind mein Handicap. — <em>Und Leute!</em> — Ich bin nicht komplett bescheuert. Ich habe Kompetenzen und die möchte ich nutzen. — <em>Gebt mir die Chance!</em><span id="more-2129"></span><br />
— Ich habe eine Kombinationsgabe, ich kann logisch denken, vorausplanend arbeiten. Fähigkeiten die selbst bei vielen Normalen nicht ausgeprägt sind.<br />
Ich möchte in Eigenverantwortung arbeiten, und dazu gehören auch Sachen wie Entscheidungsfreiheit und Entscheidungsbefugnisse. Was schon in der normalen Arbeitswelt nicht klappt, sollte vorbildhaft in der inklusiven Arbeitswelt laufen. — <em>Denkt daran</em> — Arbeit braucht Zeit.<br />
Mein Leben besteht zu sehr aus Formularen, Behördenpost, Krankmelden und deswegen-zum-Arzt-gehen. Mein Leben richtet sich zu sehr nach Bestimmungen, Normen, Richtlinien, Formularen und Behörden. Ich fühle mich nicht frei. Ich fühle mich eingeschränkt. Ich stehe unter Druck. Ich ziehe mich immer mehr zurück. Ich kann dann nicht teilhaben. Diese ganzen Bestimmungen, Normen, Richtlinien, Formulare sollten doch eigentlich meine Teilhabe am Leben sichern. Sie schränken mich zur Zeit in erster Linie ein.<br />
Mein Leben ist voller Angst, etwas falsch zu machen und nicht gemocht zu werden. Deswegen halt ich mich zu häufig zurück. Kommunikation mit gesprochen Worten ist eine Barriere, wenn das Vertrauen zum Gegenüber fehlt.<br />
Ich brauche viel Raum und Zeit zur Regeneration. Auch Freizeit gehört zur Teilhabe am Leben/Arbeitsleben — <em>oder was auch immer</em> — Freizeit ist nicht Faulheit. Leider besteht meine Freizeit fast nur aus Schlafen und Entspannen. Mein Leben kreativ und vielfältig zu gestalten, dazu fehlt mir die Zeit. Mir fehlt die Kraft, um mein Leben lebenswert zu gestalten.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
